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Panasonic Lumix G DMC-GX7K

Testbericht

Hersteller: Panasonic Listenpreis: 1099 Euro (mit Kit-Objektiv) Fazit:

Die Panasonic Lumix G DMC-GX7K ist eine hochwertige Systemkamera mit vielen Einstellmöglichkeiten und praxisnaher Bedienung. Hervorzuheben sind der gute elektronische Sucher und die leistungsfähige Smartphone-App. Ihre Qualität entfaltet die GX7 aber erst mit geeigneten Wechselobjektiven richtig.

Pro
  • klappbares Display
  • heller Sucher
  • praxisnahe Bedienung
  • gute Videoqualität
Contra
  • hoher Preis
  • kein Mikrofoneingang
  • lichtschwaches Kit-Objektiv
Testurteil
SEHR GUT
8,3
von 10 Punkten
8,3 stars

Panasonic Lumix G DMC-GX7K im Test: hochwertige Systemkamera mit Wechselobjektiven

Mit der Lumix G DMC-GX7K beweist Panasonic einmal mehr, dass Digicams mit Micro-Four-Thirds-Technik eine Alternative zu Spiegelreflexkameras sind. Eine leistungsfähige App für Smartphones und eine Fülle von Optionen zeichnen die Digicam aus.

Die Lumix GX7 ist eine hochwertige Systemkamera im dezenten Retrolook für technisch versierte Hobbyfotografen. Mit Kit-Objektiv kostet sie 1099 Euro. Sie basiert auf dem gemeinsam mit Olympus entwickelten Standard „Micro Four Thirds“. Dieses Konzept kombiniert die Vorteile von Spiegelreflexkameras mit den Abmessungen von kompakten Digicams. Bei Spiegelreflexkameras leitet ein Schwingspiegel das aus dem Objektiv einfallende Licht in den Sucher. Der Spiegel fällt bei Micro Four Thirds-Kameras weg, das ermöglicht die Konstruktion besonders kompakter Gehäuse. Der Wechsel des Objektivs ist aber trotzdem möglich und die Bildqualität ist (annähernd) so gut wie die von Spiegelreflexkameras.

Das Kit-Objektiv im Lieferumfang hat eine Brennweite von 28 - 84 mm (entsprechend Kleinbild) und eine maximale Blendenöffnung von 1:3,5.

Das Kit-Objektiv im Lieferumfang hat eine Brennweite von 28 – 84 Millimeter (entsprechend Kleinbild) und eine maximale Blendenöffnung von 1:3,5.

Der Sensor ist 17,3 mal 13,0 Millimeter groß und damit schon deutlich größer als die bei kompakten Digicams üblichen Sensoren mit 1/1,7 Zoll (7,5 mal 5,5 Millimeter) oder 1/2,3 Zoll (5,6 mal 4,2 Millimeter).

Der Sensor der Lumix liefert 16 Megapixel und bietet damit auch bei Ausschnittvergrößerungen genügend Spielraum für hochauflösende Bilder. Außerdem ist der Sensor für die Bildstabilisierung zuständig. Somit kann diese Funktion mit allen angeschlossenen Objektiven genutzt werden. Bei Objektiven, die selbst über einen Stabilisator verfügen, schaltet die Lumix die interne Stabilisatorfunktion ab.

Auch eine Sonnenblende ist im Lieferumfang enthalten. Damit werden beim Fotografieren die Blendenflecke beziehungsweise Streulicht- und Reflexionseffekte (Lens Flare) vermieden, die häufig beim Aufnehmen gegen die Sonne entstehen. Wer diesen Effekt bewusst als Stilmittel im Foto verwenden will, nimmt die Kunststoffblende einfach ab.

Die Sonnenblende gehört bei der Lumix GX7 zum Lieferumfang. (Foto: Mehmet Toprak)

Die Sonnenblende gehört bei der Lumix GX7 zum Lieferumfang. (Foto: Mehmet Toprak)

Das 7,5 Zentimeter große Display ist herausklappbar und kann nach oben oder unten geneigt werden. Praktisch, wenn man die Kamera über Kopf hält oder tief am Boden fotografieren möchte.

Design und Verarbeitung

Erhältlich ist die Digicam in Schwarz oder Schwarz-Silber. Durch die mit Leder bezogene Griffwulst auf der rechten Seite liegt die relativ große Lumix GX7 gut in der Hand. Das Magnesium-Guss-Gehäuse ist angesichts der Größe und des klassischen Designs erstaunlich leicht.

