Mittelklasse-Android-Smartphone zum Einstiegspreis: Motorola stellt das Moto G für 169 Euro vor

Das Android-Smartphone Motorola Moto G bietet für einen Preis von 169 Euro (8 GByte-Variante) eine vergleichsweise hochkarätige Ausstattung. Es ist mit einem 1,2-GHz-Quad-Core-Prozessor, einem 4,5-Zoll-HD-Display, 8 GByte Speicher, einer 5-Megapixel-Kamera, einer langen Akkulaufzeit und Android 4.3 Jelly Bean ausgestattet sein. Das Moto G wird noch heute in Brasilien und in einigen europäischen Regionen erhältlich sein.

Mit dem Nexus 5 hat Google erst kürzlich ein Android-Smartphone herausgebracht, das eine High-End-Ausstattung zu einem vergleichsweise günstigen Preis bietet. Die Google-Tochter Motorola hat mit dem Moto G nun ein Gerät mit einem ähnlich guten Preis-/Leistungsverhältnis vorgestellt. Im Gegensatz zum Nexus 5 nimmt es aber nicht die Oberklasse ins Visier, sondern die Mittelklasse.

Mittelklasse-Android-Smartphone zum Einstiegspreis: Motorola stellt das Moto G vor

Das Android-Smartphone Motorola Moto G bietet für einen Preis von 169 Euro (8 GByte-Variante) eine vergleichsweise hochkarätige Ausstattung. Es ist mit einem 1,2-GHz-Quad-Core-Prozessor, einem 4,5-Zoll-HD-Display, 8 GByte Speicher, einer 5-Megapixel-Kamera, einer langen Akkulaufzeit und Android 4.3 Jelly Bean ausgestattet sein. Das Moto G wird noch heute in Brasilien und in einigen europäischen Regionen erhältlich sein (Bild: Motorola).

Denn das Moto G ist für unter 200 Euro erhältlich. Die unverbindliche Preisempfehlung beträgt 169 Euro mit 8 GByte Speicher und 199 Euro mit 16 GByte Speicher. Das Moto G wird noch heute in Brasilien und in einigen europäischen Regionen erhältlich sein. In den kommenden Wochen soll es dann in Latein Amerika, Kanada, Asien und weiteren europäischen Ländern zum Verkauf stehen. In Deutschland wird das Android-Smartphone ab dem 21. November erhältlich sein. Anbieten wird es unter anderem Amazon, Media Markt, Saturn und O2.

Für das Geld kommt das Moto G mit einer Ausstattung, die viele andere Hersteller erst ab höheren Preisen zu bieten haben. Das Moto G ist beispielsweise mit einem 1,2-GHz-Quad-Core-Prozessor von Qualcomm (Snapdragon 400, MSM8926) ausgestattet, dem 1 GByte RAM zur Seite stehen. Außer dem seit heute zum Verkauf stehenden Aldi-Smartphone Medion Life X4701, dem Acer Liquid E2 und dem Huawei Ascend G525 sind fast alle derart preiswerten Smartphones mit Dual-Core-Prozessoren ausgerüstet. Im Gegensatz zum Quad-Core-Tegra-3-Prozessor des Aldi-Smartphones, der bereits ein Jahr alt ist, ist das Moto G auch mit einem aktuelleren Chip ausgestattet.

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Das Moto G ist mit einem 4,5-Zoll-Display mit einer HD-Auflösung von 1280 mal 720 Pixel ausgestattet. Bei der Konkurrenz gibt es in der Regel 4-Zoll-Diagonalen und höchstens eine qHD-Auflösung von 960 mal 540 Pixel (Bild: CNET.com).

Ein weiterer Pluspunkt ist das 4,5-Zoll-Display. Es ist nicht nur größer als die meisten Anzeigen der Konkurrenz, sondern es kommt auch mit einer höheren HD-Auflösung von 1280 mal 720 Pixel. Bei der Konkurrenz gibt es in der Regel 4-Zoll-Diagonalen und höchstens eine qHD-Auflösung von 960 mal 540 Pixel. Eine Ausnahme ist beispielsweise das Medion-Smartphone, das ein 4,7-Zoll-HD-Display bietet. Allerdings bietet das Moto G mit einer Pixeldichte von 329 ppi die schärfere Anzeige. Auf dem Papier übertrifft es in Sachen Schärfe sogar knapp das Display des iPhone 5S, das auf 326 ppi kommt.

An internem Speicher bietet das Moto G mit 8 GByte beziehungsweise 16 GByte ebenfalls eine Top-Ausstattung für seine Preisklasse. Hier kann wiederum nur das X4701 mithalten, das für 179 Euro ebenfalls 8 GByte bietet. Acers und Huaweis Geräte bieten beispielsweise nur 4 GByte an internem Speicherplatz. Dafür hat das Moto G allerdings keinen MicroSD-Kartenslot zum Erweitern der Kapazität wie beispielsweise das Medion-Gerät. Dafür gibt es bei Motorola aber 50 GByte kostenlosen Speicher bei Google Drive mit dazu.

