Amazon Kindle Fire: die neuen Tablets sind auch bald in Deutschland lieferbar

Der neue Kindle Fire HD erscheint in Deutschland am 24. Oktober ab 129 Euro. HDX 7 und HDX 8.9 folgen am 13. und 19. November jeweils als reine WLAN- oder LTE/WLAN-Variante. Kostenpunkt: 229 respektive 379 Euro.

Amazon will seine drei Ende September vorgestellten Tablet-Modelle Kindle Fire HDX 8.9, Kindle Fire HDX 7 und Kindle Fire HD in Kürze auch in Deutschland ausliefern. Das überarbeitete Kindle Fire HD, das hierzulande ab 129 Euro erhältlich sein wird, macht am 24. Oktober den Anfang. Kindle Fire HDX 7 und HDX 8.9 folgen am 13. beziehungsweise 19. November. Alle Neuvorstellungen können ab sofort vorbestellt werden.

Die HDX-Modelle sind in einer WLAN- und einer LTE-Variante mit Vodafone-Startpaket erhältlich. Die Preise für die WLAN-Versionen beginnen bei 229 Euro für das HDX 7 und bei 379 Euro für das HDX 8.9. Für die LTE-Ausführungen verlangt Amazon mindestens 309 respektive 479 Euro. Das zusammen mit den LTE-Geräten angebotene Vodafone-Promo-Paket umfasst 5 GByte Datennutzung, 20 GByte Amazon-Cloudspeicher und einen Gutschein im Wert von 10 Euro für den Amazon App-Shop.

Als Zubehör bietet Amazon passende Origami-Schutzhüllen an, die auch als Ständer für die Geräte dienen. Sie können ebenfalls ab sofort vorbestellt werden und kosten je nach Ausführung zwischen 39,99 Euro und 69,99 Euro. Die Auslieferung erfolgt zusammen mit den Tablets.

Die neuen Kindle-Fire-Tablets von Amazon (Bild: David Carnoy/CNET)

Die neuen Kindle-Fire-Tablets von Amazon (Bild: David Carnoy/CNET)

Die jüngsten Vertreter der Kindle-Reihe laufen unter dem neuen Betriebssystem Fire OS 3.0, das auf Android 4.3 Jelly Bean basiert. Zudem hat Amazon gegenüber der Vorgängergeneration das Design überarbeitet und die Hardwarekomponenten aktualisiert.

Wie die Zahl im Namen schon andeutet, ist das Kindle Fire HDX 8.9 mit einer 8,9 Zoll großen Anzeige ausgestattet. Das gegenüber dem aktuellen 8,9-Zoll-Modell des Kindle Fire HD verbesserte HDX-Display bietet mit 2560 mal 1600 Bildpunkten eine deutlich höhere Auflösung (Kindle Fire HD 8.9: 1920 mal 1200 Pixel). Es ist dieselbe wie bei Googles 10-Zoll-Gerät Nexus 10. Aufgrund des kleineren Bildschirms kommt der Kindle mit 339 ppi sogar auf eine höhere Pixeldichte als das Google-Tablet. Amazon verspricht zudem eine hundertprozentige sRGB-Farbgenauigkeit, weniger Reflexionen, dynamische Bildkontraste und eine höhere Helligkeit.

Unter der Haube arbeitet statt des bisherigen Dual-Core-Chips Qualcomms neuester Quad-Core-Prozessor Snapdragon 800 (MSM8974) mit einer Taktrate von 2,2 GHz und einer Adreno-330-Grafikeinheit, der ein deutliches Leistungsplus verspricht. An internem Speicher stehen wieder 16, 32 oder 64 GByte zur Wahl. Die Akkulaufzeit beträgt laut Amazon jetzt 18 Stunden beim Lesen und 12 Stunden bei gemischter Nutzung. Neben der üblichen HD-Front-Kamera, hat Amazon dem HDX 8.9 auch eine rückseitige 8-Megapixel-Kamera spendiert.

Das Kindle Fire HDX 7, der Nachfolger des Kindle Fire HD, bietet ein verbessertes Full-HD+-Display mit einer Auflösung von 1920 mal 1200 Pixeln. Wie das HDX 8.9 ist auch die 7-Zoll-Version mit Qualcomms Snapdragon-800-CPU ausgerüstet und verfügt über dieselbe Speicherausstattung wie das größere Modell. Die rückseitige Kamera bleibt aber dem HDX 8.9 vorbehalten. Der überarbeitete Kindle Fire HD nutzt ein HD-Display mit einer Auflösung von 1280 mal 800 Bildpunkten, einen 1,5-GHz-Dual-Core-Prozessor und 8 GByte Speicher.

Alle drei Neuvorstellungen kommen mit einem überarbeiteten Design. Statt eines leicht gebogenen Gehäuses besitzen die neuen Kindle-Tablets jetzt eine kantigere Rückseite, sodass die Lautsprecher etwas mehr Luft haben, wenn die Geräte flach auf dem Tisch liegen. Einschaltknopf und Lautstärkeregler lassen sich nun etwas einfacher bedienen. Außerdem sind die Tablets deutlich leichter geworden. Das neue 8,9-Zoll-Gerät wiegt beispielsweise nur rund 375 Gramm. Der gleich große Vorgänger brachte noch ein Gewicht von 567 Gramm auf die Waage.

Als Betriebssystem ist auf allen Kindle-Fire-Tablets das neue Fire OS 3.0 (Codename Mojito) vorinstalliert. Es basiert auf der aktuellen Android-Version 4.3 Jelly Bean und bringt zahlreiche Verbesserungen mit. Grundlegend läuft das System schneller und reagiert präziser auf Berührungen und Gesten. Amazon hat weiterhin die Benutzeroberfläche überarbeitet. Neben der Karussell- ist nun auch eine Gitteransicht vorhanden. Nutzer können außerdem mit einem Klick alle Benachrichtigungen deaktivieren sowie im Hintergrund laufende Apps auf den Schirm holen, per Fingerwisch zwischen ihnen wechseln und sie wieder schließen. Der Download-Manager, der Silk-Browser und der Reader-Modus wurden ebenfalls verbessert.

Darüber hinaus können Besitzer eines Kindle-Fire-HDX-Tablets nicht mehr nur Videos via Amazon Prime streamen, sondern sie endlich auch auf das Tablet herunterladen und ohne Internetverbindung anschauen. Fire OS 3.0 erlaubt zudem das Streamen von Inhalten auf ein TV-Gerät. Damit können Anwender beispielsweise Videos auf dem Fernseher betrachten, im Web surfen oder Spiele spielen. Das Feature X-Ray weitet Amazon auf Musik aus. Es zeigt Liedtexte oder bei Filmen den Namen eines gerade laufenden Songs an. Außerdem wurden die Buchempfehlungen des im Mai von Amazon übernommenen Unternehmens Goodreads integriert.

Keine Rede ist in den deutschen Produktbeschreibungen von dem in den USA groß angekündigten Feature „Mayday“ – ein Button für Notfälle. Über die Einstellungen haben Kindle-Besitzer dort die Möglichkeit, sich direkt mit dem technischen Support verbinden zu lassen, falls es Probleme mit dem Gerät gibt. Innerhalb von 15 Sekunden soll ein Mitarbeiter zur Verfügung stehen, der per Remote-Zugang auf das Tablet zugreifen kann. Der Dienst wird in den Vereinigten Staaten laut Amazon durchgehend 24 Stunden pro Tag verfügbar sein.

[Mit Material von Björn Greif, ZDNet.de]

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Anja Schmoll-Trautmann
Autor: Anja Schmoll-Trautmann
Redakteurin
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