Musikvideoportal Vevo: Youtube-Alternative jetzt auch in Deutschland verfügbar

Die rund 75.000 Musikvideos der Youtube-Alternative Vevo sind ab sofort auch aus Deutschland zugänglich. Hierzulande können Anwender über die Vevo-Webseite, die mobilen Apps für iOS und Android, Apples Settop-Box Apple TV sowie Microsofts Spielkonsole Xbox auf den Videodienst zugreifen. Er wird durch Werbung finanziert.

Vevo war in den USA bereits 2009 an den Start gegangen. Im November 2012 folgten Großbritannien, Australien, Neuseeland und Brasilien, dann mit Frankreich, Italien und Spanien auch die ersten europäischen Länder. Nach zwei Jahre langen Verhandlungen mit der GEMA startet Vevo sein Musikvideoportal nun auch in Deutschland.

Musikvideoportal Vevo: Youtube-Alternative jetzt auch in Deutschland verfügbar

Die rund 75.000 Musikvideos der Youtube-Alternative Vevo sind ab sofort auch aus Deutschland zugänglich (Screenshot: ZDNet.de)

Vevo-Nutzer können auf einen Katalog von rund 75.000 Musikvideos zugreifen. Zum Start wartet Vevo mit einigen exklusiven Musikclips auf, um Kunden zu gewinnen. Ab heute ist die neueste Single “Kannste kommen” der Hamburger Hip-Hop-Band Fettes Brot zu sehen, morgen folgt Britney Spears’ “Work Bitch”. Zudem will Vevo täglich selbst produzierte Live-Mitschnitte von Bands wie Kings of Leon und Depeche Mode online stellen. Das Portal wird durch Werbung finanziert. Nach jeweils drei Musikvideos folgt ein Werbeclip.

In Deutschland können Anwender über die Vevo-Webseite, die mobilen Apps für iOS und Android, Apples Settop-Box Apple TV sowie Microsofts Spielkonsole Xbox auf den Videodienst zugreifen. Langfristig will Vevo weitere Gerätehersteller, etwa Anbieter von internetfähigen Fernsehern (Smart-TVs), für eine Kooperation gewinnen.

Anders als in anderen Ländern verzichtet Vevo hierzulande auf eine enge Kooperation mit Googles Plattform Youtube, da diese seit Jahren im Streit mit der Verwertungsgesellschaft GEMA liegt. Ursprünglich war Vevo ein Joint Venture von Sony Music Entertainment, Universal Music Group und Abu Dhabi Media, es gehört also unter anderem zwei Major Labels. Inzwischen hat Google aber einen Anteil von 10 Prozent erworben.

Auf Googles eigenem Videoportal Youtube erscheint in Deutschland statt Musikvideos meist ein Hinweis, dass die GEMA die erforderlichen Verlagsrechte nicht eingeräumt habe. Ende Januar hatte die GEMA Unterlassungsklage gegen Youtube eingereicht, um diese Sperrhinweise verbieten zu lassen. GEMA-Vorstand Harald Heker hält den Text für reine Stimmungsmache, da Youtube mehr Videos sperre als von der Verwertungsgesellschaft gefordert.

Beide Parteien streiten schon seit Jahren um die Per-Stream-Minimumvergütung für urheberrechtlich geschützte Musikstücke aus dem GEMA-Repertoire. Anfang des Jahres erklärte die GEMA die Verhandlungen mit Youtube für “vorerst gescheitert” und schaltete die Schiedsstelle des Deutschen Patent- und Markenamts ein.

Durch Verwendung eines ausländischen Proxy-Servers oder mittels diverser Tools lassen sich die in Deutschland angezeigten Sperrhinweise auf Youtube aber relativ einfach umgehen. Das Browser-Plug-in “YouTube Unblocker” beispielsweise erkennt gesperrte Videos automatisch und schaltet sie frei. Es liegt für Chrome, Firefox, Opera und Safari vor. Wem dies zu aufwändig ist, kann neuerdings auf Vevo ausweichen.

[Mit Material von Björn Greif, ZDNet.de]

Autor: Christian Schartel
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Neueste Kommentare 

Eine Kommentar zu Musikvideoportal Vevo: Youtube-Alternative jetzt auch in Deutschland verfügbar

  • Am 5. Oktober 2013 um 00:52 von Satan

    Vevo will nur deine Daten, Videos abspielen (ansehen) geht meißt nicht oder nur Schrott

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