Apple iPhone 5S: Apple gesteht Probleme mit dem Touch-ID-Sensor ein

Der Fingerabdruckscanner des iPhone 5S hat unter Umständen Schwierigkeiten mit der Erkennung. Sind die Hände nass oder verschwitzt, reagiert er nicht immer. Auch Cremes oder andere Flüssigkeiten sowie Narben an den Fingerkuppen sollen problematisch sein.

Apple hat das iPhone 5S am Dienstag vorgestellt. Neben einer schnelleren 64-Bit-A7-CPU samt einer OpenGL-ES-3.0-fähigen Grafkeinheit und einem Co-Prozessor zur Überwachung der Sensoren dürfte der im Home-Button integrierte Touch-ID-Sensor die größte Neuerung des iPhone 5S sein. Er liest den Fingerabdruck des Nutzers zum Entsperren des Gerätes ein. Anstatt der Eingabe eines vierstelligen Passworts dient eine Berührung des Home-Buttons zum Freigeben des neuen iPhone 5 Nachfolgers. Auch Einkäufe im iTunes-, App- und iBooks-Store lassen sich per Fingerabdruck autorisieren.

Apple iPhone 5S: Apple gesteht Probleme mit dem Touch-ID-Sensor ein

Gegenüber dem Wall Street Journal hat ein Apple-Sprecher jetzt zugegeben, dass das biometrische Sicherheitssystem vereinzelt Schwächen aufweist und es in einigen Fällen zu Problemen beim Erkennen des Fingerabdrucks kommen kann.

Interne Tests haben ergeben, dass der Touch-ID-Sensor beispielsweise nicht immer auf verschwitzte oder nasse Finger reagiert. Auch aufgetragene Cremes oder andere Flüssigkeiten können die Erkennung beeinträchtigen. Daneben sollen auch Narben an den Fingerkuppen problematisch sein. Verschmutzte Finger dürften dann ebenfalls das Einlesen erschweren.

Eine mögliche Lösung wäre es aber, einfach einen anderen Finger zu verwenden. Der Sensor lässt sich auch auf die Erkennung verschiedener Fingerabdrücke einstellen und kann den Finger aus jeglichem Winkel erfassen.

Ganz so reibungslos wird der Fingerabdruckscanner unter bestimmten Umständen also nicht funktionieren. Wie häufig man in der Praxis in diese Situationen kommt, ist natürlich eine ganz andere Frage, die jeder für sich selbst beantworten muss. Im Fall der Fälle lässt sich das Touch-ID-System auch ganz Abschalten. Ansonsten scheint das Einlesen des Fingerabdrucks aber gut zu funktionieren und das Entsperren dem ersten Eindruck nach auch auf Anhieb zu klappen – wie folgendes Video zeigt. Eine Einlernephase benötigt der Touch-ID-Sensor allerdings. Bei der Einrichtung muss der Nutzer den Finger mehrmals in verschiedenen Winkeln auf den Scanner legen. Das ist aber auch innerhalb von einer Minute erledigt.

Sicher soll das ganze System ebenfalls sein. Der Sprecher ging in dem Interview auch nochmals auf die Sicherheitsvorkehrungen des Unternehmens ein. Apple hat einen eigenen Bereich des A7-Prozessors ausschließlich für das Touch-ID-System reserviert, indem die erfassten Daten des Fingerabdruckscanners verschlüsselt abgelegt werden. Alle sensiblen Daten bleiben damit auf dem Gerät und werden nicht in die iCloud übertragen. Der Fingerabdruck werde an sich auch nicht als Bild abgespeichert. Daher sei es kaum möglich, den Fingerabdruck aus den Daten auszulesen, auch wenn das iPhone in falsche Hände gerät.

Wer die Touch-ID verwenden möchte, der muss auch weiterhin ein Passwort festlegen. Dieses muss einmalig nach einem Neustart des Telefons eingegeben werden. Erst dann wird der Fingerabdruckscanner aktiviert. Hat der Anwender das Smartphone für einen Zeitraum von 48 Stunden nicht verwendet, ist ebenfalls die Eingabe des Codes notwendig. Damit will es Apple Hackern & Co. noch schwerer machen, den Fingerabdruckscanner zu überlisten.

Weiterhin seien derzeit auch keine Apps von Dritt-Anbietern dazu befugt, den Touch-ID-Sensor in ihre Applikationen einzubinden.

[Mit Material von Dara Kerr, CNET.com]

Weitere Berichte zu den neuen iPhone-Modellen hält folgender Link bereit.

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