Expertenhilfe per Video-Chat: Googles neuer Dienst Helpouts geht an den Start

Google hat seine Expertenhilfe Helpouts offiziell gestartet. Über das Web-Portal können sich Nutzer von Experten per Video-Chat helfen lassen oder selbst Hilfeleistungen kostenlos oder gegen Bezahlung anbieten. Aktuell ist die Webseite nur in englischer Sprache verfügbar. In Deutschland können Anwender noch keine Hilfeleistungen über Helpouts anbieten, aber bereits mit Experten in Verbindung treten.

Vorgestellt hatte Google seinen neuen Dienst Helpouts bereits Ende August. Heute hat der Suchmaschinenbetreiber das Web-Portal offiziell in den USA gestartet. Über die derzeit nur in englischer Sprache verfügbare Webseite haben auch Nutzer aus Deutschland die Möglichkeit, sich mit Experten in Verbindung zu setzen, die ihnen bei den verschiedensten Themen behilflich sind. Die Beratung erfolgt in Form einer persönlichen Video-Sitzung via Googles Video-Chat-Dienst Hangouts. Zum Bespiel können Nutzer erlernen, wie man Gitarre spielt, ein Make-up aufträgt, Probleme mit dem PC behebt – und vieles mehr. Die Sitzungen finden je nach Angebot zu vereinbarten oder vorgegebenen Zeiten statt.

Expertenhilfe per Video-Chat: Googles neuer Dienst Helpouts geht an den Start

Google hat seine Expertenhilfe Helpouts offiziell gestartet. Über das Web-Portal können sich Nutzer von Experten per Video-Chat helfen lassen oder selbst Hilfeleistungen kostenlos oder gegen Bezahlung anbieten. Aktuell ist die Webseite nur in englischer Sprache verfügbar. In Deutschland können Anwender noch keine Hilfeleistungen über Helpouts anbieten, aber bereits mit Experten in Verbindung treten (Screenshot: ZDNet.de).

Potenzielle Spezialisten konnten sich bereits seit Juli für Googles neuen Dienst anmelden. In Deutschland können Anwender aktuell noch keine Hilfeleistungen über Helpouts anbieten. Allerdings können sie nach Hilfestellern oder “Helpout Providern” – wie sie Google bezeichnet – suchen und die verschiedenen Kategorien wie Art & Music, Cooking oder Computers & Electronics durchstöbern. Die Resultate lassen sich nach Verfügbarkeit, Preis, Bewertungen, Erfahrungsberichten und Qualifikationen filtern.

Die Hilfesteller müssen sich einer Sicherheits- und Hintergrundprüfung unterziehen, um für den Marktplatz zugelassen zu werden. Dann können sie selbst Hilfe anbieten. Über den Preis der von ihnen angebotenen Hilfesitzung entscheiden sie selbst. Entweder bieten sie ihre Dienste kostenlos an oder die Abrechnung erfolgt pro Minute beziehungsweise pro Sitzung. Bezahlt wird via Google Wallet. Bei den auf Helpouts vertretenen Experten handelt es sich um Selbständige oder Mitarbeiter von Firmen wie Weight Watchers oder Rosetta Stone.

Während einer Sitzung können Nutzer ihren Bildschirminhalt freigeben und dem Experten Rückmeldungen geben. Sollte sich der Berater um mindestens fünf Minuten verspäten, ist die Sitzung für den Auftraggeber kostenlos. Sollten Kunden aus irgendwelchen Gründen mit der Beratung unzufrieden sein, bietet Google im Rahmen einer Geld-zurück-Garantie Rückerstattung an.

Der Internetkonzern behält 20 Prozent der mit den Videositzungen erzielten Einnahmen ein – außer bei Helpouts aus dem Bereich Gesundheitswesen. Bisher verzichtet er aber auf die Gebühren, weil er aktuell noch mit der Preisstruktur für die verschiedenen Kategorien experimentiert. Dazu zählen Kunst und Musik, Computer und Elektronik, Kochen, Bildung und Karriere, Mode und Schönheitspflege, Fitness und Ernährung, Gesundheit sowie Heim und Garten.

“Stellen Sie sich vor, jedes Mal, wenn Sie feststecken, können Sie sich mit jemandem in Verbindung setzen, der Ihnen weiterhilft”, sagte Udi Manber, Vice President of Engineering bei Google, auf einer Pressekonferenz zur Vorstellung des Diensts. “Sehr oft brauchen Sie nicht nur ein vorgefertigtes Video”, erläuterte er die Vorteile von Helpouts gegenüber Video-Tutorials auf Youtube. “Sie benötigen jemanden, der sieht, was Sie mit Ihren Händen machen” – etwa im Fall von Gitarrenstunden.

Kleinere Websites wie PopExpert und Maestro Market bieten ähnliche Services wie Helpouts an, doch Googles Dienst dürfte für eine bedeutend größere Aufmerksamkeit sorgen. Manber hofft, dass die Plattform eine neue Art der Freiwilligkeit schafft, indem anerkannte Experten aus verschiedenen Bereichen ihre Zeit kostenlos zur Verfügung stellen. Unternehmen könnten Helpouts zudem nutzen, um neue Produkte zu bewerben. Darüber hinaus will Google APIs für Entwickler bereitstellen, wofür es aber noch keinen Zeitplan genannt hat. Zum Start unterstützt Helpouts auch Android-Smartphones, was beispielsweise praktisch ist, wenn ein Heimwerker-Experte detaillierte Bilder der vom Nutzer erledigten Arbeit sehen muss. Ob und wann Helpouts auch hierzulande starten wird, ist unklar.

[Mit Material von Björn Greif, ZDNet.de]

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