Toshiba Excite Pro: gut ausgestattetes 10,1-Zoll-Android-Tablet mit Schwächen

Toshibas 10,1-Zoll-Android-Tablet Excite Pro sieht vielversprechend aus und ist gut ausgestattet. Die umfangreichen Features und auch das extrem hochauflösende Display sprechen für das Tablet, ob aber auch die Performance den Preis rechtfertigt, zeigt der Test.

Toshiba hatte auf der Computex-Messe in Taipeh mit dem Excite Pro, dem Excite Write und dem kostengünstigeren Excite Pure drei neue Tablets der Excite-Serie vorgestellt. Die Tablets arbeiten alle mit Android und können mithilfe des “Keyboard Covers”, einem Tastatur-Dock, das gleichzeitig als Schutzhülle dient, auch als Notebook genutzt werden.

Das Excite Pro und Excite Write bringen weitgehend dieselbe Ausstattung mit. Sie verfügen über ein 10,1-Zoll-IPS-LC-Display mit einer dem Nexus 10 ebenbürtigen Auflösung von 2560 mal 1600 Pixel. Unsere US-Kollegen haben sich das Excite Pro genauer angesehen.

Design

Das Excite Pro kommt mit schwarzem Displayrahmen und einer texturierten, grauen Rückseite aus Kunststoff. Die Ecken sind angenehm gerundet und das Tablet liegt gut in der Hand.

Wenn man das Tablet im Querformat hält, befindet sich die Power-/Sleep-Taste im linken Bereich der oberen Kante. Diese Taste ist allerdings deutlich mittiger platziert als von anderen Geräten her gewohnt, man kann sie daher beim blinden Zugriff recht einfach verfehlen. Immerhin steht sie gerade weit genug heraus, so dass man sie auch ohne Hinzusehen leicht finden kann, wenn man mit dem Finger über die Kante fährt.

Toshiba Excite Pro Google Nexus 10 Apple iPad (4. Generation) Sony Xperia Tablet Z
Gewicht 630 g 603 g 653 g 480 g
Breite (Querformat) 26,2 cm 26,4 cm 24,1 cm 26,7 cm
Höhe: 17,8 cm 17,5 cm 18,5 cm 17,3 cm
Tiefe 10,2 mm 8,9 mm 9,4 mm 6,9 mm
Breite des seitlichen Rahmens (Querformat) k.A. 22,9 mm 20,3 mm 25,4 mm

Der Rahmen des Excite Pro fällt ziemlich breit aus und bietet dem Daumen genügend Platz. Im oberen Rahmen ist mittig eine 1,2-Megapixel-Kamera integriert und an der linken Seite findet man – von oben nach unten – Kopfhöreranschluss, Lautstärke-Wippe, Slot für microSD-Speicherkarten sowie je ein Micro-HDMI- und Micro-USB-Anschluss. Die drei letztgenannten Slots sind gut geschützt hinter einer fünf Zentimeter langen Klappe verborgen.

Auf der Rückseite des Geräts sitzt in der oberen rechten Ecke eine 8-Megapixel-Kamera mit LED-Blitz, während ganz außen links und rechts die Harman-Kardon-Lautsprecher positioniert sind.

Das Toshiba Excite Pro ist nicht das dünnste Tablet der Welt, aber auch nicht unangenehm dick.

Das Toshiba Excite Pro ist nicht das dünnste Tablet der Welt, aber auch nicht unangenehm dick (Foto: CNET).

Mit 630 Gramm wiegt das das Excite Pro in etwa so viele wie die meisten 10-Zoll-Tablets, ist aber merklich dicker als beispielsweise das Nexus 10 oder das iPad 4. Und obwohl es kein ausgesprochen robustes oder Outdoor-Tablet ist, fühlt es sich dennoch solide genug an, um eine etwas gröbere Behandlung und vielleicht auch den einen oder anderen Fall zu überstehen.

Software

Das Excite Pro wird mit Googles Android 4.2.1 und ein paar exklusiven Toshiba-Apps ausgeliefert. Die wichtigste ist Toshibas Kamera-App TruCapture. Diese App wurde für Business-User optimiert und soll Aufnahmen von Objekten auf weißem Hintergrund (wie Whiteboards, Magazine oder Notizbücher) verbessern.

Die Anti-Glare-Funktion tut, was sie soll – mehr oder weniger.

Die Anti-Glare-Funktion tut, was sie soll – mehr oder weniger (Foto: CNET).

Sitzt man tatsächlich in einem Meeting und will dann später das vollgeschriebene Whiteboard ablichten, kann es leicht passieren, dass man wegen Blendungen durch die Deckenlampen einen Teil der Informationen auf dem Whiteboard später nicht mehr erkennen kann. Toshiba versucht sich dieses Problems mit einer Anti-Glare-Option anzunehmen, für die man zwei Fotos (eins direkt frontal, das zweite nach Möglichkeit ohne Blendeffekte) aus verschiedenen Winkeln aufnehmen muss. Die App versucht dann, die beiden Bilder in einem einziges frontalen Bild zu kombinieren, in dem es keine Blendungen mehr gibt. Das funktioniert recht gut und stellt einen interessanten Lösungsansatz dar.

Interessant ist auch ein App-Feature, das das Weiß in Fotos von Magazinen oder Ausdrucken anreichert, um so die Lesbarkeit von Texten zu verbessern. Wie dieses Feature in der Praxis tatsächlich angenommen wird, ist fraglich.

Das Auto-Cropping in Aktion. Zum Glück kann man den Corpping-Bereich ändern. Aber waozu braucht man dann eigentlich eine Auto-Corpping-Funktion?

Das Auto-Cropping in Aktion. Zum Glück kann man den Corpping-Bereich ändern. Aber waozu braucht man dann eigentlich eine Auto-Corpping-Funktion? (Foto: CNET).

Schließlich gibt es auch noch eine Auto-Cropping-Funktion. Sie versucht vorauszusagen, wie man ein Bild wohl beschnitten haben will, und zoomt dann den entsprechend Bereich heraus. Im Test liegt dieses Feature mit seinem Voraussagen ziemlich daneben, so dass man den Bereich doch manuell beschneiden muss.

Die Harman-Kardon-Lautsprecher sitzen an den Ecken des Gehäuses und sollen ordentlichen Sound produzieren.

Die Harman-Kardon-Lautsprecher sitzen an den Ecken des Gehäuses und sollen ordentlichen Sound produzieren (Foto: CNET).

Hardware

Im Inneren des 10,1-Zoll-Tablets Excite Pro arbeitet Nvidias 1,8 GHz schneller Quad-Core-Prozessor Tegra 4, dem zwei GByte Arbeitsspeicher zur Seite stehen. Das Tablet hat außerdem WLAN, (802.11a/b/g/n/ac (2,4 und 5 GHz), Bluetooth 4.0 und einen GPS-Empfänger an Bord. Dazu kommen noch ein Gyroskop, ein Beschleunigungsmesser und ein digitaler Kompass.

Anja Schmoll-Trautmann
Autor: Anja Schmoll-Trautmann
Redakteurin
Anja Schmoll-Trautmann Anja Schmoll-Trautmann Anja Schmoll-Trautmann

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