Googles Android-Gründer Andy Rubin entwickelt zukünftig Roboter

Das Unternehmen hat jetzt nach Glass & Co. sein nächstes Moonshot-Projekt vorgestellt. Google hat sich dafür bereits passende Verstärkung geholt und sieben Spezialfirmen gekauft.

Andy Rubin, Manager der Google Inc., und sein Team beschäftigen sich jetzt mit Robotern. Es handle sich um eines jener langfristigen Zukunftsprojekte, die bei Google Moonshot heißen, sagte er der New York Times. Zu ihnen zählen auch selbstlenkende Autos und die Brille Google Glass, die nächstes Jahr Marktreife erlangen soll.

Android-Chef Andy Rubin (Bild: James Martin / News.com)

Android-Chef Andy Rubin (Bild: James Martin / News.com)

„Wie bei jedem Moonshot-Projekt muss man die Zeit als Faktor einrechnen. Wir brauchen genug Anlauf und eine Vision für zehn Jahre“, sagte Rubin, der früher für Android zuständig war, diese Aufgabe aber im März 2013 an Sundar Pichai übergab. Google-CEO Larry Page erinnert jetzt auf Google+ an diesen immensen Erfolg von Rubin: „Seine letzte große Wette, Android, begann als verrückte Idee, die am Ende einen Supercomputer in hundert Millionen Hosentaschen ermöglichte. Es ist noch sehr früh, aber ich kann die Fortschritte des neuen Projekts kaum abwarten.“

Rubin sieht im Kontext Robotikforschung einen Vorteil von Google darin, dass es sowohl Hardware als auch Software herstellen kann: „Wir bauen Systeme, sodass ein Team die komplette Technik verstehen wird.“ Die New York Times hat aber auch recherchiert, dass mit sieben Übernahmen die Grundlagen geschaffen wurden. Der Schwerpunkt liegt demnach im Bereich Fabrikautomatisierung.

Android-Chef Andy Rubin (Bild: James Martin / News.com)

Der Hersteller dieses humanoiden Roboters, Schaft aus Japan, wurde von Google übernommen (Bild: Schaft).

Übernommen wurden im einzelnen Schaft, eine Gründung von Forschern der Universität Tokio, die humanoide Roboter herstellt; das Start-up Industrial Perception, das Lastwägen von Robotern beladen und entladen lässt; Meka, dessen Roboter mit Menschen zusammenarbeiten können; Redwood Robotics, das Roboterarme herstellt; Bot & Dolly, dessen Roboterarme schon im Kino zu sehen waren – etwa in „Gravity“; sein Schwesterunternehmen Autofuss; und schließlich Holomni, das holonome Räder für Fahrzeuge entwickelt.

Mit Automatisierung hatte schon am Wochenende der Onlinehändler Amazon Schlagzeilen gemacht. Er arbeitet an einem neuen Lieferdienst namens Amazon Prime Air. In vier bis fünf Jahren könnten seine Drohnen so weit sein, dass sie innerstädtische Bestellungen innerhalb von 30 Minuten ausliefern.

[mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de]

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Anja Schmoll-Trautmann
Autor: Anja Schmoll-Trautmann
Redakteurin
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