Wie die Deutsche Telekom: O2 führt neue DSL-Tarife mit Datendrosselung ein

Nach der Deutschen Telekom und Congstar drosselt nun auch Telefónica Deutschland mit den neuen O2 DSL All-in-Tarifen die Geschwindigkeit der Internetverbindung, wenn Kunden ein bestimmtes Datenvolumen überschreiten.

Ähnlich wie die Deutsche Telekom und deren Tochter Congstar führt Telefónica Deutschland nun auch bei O2 neue DSL-Tarife mit Datendrosselung ein. Neben einer Flatrate ins Festnetz und alle deutschen Mobilfunknetze enthalten die neuen  “O2 DSL All-in“-Tarife auch eine volumenbasierte Bandbreitenbeschränkung für den Internetzugang.

Wie die Deutsche Telekom: O2 führt neue DSL-Tarife mit Datendrosselung ein

Nach der Deutschen Telekom und Congstar drosselt nun auch Telefónica Deutschland mit den neuen O2 DSL All-in-Tarifen die Geschwindigkeit der Internetverbindung, wenn Kunden ein bestimmtes Datenvolumen überschreiten (Screenshot: CNET.de).

Sie können in den Ausführungen S, M und L gebucht werden. Die Optionen S und M erlauben Download-Raten von bis zu 8 respektive 16 MBit/s und Upload-Raten von maximal 1 MBit/s. Der L-Tarif erreicht die Geschwindigkeit eines VDSL-Anschlusses. Er bietet bis zu 50 MBit/s im Downstream und 10 MBit/s im Upstream.

Bei den Tarif-Ausprägungen M und L ist eine sogenannte “Fair Flatrate“ enthalten, die ab sofort fester Vertragsbestandteil ist. Ab dem 1. Juli 2014 tritt die Datendrosselung dann in Kraft tritt. Erreicht ein Kunde drei Monate in Folge ein Datenvolumen von mehr als 300 GByte, drosselt Telefónica die Bandbreite in allen Folgemonaten bei erneuter Überschreitung von 300 GByte bis zum Ende des Abrechnungszeitraums auf 2 MBit/s. Bei der S-Variante greift die Drosselung generell schon ab 100 GByte. Wem das enthaltene Highspeed-Volumen nicht ausreicht, kann für den Rest des Monats optional Datenpakete hinzubuchen. Für 100 GByte zusätzlich verlangt Telefónica 4,99 Euro, für unbegrenztes Datenvolumen werden 14,99 Euro fällig.

Zur Einführung kosten alle All-in-Tarife in den ersten drei Monaten 14,99 Euro. Danach erhöht sich der Preis je nach Ausführung auf 24,99 Euro (S), 29,99 Euro (M) und 34,99 Euro (L) im Monat. Die einmalige Einrichtungsgebühr von 49,99 Euro entfällt für Neukunden bei Buchung bis zum 31. Oktober 2013. Die Tarife gibt es mit und ohne Vertragslaufzeit. Wer sich für eine Mindestlaufzeit von 24 Monaten entscheidet, erhält nach Anschlussaktivierung einen Willkommensbonus von 50 Euro, der mit laufenden Rechnungsbeträgen verrechnet wird. Wer bereits Mobilfunkkunde bei Telefónica ist, kann mit dem O2-Kombi-Vorteil monatlich bis zu 10 Euro bei der Grundgebühr sparen.

Passende Hardware für seine neuen DSL-Tarife bietet Telefónica ebenfalls an. Für einmalig 49,99 Euro erhalten Kunden für die Vertragsdauer einen WLAN-Router. Alternativ steht bei den Varianten S und M für 69,99 Euro die WLAN HomeBox zur Auswahl, die zusätzliche Funktionen bietet.

Telefónica betont, dass das neue “O2 DSL All-in”-Portfolio das freie Internet unterstütze. Es würden keinerlei Dienste priorisiert oder bevorzugt durchgeleitet. Dieser Hinweis ist wohl vor dem Hintergrund zu sehen, dass die Telekom den von seiner IPTV-Plattform “Entertain” verursachten Datenverkehr nicht auf das in ihren neuen Tarifen enthaltene Highspeed-Volumen anrechnen will. Kritiker warfen dem Bonner Konzern daher vor, eigene Dienste zu bevorzugen und Wettbewerber zu benachteiligen. Damit gefährde er den Grundsatz der Netzneutralität, der eine bestmögliche Übertragung jedes Datenpakets unabhängig von Sender, Empfänger und Inhalt vorsieht.