Ein weiteres Highlight ist der sehr helle und hochauflösende elektronische Sucher, der ebenfalls nach oben klappbar ist. Der Sucher zeigt alle wichtigen Bildinformationen zur Belichtung an. Nähert man das Auge dem Sucher, schaltet das Display automatisch ab.

Der sehr helle elektronische Sucher lässt sich auch nach oben klappen. (Foto: Mehmet Toprak)

Der sehr helle elektronische Sucher lässt sich auch nach oben klappen. (Foto: Mehmet Toprak)

Objektiv
Das mitgelieferte Objektiv hat eine Brennweite von 14 – 42 Millimeter (entsprechend Kleinbild 28 – 84 Millimeter), reicht also von Weitwinkel bis zu leichtem Tele. Die Brennweite wird über den Zoomring am Objektiv verstellt.

Die größte Blendenöffnung beträgt 1:3,5. Für eine so hochwertiges Kamerasystem ist das etwas enttäuschend, denn besonders lichtstark ist das Objektiv nicht. Wer gerne in Innenräumen ohne Blitz oder auch mal bei schlechteren Lichtverhältnissen fotografieren möchte, ohne dabei den rauschträchtigen ISO-Wert stark hochtreiben zu wollen, wird auf Dauer um die Anschaffung eines lichtstärkeren Objektivs nicht herumkommen. Dafür ist eine Micro-Four-Thirds-Kamera ja auch gedacht, schließlich kann man hier Objektive wechseln.

Wer die GX7 nur als Body für 999 Euro nimmt, kann aus insgesamt 18 Objektiven der Lumix-G-Serie wählen. Darunter findet sich beispielsweise das H-H020A Lumix G 20mm, eine lichtstarke Festbrennweite mit Blendenöffnung 1:1,7. Mit der Brennweite von 40 Millimeter (entsprechend Kleinbild) ist es gut für Straßenfotografie geeignet. Das Objektiv kostet 399 Euro.

Die Bildqualität der Lumix ist in Schärfe und Auflösung sehr gut. Fotografiert man in einem Standardmodus wie der Programmautomatik oder dem intelligenten Automatikmodus „iA“ erhält man satte und leuchtende Farben. Hobbyfotografen werden zu schätzen wissen, dass man Parameter wie Farbsättigung, Schärfe oder Kontrast individuell anpassen kann.

Das Programm-Wählrad der Lumix GX7. Der rote Knopf startet Videoaufnahmen. (Foto: Mehmet Toprak)

Das Programm-Wählrad der Lumix GX7. Der rote Knopf startet Videoaufnahmen. (Foto: Mehmet Toprak)

Durch Zuschalten diverser Farbfilter wird auch der Kontrast bei bestimmten Motiven verbessert. Der Grünfilter etwa stellt Hauttöne sehr natürlich dar, der Rotfilter sorgt für starke Kontraste und tiefes Blau im Himmel.

Wie schnell der Bildprozessor ist, merkt man an der Serienbildfunktion. Hier sind bis zu 10 Bilder pro Sekunde möglich, bei ständig mitlaufendem Fokus sind es allerdings weniger. Verwendet man nur den elektronischen Verschluss, sind sogar bis zu 40 Bilder pro Sekunde drin.

Auch für Fotos von schnellen Bewegungen ist die Kamera gerüstet. Als kürzeste Verschlusszeit bietet die Kamera eine 1/8000 Sekunde an, damit lassen sich sehr schnelle Bewegungen einfrieren.

In der Praxis arbeiten Fokus und Belichtung sehr flott. Allerdings kann der Fokus der Panasonic nicht mit einem absoluten Spitzenmodell wie der Olympus OM-D E-M1 mithalten.

Die Lumix GX7 liefert leuchtende und natürliche Farben. Farbtemperatur und Farbtönung kann der Fotograf aber individuell einstellen. (Foto: Mehmet Toprak)

Die Lumix GX7 liefert leuchtende und natürliche Farben. Farbtemperatur und Farbtönung kann der Fotograf aber individuell einstellen. (Foto: Mehmet Toprak)

Bedienung, Features, Einstellmöglichkeiten

Die Bedienung der Digicam wirkt anfangs etwas verschachtelt, was aber angesichts der vielen Einstellmöglichkeiten nicht verwunderlich ist. Nach einer gewissen Einarbeitungszeit kommt man aber schnell klar. Alle Funktionen sind da, wo man sie erwartet. Wer bisher schon mit einer Lumix gearbeitet hat, findet sich ohnehin schnell zurecht. Panasonic hat der Digicam eine immerhin 94-seitige Bedienanleitung auf Deutsch beigelegt, die alle wichtigen Funktionen erklärt. Wer alle Feinheiten erfahren will, muss zum PDF-Dokument greifen.

