WhatsApp holt auf Facebook auf: über 400 Millionen aktive Nutzer pro Monat

WhatsApp meldet 400 Millionen aktive Nutzer pro Monat und ist nun ein Drittel so groß wie Facebook. Erst Mitte Juni hatte WhatsApp den Meilenstein von 250 Millionen monatlich aktiven Nutzern erreicht.

Die Messaging-Apps von WhatsApp erfreuen sich immer größer Beliebtheit. Mittlerweile nutzen den Dienst über 400 Millionen Smartphone- und Tablet-Besitzer pro Monat. Einem Blogbeitrag von WhatsApp-CEO Jan Koum zufolge habe der Messenger allein in den letzten vier Monaten 100 Millionen aktive Anwender hinzugewonnen.

WhatsApp holt auf Facebook auf: über 400 Millionen aktive Nutzer pro Monat

WhatsApp meldet 400 Millionen aktive Nutzer pro Monat und ist nun ein Drittel so groß wie Facebook. Erst Mitte Juni hatte WhatsApp den Meilenstein von 250 Millionen monatlich aktiven Nutzern erreicht (Bild: WhatsApp).

Dies habe das Unternehmen laut Koum mit nur 50 Mitarbeitern, von denen die meisten auch noch Entwickler sind, und ohne groß angelegte Marketingkampagnen oder zielgerichtete Anzeigen erreicht.

Erst Mitte Juni hatte WhatsApp den Meilenstein von 250 Millionen monatlich aktiven Nutzern erreicht. Schon damals spielte es in einer Liga mit Twitter, Skype und Facebook Messenger. Den jetzigen Wert von 400 Millionen Nutzern habe noch kein anderer Mobile-Messaging-Service erreicht, behauptet Koum. Ob das stimmt, ist angesichts von weltweit 1,2 Milliarden Facebook-Mitgliedern aber fraglich. Das Social Network nennt keine Zahlen zur Nutzung seiner Messenger-App. Fest steht jedoch, dass WhatsApp nun ein Drittel so groß wie Facebook ist.

Dass sich WhatsApp solch großer Beliebtheit erfreut, ist angesichts immer wieder auftretender Sicherheitsprobleme schon etwas überraschend – zumal es neben Skype und Facebook Messenger noch genügend weitere Alternativen wie Line, ChatOn, KakaoTalk oder Google Hangouts gibt. Beispielsweise wies im Juli das deutsche Sicherheitsunternehmen Curesec auf eine Lücke in WhatsApps Messaging-Programm hin, über die Hacker auf Bezahlkonten wie Paypal oder Google Wallet zugreifen könnten. Die Gefahr resultierte ihm zufolge aus einer Mischung von verschlüsselten und unverschlüsselten Verbindungen, die auch andere Sicherheitsforscher als “extrem schlechte Form” bezeichneten. Im Oktober entdeckte ein niederländischer Entwickler eine weitere Schwachstelle in WhatsApp. Durch eine fehlerhaft implementierte Verschlüsselungstechnik sei es Angreifern möglich, abgefangene Nachrichten zu entschlüsseln.

WhatsApp bietet seine anzeigenfreie Smartphone-Anwendungen für Android, BlackBerry, iOS, Symbian, Windows 8/RT sowie Windows Phone an. Mit ihnen lassen sich Textnachrichten, Bilder, Video und Audio verschicken. Für Android und seit Juli auch für iOS ist der Download kostenlos, aber nach einjähriger Nutzung seines Dienstes verlangt der Anbieter eine Jahresgebühr von 0,99 Dollar, die entsprechend dem Wechselkurs in Euro umgerechnet wird.

Berichten zufolge wollten sowohl Facebook als auch Google den Chat-App-Marktführer für einen Betrag von bis zu 1 Milliarde Dollar kaufen. WhatsApp-Chef Koum bestritt jedoch jegliche Verkaufsverhandlungen. “Unser Ziel ist es, eine zukunftsfähige, unabhängige Firma aufzubauen”, sagte er während der Konferenz Dive Into Mobile im April. “Wir wollen ein Unternehmen schaffen.” Er bekräftigte zugleich, dass WhatsApp seine Anwendung werbefrei halten und seinen Gewinn nur durch geringe Jahresgebühren erwirtschaften will.

[Mit Material von Björn Greif, ZDNet.de]

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Autor: Christian Schartel
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