Wie die Deutsche Telekom: O2 führt neue DSL-Tarife mit Datendrosselung ein

[Mit Material von Björn Greif, ZDNet.de]

Autor: Christian Schartel
Christian Schartel Christian Schartel Christian Schartel

Neueste Kommentare 

5 Kommentare zu Wie die Deutsche Telekom: O2 führt neue DSL-Tarife mit Datendrosselung ein

  • Am 18. Oktober 2013 um 12:52 von Collalbo

    Ich stehe dem Gedrossel ja skeptisch gegenüber, aber dieser FairFlat finde ich…fair. Ich bin vielleicht kein Heavy-User, aber sicherlich im oberen Viertel unterwegs…AppleTV, PC,2 Notebooks, 2 Tablets, 2 Smartphones im haushalt….und bei uns sind jeden Monat zwischen 50 und 120 GByte weg. Da finde ich 300 ok und auch 5 EUR für 100 weitere GBs sind aus meiner sicht i.O.

    • Am 24. Oktober 2013 um 23:17 von Moep

      Wer an seinem persönlichen Internetverhalten die letzten 5 Jahre eine Prognose auf die nächsten 5 Jahre stellt, wird schnell feststellen, dass diese Grenzen ein Witz sind.
      Ich bin auch sicherlich kein Heavy user. Aber sollte ich mir einen neuen PC zulegen müssen und ich möchte meine (legal über Steam erworbene) Spielesammlung wieder installieren, sehe ich schwarz.
      Wie ist das mit den NextGen Konsolen?
      Onlinevideotheken florieren im Internet.
      Youtube in HD.
      Mediatheken in HD.
      und und und

      ARMES DEUTSCHLAND!

  • Am 2. November 2013 um 10:08 von Alex

    Wenn die Tarife dauerhaft nur 15€ kosten würden, wär es ok. Schließlich erhalte ich ja weniger Leistung als zuvor. Aber 25€ zahle ich im Moment eh schon (ehemaliger Alice-Tarif), das ganze ohne Drosselung aber mit sporadischen Ausfällen (O2 halt…). Bei 1&1 gibt es einen Tarif wie All-in-S mit 100GB Datenvolumen für 5€ weniger.

    5€ für 100GB zusätzliches Volumen sind Wucher und eine Frechheit! Den Provider kostet das GB irgendwas bei einem (!) Cent.

    O2 kriegt seinen Kram einfach nicht auf die Reihe!

  • Am 5. März 2014 um 11:07 von M. Wedekind

    Na es ist schon peinlich das wir im Land der Reichen immer mehr über den Tisch gezogen werden. Mal ein Blick auf die andere Seite des Teichs geworfen? Aussagen wie Absicherung soziales und und kann ich verstehen, net so gut. Doch Internet ohne Drosselung. Sehr hohe Bandbreiten. Superschneller Upload… Alles was man hier von drüben kriegt kostet 30% oder sogar 50% mehr da unten werden unsere Produkte dann aber für 30-50 % unter hiesigem Preis verramscht. Sogar über den Strpm werden wir verarscht der kostet in anderen Ländern 10-15 Euro cent je Kw/h. Nun auch noch die Drosselung mit der die Tcom ja nen schönen Stein losgetreten hat. All die Anbieter wie O2 die jetzt aufspringen und ihre Tarife ändern schaufeln sich hoffentlich ihr eigenes Grab. Denn wie ein Vorredner schon sagte, wer glaubt das der Datenverbrauch sinken wird den halte ich für ein wenig Realitätsfremd. Dann hat Tcom mit dem Entertain Paket anbietern wie O2 einen riesen Vorteil gegenüber speziell wenn diese Dienste der Tcom nicht in die Datenfreimenge mit einfließen. Ein um 5 Euro Teurerer Grundbetrag um Kosten zu deckeln, na ja könnte man verstehen aber die komplette Drosselung und lieber beim Preis bleiben ist eine Ünverschämtheit. Billigere Tarife und das alles, ist doch Augenwischerei dann können die Leute die nur ein geringes Volumen wollen doch auch jetzt schon über einen USB stick via Sim Karte Surfen. Ist billiger und siehe da man hat seine Volumenbegrenzung. Wenn ich sowas jedesmal sehe dann weiss ich das es Bergab geht und das im schweinsgalopp.

    • Am 1. Mai 2014 um 12:15 von Marco

      Haben Sie sich die Produkte eigentlich mal genauer angeschaut? Diese Verträge sind monatlich kündbar! Wenn das Volumen nicht ausreicht, such man sich einen neuen Anbieter. 300 GB sind jede Menge. Ich kann mir nicht vorstellen dass man, als normaler User, in den nächsten 2 bis 3 Jahren grundsätzlich einen höheren Verbrauch erzielt. Selbstverständlich gibt es auch Heavy User bei denen der Verbrauch bereits heute die 300Gb überschreitet. Für diese User kommt O2 dann einfach nicht in Frage. Wir fahren ja auch nicht alle Ford Fiesta.
      Man sollte hier einfach mal das Gesamtpaket betrachten:
      DSL Flat, Festnetz Flat, Mobil Flat, Monatlich kündbar!
      Ich nutze es bereits seit 4 Monaten und kann nur positives berichten. Keine Störungen und keine Ausfälle!

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *