Blackberry: Android und iOS haben bei der Geräteverwaltung die Nase vorne

Der Smartphone-Hersteller konzentriert sich auf Blackberry Messenger und Geschäftskunden und will so wieder Profite erwirtschaften. Eine wichtige Rolle für die Verwaltung mobiler Geräte spielt dabei Blackberry Enterprise Service 10.

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Unsere Kollegen von ZDNet haben analysiert, ob diese Strategie von Blackberry aufgehen kann.

Der Markt für Smartphones lässt sich recht einfach in zwei Segmente teilen, nämlich in die Hersteller, die Android oder iOS auf ihre Geräte installieren, und alle anderen. Wer zur letzteren Gruppe gehört, konnte in den vergangenen Jahren lediglich beobachten, wie der boomende Markt mehr oder weniger spurlos am eigenen Unternehmen vorbeizog.

Auch für Blackberry, dem einstigen unangefochtenen Marktführer bei Business-Smartphones begann 2007 allen Unkenrufen zum Trotz mit Steve Jobs‘ Vorstellung des iPhones das Ende des bisherigen Geschäftsmodells. Doch anders als HP konnte man das Smartphone-Geschäft nicht einfach aufgeben und hatte auch nicht die Möglichkeit, Microsoft mit einem OS-Wechsel auf Android zu drohen, dass 80 Prozent der ohnehin bescheidenen Windows-Phone-Produktion demnächst wegfallen werde.

Der kanadische Hersteller, von Investor Fairfax mit frischem Kapital und komplett neuer Führungsmannschaft inklusive neuem CEO ausgestattet, will sich neben dem schwächelnden Geschäft mit eigenen Smartphones ein zweites Standbein mit dem Blackberry Enterprise Service aufbauen. Mitte Dezember wurde die Version 10.2 ausgewählten Pressevertretern im Trafalgar Square Hilton in London vorgeführt. Sie stammt zu wesentlichen Teilen aus der Entwicklung der von Blackberry 2011 übernommenen deutschen Firma Ubitexx.

Dem neuen Management ist es offenbar ernst damit, die Trennung von Blackberry Smartphones und Mobile Device Management zu vollziehen. In der gesamten Demo kamen ausschließlich iOS- und Android-Geräte zum Einsatz. Hauseigene Geräte waren nicht zu sehen.

Blackberry Enterprise Service soll Unabhängigkeit vom Hardwaregeschäft bringen

Mit dem Blackberry Enterprise Service 10.2 will der Hersteller dem BYOD-Trend Rechnung tragen. Er soll zum Einen das Sicherheitsbedürfnis der Unternehmen befriedigen, zum Anderen sollen den Anwendern alle Möglichkeiten zur Installation von eigenen Apps und Settings gelassen werden.

Schließlich ist es kaum zu vermitteln, dass ein Mitarbeiter ein Gerät, das er selbst bezahlt hat, von der Firmen-IT so beschränkt wird, dass der User lediglich das Hintergrund-Bild ändern und ansonsten nur noch Apps von einer zertifizierten Whitelist installieren kann. Das Unternehmen hingegen fürchtet sich vor schädlichen Apps, die Terminkalender, Kontaktdatenbank, E-Mails und Dateien abgreifen.

Blackberry erreicht das mit einer Containerlösung, die Blackberry „Secure Work Space“ nennt, bei der sämtliche geschäftliche Daten, inklusive E-Mails komplett vom Rest des Smartphones abgetrennt werden. Alle Anwendungen im Container greifen auf komplett end-to-end-verschlüsselte Daten zu, die der Nutzer im Container freigeben muss. Dies kann durch die Eingabe eines Passworts passieren oder auch durch eine Zwei-Faktor-Authentifizierung.

Im Container finden sich eine eigene E-Mail-Anwendung inklusive PIM-Funktionen, ein eigener Browser und die Dokumentenlösung „Docs-to-Go“. Für Anwendungen außerhalb des Containers ist dieser nur eine verschlüsselte Datei. Der Secure Work Space ist für Blackberry, iOS und Android verfügbar. Andere Betriebssysteme, etwa Windows Phone, werden nicht unterstützt.

Rooten und Jailbreaken nicht mit verwalteten Geräten

Allerdings ist es mit der Sicherheit spätestens dann vorbei, wenn das Gerät gerootet (Android) oder gejailbreakt (iOS) ist. In diesem Fall reicht ein Kernel Modul (Android) oder eine Kernel Extension (iOS) um mit üblichen Techniken wie Ausspionieren des physischen Speichers oder Key-Logging an die Daten zu kommen. Blackberry bleibt dann nur, gerootete oder gejailbreakte Devices zu erkennen und den Dienst zu verweigern. Bei gezielten Angriffen dürfte das durchaus schwierig werden…

Zum vollständigen Artikel auf ZDNet.de

[Mit Material von Christoph Hochstätter, ZDNet.de]

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Anja Schmoll-Trautmann
Autor: Anja Schmoll-Trautmann
Redakteurin
Anja Schmoll-Trautmann Anja Schmoll-Trautmann Anja Schmoll-Trautmann

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