PlayStation 4: Streaming-Zugang zu PS3-Spielen noch in weiter Ferne

Die PlayStation 4 wird in Europa frühestens im Jahr 2015 Streaming-Zugang zu PS3-Spielen bieten. In Nord Amerika wird das Feature im dritten Quartal 2014 an den Start gehen

Wie die Xbox One ist auch die PlayStation 4 ab Werk nicht abwärtskompatibel. Zumindest spielt sie alte Disks nicht ab. PS3-Spiele aus dem PlayStation-Store lassen sich laut Sony ebenfalls nicht übertragen.

PlayStation 4: Streaming-Zugang zu PS3-Spielen noch in weiter Ferne

Die PlayStation 4 wird in Europa frühestens im Jahr 2015 Streaming-Zugang zu PS3-Spielen bieten. In Nord Amerika wird das Feature im dritten Quartal 2014 an den Start gehen (Bild: CNET.com).

Allerdings hat Sony angekündigt, dass Anwender in Zukunft über die PlayStation Cloud Streaming-Zugang zu Titeln der Vorgänger-Konsole erhalten. Damit ist die PS4 dann im Prinzip doch abwärtskompatibel, obwohl sie selbst keine alten PS3-Datenträger unterstützt. Als Basis für den Dienst dient die Cloudtechnik der im Juli 2012 übernommenen Firma Gaikai, die auch Videostreaming via Netflix, Hulu oder Vudu unterstützt. Wie Sony bereits verlauten ließ, wird das Feature aber nicht vor 2014 verfügbar sein. Zudem werden nicht alle, sondern nur die beliebtesten Titel als Streaming-Versionen angeboten.

Die Webseite Eurogamer hat nun Andrew House, dem CEO von Sony Computer Entertainment, in einem Interview etwas nähere Informationen zum Start des Features entlockt. Demnach wird das Streamen von PS3-Titeln anfangs nur in den USA und in Kanada möglich sein. Dort soll der Dienst im dritten Quartal des Jahres 2014 an den Start gehen. In Europa soll er nicht vor 2015 verfügbar sein. Einen konkreteren Termin konnte selbst House nicht nennen.

In dem Gespräch gibt House noch einen Ausblick auf die ferne Zukunft. Hinter der Übernahme von Gaikai stecken große Pläne. Sony will sich auf lange Frist neue Distributionswege für Spiele erschließen. Der Trend geht klar in Richtung Cloud-Gaming beziehungsweise Gaming-as-a-Service. Die Vision ist es, in Zukunft das Zocken in Konsolenqualität auf einer Vielzahl von vernetzten Geräten zu ermöglichen, auch wenn die Hardware dafür nicht ausgelegt ist. So will Sony beispielsweise den Streaming-Zugang zu Spielen auch auf die PS Vita ausweiten.

Die PS4 ist mit einer x86-CPU von AMD mit acht “Jaguar”-Kernen, einer AMD-Radeon-GPU mit 18 Recheneinheiten und einer Speicherbandbreite von 1,84 Teraflops sowie 8 GByte DDR5-RAM ausgestattet und hat im Vergleich zum Vorgänger deutlich mehr Power unter Haube. In Sachen Leistung und Grafik hat sie auch im Vergleich mit der Xbox One knapp die Nase vorne. Fast alle Spiele stellt die PS4 mit einer Full-HD-Auflösung von 1080p dar. Auf der Xbox One laufen sie häufig nur mit 720p.

Ein Fortschritt gegenüber dem Vorgänger ist neben der verbesserten Hardware der deutlich optimierte Controller und das verbesserte Interface. Wie bei fast jedem Start einer neuen Konsolengeneration gibt es aber anfangs noch nicht allzu viele Spiele, und die, die es gibt, nutzen auch teilweise die Fähigkeiten des neuen Systems noch nicht aus. Hinzu kommen einige Einschränkungen gegenüber der PS3. Der Multiplayer-Modus ist beispielsweise nur noch für zahlende PS-Plus-Mitglieder verfügbar. Zudem hat Sony das Streamen von Inhalten per DLNA sowie die Wiedergabe von MP3s (bisher) und 3D-Blu-rays nicht integriert. Weitere Informationen zur neuen PlayStation 4 hält folgender Testbericht bereit.

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Autor: Christian Schartel
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