Apple iPad Mini Retina zerlegt: 1,3-GHz-A7-CPU, LG-Display und 6471-mAh-Akku

Das Apple iPad Mini mit Retina-Display ist im Vergleich zum iPad Air mit dem minimal langsameren 1,3-GHz-A7-CPU des iPhone 5S, wie zu erwarten einem LG-Display und einem 6471-mAh-Akku ausgestattet. Es ist seit dieser Woche ab einem Preis von 389 Euro erhältlich.

Seit Kurzem ist das Apple iPad Mini Retina in Deutschland erhältlich. Die Zerlege-Experten von iFixit haben schon ein Exemplar ergattert, es auseinander genommen und das Innenleben des Tablets ganz genau untersucht.

Apple iPad Mini Retina zerlegt: 1,3-GHz-A7-CPU, LG-Display und 6471-mAh-Akku

Das Apple iPad Mini mit Retina-Display ist im Vergleich zum iPad Air mit dem minimal langsameren 1,3-GHz-A7-CPU des iPhone 5S, wie zu erwarten einem LG-Display und einem 6471-mAh-Akku ausgestattet. Es ist seit dieser Woche ab einem Preis von 389 Euro erhältlich (Bild: iFixit).

Als Prozessor kommt wie beim iPhone 5S und iPad Air der neue 64-Bit-A7-Chip zum Einsatz. iFixit konnte allerdings ermitteln, dass es sich um die mit 1,3 GHz etwas langsamere Variante APL0698 handelt, die auch im iPhone 5S steckt, während das aufgrund seiner Größe besser gekühlte iPad Air einen A7 mit 1,4 GHz enthält. Das 1 GByte große LPDDR3-RAM erweist sich als Elpida-Baustein, während die 16 GByte Flash-Storage von Toshiba stammen.

Ein weiterer interessantester Fakt ist der Hersteller des Displays, der wie erwartet LG – und nicht etwa Sharp – ist. Die Retina-Displays, die von Sharp gefertigt werden, sollen mit Einbrennproblemen zu kämpfen und Apples Qualitätstests nicht bestanden haben. Manche Marktbeobachter erwarten, dass Apple aus diesem Grund ein Lieferengpass bevorsteht. Dass das Exemplar von iFixit mit einem LG-Display bestückt ist, kann diese Berichte zumindest nicht widerlegen. Der Touchscreen-Controller ist wenig überraschend ein Broadcom BCM5976. Ihn hatte Apple schon im iPhone 5 und 5S sowie im iPad Air verbaut.

Beschleunigungs- und Bewegungssensor steuert wie im iPad Air STMicro bei. Die Probleme des iPhone 5S mit dem Kompass sollten in diesem Gerät also nicht auftreten. Vermutlich verursacht sie dessen Bewegungssensor Bosch Sensortech BMA220.

iFixit hat zudem die Akku-Kapazität herausgefunden. Mit 6471 mAh sowie 24,3 Wh beträgt sie rund 50 Prozent mehr als im ersten iPad Mini. Dies hatte nur einen Akku mit 16,3 Wh enthalten. Die offiziell angegebene Laufzeit ist mit 10 Stunden allerdings gleich geblieben; iFixit spekuliert daher, das hochauflösende Display benötige deutlich mehr Strom. Schließlich ist die Pixeldichte auf 326 ppi angestiegen. Das iPad Air mit der identischen Auflösung von 2048 mal 1536 Pixeln bei 9,7 Zoll Diagonale kommt übrigens nur auf 264 ppi.

Wie üblich wurde das iPad Mini Retina auch auf seine Reparierbarkeit geprüft. Um das Tablet auseinanderzunehmen, benötigte iFixit unter anderem ein Plektrum für Gitarren. Die Zerlegespezialisten verzeichnen immerhin einen “kleine Sieg für die Reparierbarkeit”: Das Mainboard des Tablets ist nicht mit Klebstoff, sondern mit Schrauben im Gehäuse befestigt. Reichlich Klebstoff habe man aber zur Befestigung der Frontabdeckung, der beiden Kameras und der Konnektoren gefunden, heißt es.

Zudem seien die von Apple verwendeten Schrauben so winzig, dass man während des Zerlegens nicht niesen dürfe, schreibt iFixit. Auch habe Apple den Lightning-Anschluss fest verlötet, weshalb man streng darauf achten müsse, seine Pins nie zu verbiegen – ein Wechsel sei kaum möglich. Insgesamt erhält das iPad Mini daher 2 von 10 Punkten für die Reparierbarkeit – ebenso viele wie das iPad Air und einen Punkt mehr als Microsofts Surface 2 Pro.

[Mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de]

Autor: Christian Schartel
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