PlayStation 4 angezockt: Sonys neue Konsole im Test

Im Gegensatz zu Microsoft, das sich bei der Xbox One verstärkt auf Unterhaltungs-Funktionen konzentriert, rückt Sony weiterhin das Gaming in den Mittelpunkt und hat in Sachen Leistung und Grafik die Oberhand. Fast alle Spiele stellt die PS4 mit einer Full-HD-Auflösung von 1080p dar. Auf der Xbox One laufen sie häufig nur mit 720p. Dafür bietet die Xbox mit der Live-TV-Integration und Bedienmöglichkeiten für das AV-Equipment Features, die es bei der PS4 nicht gibt. Wir haben uns den PS3-Nachfolger angesehen.

Die PlayStation 4 kommt in Europa beziehungsweise Deutschland, Österreich und der Schweiz am 29. November auf den Markt. Hierzulande kostet sie 399 Euro und ist damit 100 Euro günstiger als die Konsole des großen Rivalen Microsoft. Der Preisunterschied kommt allerdings zum Teil dadurch zustande, dass die Xbox One zusammen mit der Kinect-Kamera verkauft wird, die PS4 hingegen ohne die Eye-Kamera erhältlich ist.

In den USA ist die PS4 schon seit dem 15. November erhältlich. Unsere US-Kollegen hatten bereits die Möglichkeit, die neue PlayStation unter die Lupe zu nehmen.

Lieferumfang

In der rund 4 Kilogramm schweren Schachtel finden Käufer neben der Konsole auch eine Reihe an Zubehör. Enthalten sind nicht nur ein Wireless-DualShock-4-Controller, eine Kurzanleitung, ein USB-Ladekabel und ein Stromkabel, sondern auch ein einfaches Mono-Headset sowie – Trommelwirbel – ein HDMI-Kabel. Das gab es bei der PS3 nicht. Das HDMI-Kabel musste damals separat erworben werden.

(Bild: CNET)

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Setup

Bevor sich am 29. November alle Features der neuen Sony-Konsole nutzen lassen, muss ein Update auf die Firmware-Version 1.51 heruntergeladen und installiert werden, sobald der PlayStation-3-Nachfolger daheim angeschlossen und mit dem Internet verbunden ist. Das Update ist rund 300 MByte groß und schaltet eine Reihe an Funktionen frei, die ab Werk noch nicht verfügbar sind. Darunter den Online-Multiplayer-Modus, die Möglichkeit, Blu-rays oder DVDs anzuschauen, sowie die Features Remote-Play, Second Screen, Play-as-you-Download oder Multi-Login.

Sollte keine Internetverbindung vorhanden oder zum Launch die Server überlastet sein, besteht auch die Möglichkeit, das Update am PC herunterzuladen und per USB-Stick einzuspielen. Eine Anleitung hält folgender Artikel bereit.

Hardware & Design

Trotz seiner geringen Größe – zumindest im Vergleich zur Xbox One – hat die PS4 jede Menge Power unter der Haube. Herzstück ist eine x86-CPU von AMD mit acht „Jaguar“-Kernen und eine AMD-Radeon-GPU mit 18 Recheneinheiten und einer Speicherbandbreite von 1,84 Teraflops. Sie ist mit 8 GByte DDR5-RAM ausgestattet und stellt fast alle Spiele in 1080p dar.

Die Festplatte ist mit 500 GByte genauso groß wie die der Xbox One. Sie lässt sich im Gegensatz zu Microsofts Konsole aber austauschen. Nutzer, denen der Speicherplatz nicht ausreicht, können einfach eine größere SATA-Festplatte (für Laptops) oder eine SSD einbauen.

(Foto: CNET)

Das Design der neuen PS4 erinnert mehr an die PlayStation 2 als an den direkten Vorgänger. Die schwarze Box ist wieder deutlich kantiger geworden und hat grob die Form eines Parallelogramms. Die Konsole misst in der Breite, Tiefe und Höhe 27,5 mal 30,5 mal 5 Zentimeter und ist damit deutlich kompakter als die Xbox One (Foto: CNET).

