Gefälschtes Windows 7: Microsoft erlässt bis zu 25 Euro bei Umstieg auf eine Original-Version

Microsoft hat eine Cashback-Aktion für Käufer einer gefälschten oder lizenzrechtlich bedenklichen Windows-7-Version gestartet. Beim Kauf einer Original-Version von Windows 7 Professional, Windows 7 Ultimate oder Windows 8.1 Pro erhalten Kunden eine Erstattung von 25 Euro. Für den Umstieg auf Windows 7 Home Premium oder Windows 8.1 gibt es 20 Euro Nachlass.

Windows-7-Nutzer, die eine gefälschte oder lizenzrechtlich bedenkliche Version von Windows 7 erworben haben, erhalten von Microsoft im Rahmen einer Cashback-Aktion eine Erstattung von 25 Euro, wenn sie sich die Original-Version von Windows 7 Professional oder Windows 7 Ultimate zulegen oder direkt auf die neueste Betriebssystemversion Windows 8.1 Pro wechseln. Bei einem Kauf von Windows 7 Home Premium oder Windows 8.1 lässt Microsoft 20 Euro des Kaufpreises nach. Das Angebot gilt bis zum 28. Februar 2014.

Gefälschtes Windows 7: Microsoft erlässt bis zu 25 Euro bei Umstieg auf eine Original-Version

Microsoft begründet die Aktion wie folgt: „Aufgrund vermehrter Softwarefälschungen auf dem deutschen Markt, bei denen besonders Windows 7 Versionen betroffen sind, ruft Microsoft eine Cashback Aktion ins Leben und möchte Sie bei der Legalisierung ihres Betriebssystems unterstützen.“

Den genauen Ablauf des Windows-Umtauschs beschreibt der Konzern auf der Aktionswebseite. Dort bietet er auch Informationen, wie Kunden Original- und Fälschung auseinanderhalten können. Da er dort auch viel Wert auf die jeweilige Verpackung legt ist naheliegend, dass Microsoft damit auch den legalen aber unerwünschten Handel mit OEM-Versionen eindämmen möchte. Auch dass Microsoft mehrmals betont, dass “ein deutlicher Hinweis für eine zweifelhafte Windows-Version ein sehr niedriger Preis ist”, legt dies nahe.

Für den Konzern bieten sich im Rahmend er Aktion zudem zahlreiche Anhaltspunkte, um seine Händlerschaft genauer unter die Lupe zu nehmen. Denn Kunden, die sich den Erstattungsbetrag sichern wollen, müssen neben Address- und Bankdaten sowie den Produktdaten auch einen Scan des Kaufbeleges des verdächtigen Windows-Produktes sowie den Scan des Kaufbeleges des neuen, originalen Windows-Produktes vorlegen. Die Bestandteile der alten Software sind zudem an den Konzern zu schicken, was kostenlos erledigt werden kann.

Etwas verwirrend ist die Formulierung auf der Aktionswebsite: „Sollten Sie der Meinung sein, eine Fälschung oder lizenzrechtlich bedenkliche Windows 7 Versionen gekauft zu haben, so können Sie hier ihre Software auf Echtheit überprüfen. Zusätzlich erhalten Sie beim Neukauf einer original Windows 7 oder 8.1 Version ein Cashback von bis zu 25 Euro.“

Weder da noch an anderer Stelle wird verlangt, dass es sich tatsächlich um eine gefälschte Software handelt – lediglich der Verdacht sollte beim Käufer bestehen. Offenbar kann also, wer sich dumm stellt, die neue Software auch dann günstiger bekommen, wenn die zuvor genutzte legal erworben wurde. Allerdings ist das Risiko für den Konzern durch die Einschränkungen beim Kaufdatum gering. Ärgerlich werden könnte die ganze Aktion allerdings für so angeschwärzte Händler: Ihnen stehen möglicherweise auch dann Überprüfungen ins Haus, wenn sie sich keinerlei Vergehens schuldig gemacht haben.

[Mit Material von Peter Marwan, ITespresso.de]

Autor: Christian Schartel
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