Der Akku des Moto G verfügt über eine Kapazität von 2,070 mAh und ist ebenfalls ordentlich für diesen Preis. Die Akkulaufzeit hebt Motorola sogar als besonders lange hervor. Der Akku ermöglicht laut Hersteller eine Laufzeit von 24 Stunden bei normaler Nutzung. Wie lange das Moto G tatsächlich mit einer Akkuladung auskommt, wird sich zwar noch zeigen müssen, aber dem ersten Eindruck nach scheint es auch in diesem Bereich der Konkurrenz überlegen zu sein.

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Das Moto G ist wie viele andere Android-Smartphones dieser Preisklasse mit einer 1.3-Megapixel-Webcam auf der Vorderseite sowie einer 5-Megapixel-Kamera auf der Rückseite ausgestattet (Bild: CNET.com).

Zur weiteren Ausstattung gehören eine 1.3-Megapixel-Webcam auf der Vorderseite sowie eine 5-Megapixel-Kamera auf der Rückseite. Letzterer stehen ein LED-Blitz, ein vierfacher digitaler Zoom, ein Zeitlupe-, ein Serienbild-, ein HDR- sowie ein Panorma-Modus zur Seite. Beide Kameras nehmen Videos mit einer Auflösung von 720p auf. Auch das ist eine solide Ausstattung. Viele ähnliche günstige Smartphones kommen ebenfalls nur mit einer 5-Megapixel-Knipse. Die Knipse des Aldi-Smartphones bietet hingegen eine 8-Megapixel-Auflösung. Allerdings ist die Auflösung auch nicht das einzige Kriterium, das für eine gute Bildqualität der Fotos steht.

Einen deutlicheren Vorteil hat das Moto G gegenüber seiner Konkurrenz im Bereich der Software. Als Betriebssystem ist bereits Android 4.3 Jelly Bean (unveränderte Stock-Android-Version) vorinstalliert, das nach Android 4.4 die aktuellste OS-Version ist. Diese wird auch gerade erst für High-End-Geräte wie das Galaxy S4 oder HTC One ausgeliefert. Die vergleichbare Konkurrenz ist im Preissegment unter 200 Euro in der Regel mit Android 4.1 Jelly Bean ausgestattet. Motorola hat zudem angekündigt, dass ein Update auf Android 4.4 KitKat bereits im Januar 2014 erhältlich sein wird. Damit ist es der Konkurrenz um Längen voraus, für die es ein Update auf Android 4.4 möglicherweise gar nicht geben wird.

Im Bereich der Kommunikation bietet das Moto G WLAN (802.11 b/g/n), UMTS (HSPA+, 21 MBit/s), GPS, Glonass sowie Bluetooth 4.0. NFC gibt es beispielsweise nicht. Hier sticht das Moto G nicht unbedingt hervor, muss sich aber auch nicht vor der Konkurrenz verstecken.

Mittelklasse-Android-Smartphone zum Einstiegspreis: Motorola stellt das Moto G vor

Das Moto G misst 129,9 Millimeter in der Höhe, 65,9 Millimeter in der Breite und 6 bis 11,6 Millimeter in der Tiefe. Damit ist es kompakter als so manches 4,3-Zoll-Gerät (Bild: CNET.com).

Anders beim Design. Dank eines vergleichsweise dünnen Display-Rahmens kommt das Moto G lediglich auf eine Abmessung von 129,9 mal 65,9 Millimeter und ist damit kompakter als so manches 4,3-Zoll-Gerät. Die Rückseite ist ähnlich wie beim Moto X abgerundet und misst an der dünnsten Stelle 6 Millimeter. An der dicksten Stelle sind es zwar 11,6 Millimeter, aber insgesamt wirkt das Smartphone dadurch richtig schlank. Das Medion Life X4701 ist beispielsweise durchgehend 11 Millimeter dick und mit einem Gewicht von 155 Gramm auch ein Stück schwerer als das Motorola-Gerät, das auf 143 Gramm kommt. Außerdem ist die Rückseite des Moto G auswechselbar und in verschiedenen Farben erhältlich.

Mittelklasse-Android-Smartphone zum Einstiegspreis: Motorola stellt das Moto G vor

Die Rückseite des Moto G ist auswechselbar und in verschiedenen Farben erhältlich (Bild: CNET.com).

Für 169 Euro beziehungsweise 199 Euro bietet das Moto G insgesamt eine ausgezeichnete Ausstattung. Wer sich überlegt hatte, das Medion Life X4701 bei Aldi Nord zu kaufen, sollte jedenfalls seine Entscheidung nochmals überdenken, denn es wäre definitiv nicht unsere erste Wahl. Für das Geld bekommt man mit dem Moto G nämlich ein besseres Gerät, wenn man denn mit einer 5-Megapixel-Kamera und ohne microSD-Kartenslot zufrieden ist. Dual-SIM-Versionen des Moto G sind übrigens auch für einige Märkte geplant.

[Mit Material von Andrew Hoyle, CNET.com]

Autor: Christian Schartel
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