Als optisches Laufwerk kommt wie beim Vorgänger ein Blu-ray-Drive zum Einsatz. Die Schnittstellenausstattung umfasst drei USB-3.0-Ports, HDMI, einen analogen AV-Ausgang und einen optischen digitalen Audioausgang. An Verbindungsoptionen sind WLAN nach 802.11b/g/n, Ethernet und Bluetooth 2.1 vorhanden. Sony hat allerdings angedeutet, dass das meiste aktuelle Bluetooth-Zubehör – inklusive Headsets und ältere DualShock-3-PS3-Controller – nicht mit der PS4 funktioniert. Die Ausnahme ist ein PlayStation-Move-Controller, falls Spiele diesen unterstützen.

(Foto: CNET)

Die Schnittstellenausstattung umfasst drei USB-3.0-Ports, HDMI, einen analogen AV-Ausgang und einen optischen digitalen Audioausgang. An Verbindungsoptionen sind WLAN nach 802.11b/g/n, Ethernet und Bluetooth 2.1 vorhanden (Foto: CNET).

Die PS4 kann wie die Xbox One nur digital über den HDMI-Port angeschlossen werden. Composite- oder Component-Ausgänge für den Anschluss eines älteren Standard-Definition-TVs gibt es nicht.

Das Design der neuen PS4 erinnert mehr an die PlayStation 2 als an den direkten Vorgänger. Die schwarze Box ist wieder deutlich kantiger geworden und hat grob die Form eines Parallelogramms. Die Konsole misst in der Breite, Tiefe und Höhe 27,5 mal 30,5 mal 5 Zentimeter und ist damit deutlich kompakter als die Xbox One. Die Oberfläche der Konsole ist zu einem Drittel glänzend und zu zwei Drittel matt.

Im Gegensatz zur Xbox One, die nur in horizontaler Lage betrieben werden darf, kann die PS4 auch hochkant aufgestellt werden. Sony empfiehlt zwar den Standfuß zu verwenden, allerdings scheint die Konsole auch ohne das Zubehör sicher zu stehen.

(Foto: CNET)

Die neue Eye Camera verfügt jetzt über zwei Kameras, die alle Aktivitäten bis zu einem Winkel von 85 Grad erfassen können. Das sind ein paar Grad mehr als noch bei der Vorgänger-Version. Zudem bringt sie vier integrierte Mikrofone für Geräuscherkennung und –ortung mit (Foto: CNET).

Die PlayStation-4-Eye-Kamera ist separat erhältlich. Sie kostet rund 50 Euro. Allerdings gibt es sie auch im Bundle mit einem zweiten Controller und dem Spiel Killzone Shadow Fall für 499 Euro. Erhältlich ist das Paket beispielsweise bei Amazon. Allerdings wird es erst ab 23. Dezember verfügbar sein.

Die Kamera wird auf den TV gelegt und kommuniziert mit PlayStation Move und dem DualShock 4 Controller, um die Bewegung der Spieler zu verfolgen. Die neue Eye Camera verfügt jetzt über zwei Kameras, die alle Aktivitäten bis zu einem Winkel von 85 Grad erfassen können. Das sind ein paar Grad mehr als noch bei der Vorgänger-Version. Zudem bringt sie vier integrierte Mikrofone für Geräuscherkennung und –ortung mit.

Mit der Eye-Kamera können PS4-Besitzer die Konsole per Sprachsteuerung bedienen und sich per Gesichtserkennung einloggen – ganz ähnlich wie mit Microsofts Kinect-Kamera. Allerdings lassen sich bei der PlayStation 4 nur einige Schlüsselfunktionen steuern. Anwender können beispielsweise Spiele starten oder während des Zockens Screenshots per Sprachbefehl aufnehmen. Die Xbox One bietet in diesem Bereich allerdings weit mehr Möglichkeiten.

Die PlayStation-Kamera hat daneben noch andere Funktionen. Zum Beispiel können Eye-Kamera-Besitzer die Livestreams ihrer Spiele auf Twitch oder UStream kommentieren oder sich mit dem Augmented-Reality-Spiel The Playroom vergnügen. Ohne Kamera gibt es diese Möglichkeiten nicht.

Christian Schartel
Autor: Christian Schartel
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