Android 4.4: CyanogenMod stellt erste Nightlies und M-Builds zur Verfügung

Die ersten Nightlies sowie M-Builds von CyanogenMod 11 auf Basis von Android 4.4 Kitkat stehen ab sofort für rund 30 Smartphones und Tablets zum Download bereit. Die neuste Version Android 4.4.1 (Build: KOT49E) wird den nächsten Nightly-Builds von CyanogenMod 11 zugrunde liegen.

Nach der Veröffentlichung der finalen Version des Custom ROMs CyanogenMod 10.2, das auf Android 4.3.1 Jelly Bean basiert, hat das CyanogenMod-Team wie versprochen mit der Entwicklung von CyanogenMod 11 auf Basis von Android 4.4 Kitkat begonnen und erste Nightly-Builds für rund 30 Android-Geräte veröffentlicht.

Android 4.4: CyanogenMod stellt erste Nightlies und M-Builds zur Verfügung

Die ersten Nightlies sowie M-Builds von CyanogenMod 11 auf Basis von Android 4.4 Kitkat stehen ab sofort für rund 30 Smartphones und Tablets zum Download bereit. Die neuste Version Android 4.4.1 (Build: KOT49E) wird den nächsten Testversionen von CyanogenMod 11 zugrunde liegen (Bild: CyanogenMod).

Zum Download stehen die ersten Testversionen von CyanogenMod 11 beispielsweise für das LG G2, das Sony Xperia Z, das Google Nexus S, das Galaxy Nexus, das HTC One S, das Sony Xperia V oder das Galaxy Note II (LTE). Zusätzlich stehen für die Google-Smartphones Nexus 4 und 5, sowie für das Tablet Nexus 10 und alle Varianten des Nexus 7 die als stabiler geltenden M-Varianten auf Basis von Android 4.4 zur Verfügung.

Die ersten Nightlies der Version 11 basieren auf Android 4.4. Die neuste Version Android 4.4.1 (Build: KOT49E), die Google seit letztem Freitag für seine Smartphones Nexus 5 und Nexus 4 sowie die Tablets Nexus 7 und Nexus 10 ausliefert, wird den nächsten Nightly-Builds zugrunde liegen.

Mit dem Custom ROM können sich Smartphone-Besitzer, deren Geräte noch mit älteren Android-Versionen arbeiten, bereits das neue Android 4.4 Kitkat installieren. Zudem bietet CyanogenMod im Vergleich zur Standardversion von Android zusätzliche Features, die den Umgang mit dem Gerät vereinfachen und die Funktionalität erweitern. Einen Überblick über die wichtigsten Features liefert folgende Galerie.

Mit CyanogenMod ist es zudem möglich, Apps den Zugriff auf persönliche Daten zu verwehren. Das Custom Rom bietet auch Unterstützung von AirPlay Mirroring in Verbindung mit der Streaming-Box Apple TV. Dadurch können Inhalte vom Android-Gerät auf den Fernseher übertragen werden, sofern die Modelle die kabellose Übertragung auf Basis des Miracast-Standards beherrschen. Allerdings befindet sich diese Funktion noch in der Testphase und unterstützt derzeit nur die Bild-, nicht aber die Soundausgabe.

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Für die Installation von CyanogenMod muss der Bootloader des Geräts entsperrt werden. Zahlreiche Firmen wie Sony oder HTC bieten dafür Anleitungen. Unter Windows existieren zahlreiche Tools, die die Installation von CyanogenMod oder einer anderen Custom Rom erleichtern. Ohne diese Tools blieb bisher nur eine manuelle Installation über die Kommandozeile und die Android Debug Bridge (ADB).

Kürzlich ist eine weitere Möglichkeit hinzugekommen. Die CyanogenMod-Entwickler haben für eine besonders einfache Installation zwei Programme veröffentlicht: den CyanogenMod Installer, der auf dem Gerät ausgeführt wird sowie ein entsprechendes Windows-Pendant. Während das Android-Tool das Gerät mit der Aktivierung von USB-Debugmodus und dem Einstellen der USB-Verbindung auf Kamera (PTP) in eine Art “Bereitschaftsmodus” versetzt, führt das Windows-Programm die Installation von Custom Recovery und CyanogenMod auf Basis von Android 4.3.1 durch. Im Test mit dem Nexus 7 2012 Wi-Fi installiert es derzeit allerdings noch eine Nightly-Version – vermutlich deshalb, weil für dieses Modell noch keine finale Fassung von CyanogenMod 10.2 vorliegt.

Das Android-Tool stand kurze Zeit auch im Google Play Store zur Verfügung, musste aber auf Drängen von Google gelöscht werden. Angeblich verstoße das Programm gegen die Nutzungsbedingungen des Play Store. Laut CyanogenMod stuft Google die Anwendung selbst als harmlos ein. Sie ermutige Nutzer allerdings, gegen die Garantiebedingungen ihrer Geräte zu verstoßen. Deswegen könne sie nicht im Play Store bleiben.

Mit über 9,5 Millionen Anwendern ist CyanogenMod die beliebteste Community-basierte Android-Distribution. Derzeit kommen täglich 14.000 Installationen hinzu. Ende Juni lag die Nutzerzahl noch bei 5,6 Millionen. Hauptgrund für die Popularität dürfte sein, dass Hersteller wie Samsung oder HTC oft Monate brauchen, um eine neue Android-Version an ihre Geräte anzupassen. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass ein mit CyanogenMod ausgestattetes Gerät keinerlei unerwünschte Software enthält, wie sie so mancher Hersteller gerne installiert. Da man die vom Hersteller aufgespielten Programm nicht löschen kann, empfinden dies viele Anwender als großes Ärgernis.

Last but not least bietet CyanogenMod den Vollzugriff auf das Gerät. Ein Recht, das auch WWW-Erfinder Tim Berners-Lee fordert: “Das Recht auf Root-Zugriff auf Ihr System” – also volle Administratorrechte auch auf einem Smartphone – “ist ein zentrales Problem”, sagte er bei einer Linuxnutzer-Konferenz in Canberra, Australien. Ein Gerät, das dem Anwender dieses Recht nicht einräume, diene einem fremden Herrn. “Das Recht auf Root ist das Recht, Dinge zu speichern, die so laufen, wie Sie es wollen.” Mit CyanogenMod erhält der Anwender dieses Recht.

Neben CyanogenMod hat übrigens Omnirom bereits erste Testversionen auf Basis von Android 4.4.1 veröffentlicht. Omnirom ist eine relativ junge Entwicklergemeinschaft, die erst im Oktober gegründet wurde. Zahlreiche Mitglieder wie der Hauptinitiator Guillaume Lesniak alias xplodwildwaren zuvor bei CyanogenMod engagiert, haben das Projekt aber verlassen, nachdem sich die von Steve Kondik gegründete Community als Firma konstituiert hat. Offenbar wollten die Omnirom-Gründer den Weg in die Kommerzialisierung nicht mitgehen.

Nach und nach sollen weitere Features integriert werden. Dazu zählt die Unterstützung von Multi Window, das die gleichzeitig Darstellung von zwei Apps ermöglicht. Die von Paranoid Android bekannte Einstellmöglichkeit hinsichtlich App-Auflösung wollen die Omnirom-Entwickler ebenfalls einbauen. Ziel ist es auch, die Batterielaufzeit zu verbessern.

[Mit Material von Kai Schmerer, ZDNet.de]

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Autor: Christian Schartel
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