CES 2014: Neue Smartwatches für Android und iOS aus Las Vegas

Auf der Consumer Electronics Show in Las Vegas wurden eine Reihe neuer Smartwatches vorgestellt. Pebble hat beispielsweise mit dem Modell „Steel“ seiner smarten Uhr ein edleres Design verpasst, und Intel nun auch den Einstieg in den Bereich „Wearable Computing“ verkündet. Folgender Artikel stellt eine Reihe an neuen smarten Armbanduhren aus Las Vegas vor.

Auf der Consumer Electronics Show in Las Vegas waren nicht nur Smartphones, Tablets, Notebooks, PCs und Fernseher vertreten, sondern auch Smartwatches, die mit Android-Smartphones und iPhones kommunizieren, und den Träger am Handgelenk über verpasste Anrufe, Kurznachrichten oder das Wetter informieren. Folgender Artikel stellt eine Reihe an neuen smarten Armbanduhren vor.

Pebble Steel

Pebble Steel

Pebble Steel (Bild: CNET.com)

Die wasserdichte Smartwatch Pebble Steel für Android- und iOS-Geräte ist im Vergleich zum Vorgänger etwas kompakter geworden und sieht nun mehr wie eine hochwertige Uhr als ein Gadget aus. Sie kommt statt mit einem Kunststoff- mit einem Edelstahlgehäuse samt einem Metall- sowie Lederarmband und wird von Cornings Gorilla Glas geschützt. Ein neues, rotes LED-Licht in der linken unteren Ecke dient jetzt zum Anzeigen des Ladestatus. Ansonsten ändert sich an der Hardware nichts. Apps lassen sich allerdings künftig aus einem offiziellen App-Store beziehen, wie CEO Eric Migicovsky in Las Vegas verkündete. Die Pebble Steel ist in den zwei Farben „Brushed Stainless“ und „Black Matte“ erhältlich und kostet 249 Dollar – rund 100 Dollar mehr als das letztjährige Modell.

 

Martian Notifier

Martian Notifier

Martian Notifier (Bild: CNET.com)

Die Smartwatch Martian Notifier sieht noch eher wie eine normale Armbanduhr aus. Die Analog-Uhr kann via Bluetooth 4.0 mit dem Android-Smartphone oder iPhone kommunizieren und jegliche Benachrichtigungen anzeigen, die auf dem Mobilgerät in der Benachrichtigungsleiste erscheinen. Dafür bringt sie ein kleines, unauffälliges OLED-Display mit 96 mal 16 Pixel Auflösung sowie eine RGB-LED mit. Mit knapp 130 Dollar kostet sie weniger als der Vorgänger Martian Passport. Dafür verfügt sie auch über keine Freisprecheinrichtung, um Gespräche direkt über die Uhr zu führen, und lässt sich auch nicht per Sprachbefehl bedienen. Ob die Smartwatch Martian Notifier auch nach Deutschland kommt, ist ungewiss.

 

Wellograph Sapphire Wellness Watch

Wellograph Sapphire Wellness Watch

Sapphire Wellness Watch (Bild: CNET.com)

Wellographs Smartwatch Sapphire Wellness ist eine Fitness-Uhr, die mit einem attraktiven Metall-Design, einem geschwungenem Gehäuse und einem kratzfesten Bildschirm aus  Saphirglas ausgestattet ist. Wahlweise kommt sie mit einem braunen Leder- oder schwarzen Natoarmband. Optische Sensoren sowie ein Beschleunigungsmesser erfassen die Herzfrequenz sowie die Schritte des Trägers. Anders als Nikes Fuelband SE überwacht sie aber beispielsweise nicht den Schlaf des Nutzers. Anfangs arbeitet die smarte Uhr mit iPhones zusammen. Eine Unterstützung für Android-Geräte soll später folgen. Im April 2014 soll die Smartwatch für 320 Dollar erhältlich sein.

 

LG Lifeband Touch

LG Lifeband Touch

LG Lifeband Touch (Bild: CNET.com)

Das LG Lifeband Touch ist zwar mehr ein Fitness-Tracker als eine Smartwatch, die Uhrzeit sowie Benachrichtigungen über verpasste Anrufe zeigt es aber ebenfalls an. Zudem können Nutzer über das OLED-Display den Musikplayer des Smartphones steuern oder das Handy bei einem Anruf auf stumm schalten. LGs Lifeband soll zudem mit bekannten Fitness-Apps wie RunKeeper oder MyFitnessPal sowie Herzfrequenzmessern von Dritt-Anbietern wie Polar zusammenarbeiten. Zum Erfassen des Pulses und des Sauerstoffverbrauchs des Trägers bietet LG auch einen neuen Earbud-Kopfhörer (PerformTek) an, dessen Ohrstöpsel über entsprechende Sensoren verfügen. Per Bluetooth-Verbindung kommunizieren die Earbuds dann mit dem Fitness-Tracker-Armband. Erscheinen wird das LG Lifeband Touch in den USA im ersten Quartal des Jahres. Wann es nach Europa kommt, ist derzeit noch nicht bekannt.