Tatsächlich kann man bei der GX7 alles einstellen, was der Hobbyfotograf eben gerne so einstellt. Blende, Verschlusszeit, Fokusmethode, Belichtungsmessung, Farbtemperatur, Sättigung, Displayanzeige und vieles mehr. Die Belichtungsmessung erfolgt erwartungsgemäß über eine Mehrfeld-Messung, wahlweise kann man auch mittenbetonte oder Spot-Messung einstellen. Belichtungsreihen sind mit drei, fünf oder sieben Bildern möglich.

Eine Makroaufnahme mit der Lumix GX7 (Blende 5,6 - 1/80 Sekunde - 87 Millimeter Brennweite - ISO 2500) (Foto: Mehmet Toprak)

Eine Makroaufnahme mit der Lumix GX7 (Blende 5,6 – 1/80 Sekunde – 84 Millimeter Brennweite – ISO 2500) (Foto: Mehmet Toprak)

Ähnlich wie bei der Belichtung beherrscht auch der Autofokus alle Optionen, die man von einer solch hochpreisigen Kamera erwartet. Dazu gehören neben dem klassischen Single-Fokus auch die Schärfenachführung, die Gesichtserkennung, sowie die manuelle Scharfstellung, die über einen Schärfering am Objektiv erfolgt. Außerdem kann der Anwender entscheiden, ob die Kamera den Fokus aus 23 Feldern errechnen oder auf ein bestimmtes, frei wählbares Feld fokussieren soll. Auch die Begrenzung der Schärfe auf einen einzigen Punkt ist möglich.

Eine weitere Scharfstell-Hilfe bietet das Display, das auch mit (abschaltbarer) Touchfunktion nutzbar ist. Beim Fokussieren tippt man einfach auf den Punkt, der scharf gestellt sein soll. Dann verfolgt der Fokus das einmal angetippte Motiv, übrigens auch im Videomodus.

Die Funktion „Focus-Peaking“ hilft beim manuellen Scharfstellen. Dabei wird ein bestimmter Bildbereich vergrößert, in dem man schneller erkennt, ob scharf gestellt ist oder nicht. Zugleich werden Kanten des jeweiligen Details farblich markiert.

Zusätzlich gibt es eine Funktion zur Kontrolle der Tiefenschärfe. Dazu wird das Display auf den Vorschaumodus gestellt. Dann zeigt das Display die Wirkung der eingestellten Blende auf die Tiefenschärfe.

Die hohe Detailschärfe zeigt sich auch bei maximaler Tele-Einstellung. Brennweite links: 29 Millimeter - rechts: 84 Millimeter) (Foto: Mehmet Toprak)

Die hohe Detailschärfe zeigt sich auch bei maximaler Tele-Einstellung. Brennweite links: 29 Millimeter – rechts: 84 Millimeter) (Foto: Mehmet Toprak)

Funktionstasten und individuelle Einstellungen

Um die schnelle Bedienung im Alltag zu erleichtern, kann der Anwender bestimmte Einstellungen auf die vier Funktionstasten legen, bevorzugte Konfigurationen auch auf dem Modus-Wahlrad auf die C1, C2 und C3. Praktisch sind daneben die zwei Einstellräder, deren Funktion individuell konfigurierbar ist. So kann man beispielsweise am hinteren Rad die Belichtung regulieren oder den ISO-Wert verändern. Wer diese Features nutzt, reduziert die verwirrende Funktionsvielfalt deutlich und kann vor allem bei Schnappschüssen schneller reagieren.

Effektfilter hübschen so manches Motiv auf oder machen es einfach nur kitschig.  (Foto: Mehmet Toprak)

Effektfilter hübschen so manches Motiv auf oder machen es einfach nur kitschig. (Foto: Mehmet Toprak)

Videofunktionen

Im Videomodus bietet die Lumix GX7 ebenfalls sehr gute Bildqualität. Sie produziert Full-HD-Videos (1920 x 1080) mit 50 oder 25 Bildern pro Sekunde (entweder als Voll- oder als Halbbild). Gespeichert werden die Videos im AVCHD- oder im MP4-Format. Wer auf den klassischen „Kino-Look“ Wert legt, nimmt in AVCHD (Advanced Video Codec High Definition) mit 24 Bildern pro Sekunde auf.

Zeitlupen sind nicht einstellbar, vermutlich möchte sich Panasonic das Geschäft mit seinen Outdoor-Camcordern wie dem HX-WA30, der über starke Zeitlupenfunktionen verfügt, nicht kaputtmachen. Dafür gibt es eine Zeitrafferfunktion, bei der in bestimmten Abständen Fotos gemacht werden. Der Anwender muss zuvor die Startzeit, die Intervalle und die Zahl der Fotos festlegen. Bei Bedarf verbindet die Kamera die Bilder zu einem Zeitraffer-Video (Stop-Motion-Animation).

Ein Highlight bei Panasonic ist die App für Smartphones oder Tablets. Damit lässt sich die Kamera nicht nur fernsteuern, sondern auch nahezu alle Belichtungsbarometer über das Smartphone individuell regeln. (Screenshot: Mehmet Toprak)

Ein Highlight bei Panasonic ist die App für Smartphones oder Tablets. Damit lässt sich die Kamera nicht nur fernsteuern, sondern auch nahezu alle Belichtungsbarometer über das Smartphone individuell regeln. (Screenshot: Mehmet Toprak)

Beim Filmen wird der Fokus kontinuierlich nachgeführt, allerdings sollte man sich nicht blind auf den Fokus verlassen, denn die Kamera braucht immer ein bisschen, um die richtige Schärfe zu finden. Im Test hat die GX7 es fertig gebracht, auch ein Motiv, das die gesamte Mitte des Bildes ausfüllt haben, unscharf zu lassen. Gut, dass man auch im Videomodus Fokus und Blende von Hand einstellen kann.

Für den Mikrofonpegel bietet die Lumix GX7 eine abschaltbare Anzeige, zudem ist er regelbar. Sogar die Stärke der Windreduzierung ist einstellbar. Ein Ersatz für den Camcorder oder eine filmende Spiegelreflexkamera ist die Lumix aber nicht. Denn sie hat keinen externen Mikrofonanschluss. Der wäre für Videofilmer wichtig. Das interne Stereomikrofon liefert zwar eine akzeptable Tonqualität, nimmt aber alles auf, was rund um die Kamera passiert.

WLAN und Apps

Ein echtes Highlight der Panasonic ist das WLAN-Modul, das in Kombination mit der „Image App“ von Panasonic (erhältlich für Android und die iOS) eine Fülle von Möglichkeiten eröffnet. So könnte man nicht nur Fotos oder kurze Videos im Webformat (640 × 480 Pixel) über das Smartphone hochladen, sondern auch die Kamera via Tablet oder Smartphone steuern.

Dabei kann man nicht nur auslösen, sondern auch Belichtungsparameter korrigieren. Sogar das Autofokus-Feld lässt sich am Smartphone per Fingertipp festlegen.

Im Praxistest läuft der Aufbau der Verbindung zu einem Android-Smartphone ohne Probleme. Nach Angabe eines Passworts in der App wird die Verbindung hergestellt. Die Verbindung bricht nach etwa fünf Metern ab, lässt sich danach aber ohne neuerliche Passworteingabe schnell wieder herstellen.

In der noch relativ jungen Disziplin der Smartphone-Apps für Digitalkameras ist die App von Panasonic die beste. Kein Hersteller bietet in seiner App so viele Einstellmöglichkeiten. Für Fotografen, die das Feature intensiv nutzen, ist die „Image App“ tatsächlich ein gutes Kaufargument für Digicams von Panasonic.

Durch den nach oben klappbaren Sucher bzw. das nach oben klappbare Display gelingen auch solche Motive, ohne, dass sich der Fotograf auf dem Boden liegen muss. (Foto: Mehmet Toprak)

Durch den nach oben klappbaren Sucher bzw. das nach oben klappbare Display gelingen auch solche Motive, ohne, dass sich der Fotograf auf dem Boden liegen muss. (Foto: Mehmet Toprak)

Fazit: Gute Systemkamera

Die Panasonic Lumix G DMC-GX7K ist mit 1099 Euro nicht billig, zeigt aber das Potenzial der Micro-Four-Thirds-Technik. Eine Bildqualität wie von der Spiegelreflexkamera und Wechselobjektive erfreuen den ambitionierten Hobbyfotografen. Trotz der vielen Einstellmöglichkeiten bleibt die Bedienung übersichtlich und praxisnah. Hervorzuheben sind der gute elektronische Sucher und die exzellente Smartphone-App. Ihre Qualität entfaltet die GX7 aber erst mit geeigneten Wechselobjektiven richtig.

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