 

Filip

Filip

Filip (Bild: CNET.com)

Die Smartwatch Filip ist bereits erhältlich, hatte aber auf der Consumer Electronics Show nochmals einen Auftritt. Filip ist ein smarte Uhr und ein Telefon zugleich. Die Zielgruppe sind Kinder. Eltern können ihren Nachwuchs dank integriertem GPS mit Hilfe einer App am Smartphone orten und eine Kurznachricht zuschicken. Zudem besteht die Möglichkeit, Sicherheitszonen einzurichten. Dazu legen Eltern über die zugehörige App einen Bereich auf der Landkarte fest. Verlässt das Kind die Zone, werden die Eltern benachrichtigt. Filip-Träger können fünf zuvor eingespeicherte Nummern – beispielsweise von Familienmitgliedern – anrufen. Für Notfälle bringt die Filip-Uhr einen roten Button mit, der direkt die als pimär eingespeicherte Nummer wählt. Die Smartwatch kostet knapp 200 Dollar und funktioniert derzeit nur in den USA mit einem AT&T-Vertrag. Ob Filip auch nach Deutschland kommt, ist nicht bekannt.

 

Meta Watch

Meta Watch

Meta Watch (Bild: CNET.com)

Die neu designte smarte Uhr Meta Watch sieht etwas übertrieben aus, hat zugegebenermaßen aber seinen ganz eigenen Stil, kommt mit hochwertigen Materialien und ist in vielen verschiedenen Farben erhältlich. Am Äußeren der Uhr haben ehemalige Designer und Führungskräfte von Vertu, Nokia und Fossil mitgewirkt. Im Vergleich zum Vorgänger erhält die Meta Watch nun wie bei Pebble ein E-Ink-Display als Anzeige. Die Meta Watch zeigt Benachrichtigungen und Kurznachrichten an und erlaubt es dem Träger, Anrufe anzunehmen oder den Musikplayer zu steuern. Auch das aktuelle Wetter zeigt sie an. Die Meta Watch soll im Frühjahr dieses Jahres auf den Markt kommen. Ein Preis ist bisher nicht bekannt.

 

Salutron LifeTrak Zone R415

Salutron LifeTrak Zone R415

Salutron LifeTrak (Bild: CNET.com)

Wie das LG Lifeband Touch ist die Salutron LifeTrak weniger eine Smartwatch als ein Fitness-Tracker. Sie ist mit einem Pulsmesser und einem Pedometer ausgestattet und erfasst die Schritte sowie den Kalorienverbrauch des Trägers. Außerdem überwacht sie seinen Schlaf, zeigt Benachrichtigungen an und ist wasserdicht. Eine eigens entwickelte App zur Kommunikation mit dem Smartphone hat der Hersteller allerdings noch nicht parat. Dafür müssen Käufer auf Anwendungen von Dritt-Anbietern zurückgreifen. Die Lifetrack-Smartwatch soll im Juli 2014 in den USA für knapp 130 Dollar in den Handel kommen.

 

Intel Smartwatch

Intel Smartwatch

Intel Smartwatch (Bild: CNET.com)

Im Rahmen einer Keynote hat auch Intel auf der Consumer Electronics Show in Las Vegas eine Smartwatch und ein Earbud-Headset mit Sensoren angekündigt, mit denen der Chiphersteller in den Bereich Wearable Computing einsteigen will. Die Smartwatch wird eine Geo-Fencing-Funktion unterstützen, mit der es möglich ist, den Träger aus der Ferne zu überwachen. Per Geo-Fencing lässt sich – ganz ähnlich wie bei Filip – ein Bereich festlegen. Verlässt der Träger der Uhr diesen, könnte die Smartwatch beispielsweise automatisch einen Notruf absetzen.

[Mit Material von Scott Stein, CNET.com]

Weiteres zum Thema:

Einen Marktüberblick über bereits verfügbare und weitere geplante Smartwatches hält bei Interesse unsere Schwester-Seite ITespresso.de bereit.

Autor: Christian Schartel
Christian Schartel Christian Schartel Christian Schartel

Neueste Kommentare 

Noch keine Kommentare zu CES 2014: Neue Smartwatches für Android und iOS aus Las Vegas

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *