Ebay Großbritannien: im Februar startet der Handel mit Bitcoins & Co.

Zugelassen ist eine eigene Ebay-Kleinanzeigen-Rubrik. Neue Richtlinien untersagen allerdings Bitcoin-Auktionen oder Angebote mit der Option „Sofort-Kaufen“.

Ab 10. Februar 2014 ist es soweit, denn dann will Ebay Großbritannien offiziell den Handel mit Bitcoins (BTC) und anderen virtuellen Währungen zulassen. Es richtet dafür eine eigene Kleinanzeigen-Rubrik für diese Währungen ein, in denen sie angeboten werden dürfen. Gleichzeitig untersagen neue Richtlinien Bitcoin-Auktionen oder Angebote mit der Option „Sofort-Kaufen“.

bitcoin



Bei den kostenlosen lokalen Kleinanzeigen hält sich Ebay aus den Abläufen heraus und führt keine Transaktionen durch. Die neuen Richtlinien, die zumindest in dieser Form das Angebot von Bitcoins offiziell erlauben, gelten zunächst nur für Großbritannien. Derzeit ist unklar, ob andere Länder dem Beispiel folgen und Ebay weitergehende Pläne mit digitalen Währungen umsetzen will, wie vorhergehende euphorische Äußerungen seines Spitzenpersonals durchaus vermuten lassen.

Ebay-Chef John Donahoe äußerte sich schon im November dahingehend, dass virtuelle Währungen als Zahlungsmittel für das Verkaufsportal denkbar wären – die eigene Tochterfirma Paypal könnte eines Tages etwa Bitcoins einbeziehen. Begeistert legte Paypal-Präsident David Marcus einen Monat später nach und erklärte, die virtuelle Währung Bitcoin sei eher als NFC-Bezahldienste dazu geeignet, den Bereich E-Commerce zu revolutionieren. „Ich liebe Bitcoin, ich besitze Bitcoins“, sagte er. Als Währung könne Paypal Bitcoins aber erst akzeptieren, wenn die extremen Kursschwankungen abnehmen.

In der letzten Woche stellte Marcus mit einem Tweet klar, dass nichts gegen den Verkauf von Hardware für Bitcoin-Mining über das Verkaufsportal spreche. Als Zahlungsmittel unterstützte Ebay BTC und vergleichbare Währungen aufgrund zahlreicher regulatorischer Fragen andererseits nicht. „Wir glauben jedoch an BTC“, versicherte er.

Im Prinzip waren Bitcoin-Verkäufe über Ebay bereits möglich. Das Online-Auktionshaus legte dabei aber nahe, die virtuelle Währung auf einem Datenträger wie einem USB-Stick anzubieten, um gegebenenfalls einen Nachweis für den Versand erbringen zu können.

Auch mit dem jetzt offiziell erlaubten Bitcoin-Verkauf im Format der Kleinanzeigen macht Ebay zumindest deutlich, dass es sich nicht gegen die virtuelle Währung positionieren will und die Entwicklung mit Interesse verfolgt. Seit diesem Monat unterstützt der amerikanische Onlinehändler Overstock.com die virtuelle Währung Bitcoin als Zahlmethode und setzte damit ein weiteres Beispiel. In einem Interview mit CNN sagte Overstock-CEO Patrick Byrne voraus, dass andere große Einzelhändler folgen und schon bald Bitcoins akzeptieren werden. „Das zwingt Amazon und einige andere große Akteure zum Handeln“, sagte er. „Sie müssen entweder damit beginnen, es anzunehmen, oder sie verschenken einen Teil des Marktes.“

[mit Material von Bernd Kling, ZDNet.de]

Anja Schmoll-Trautmann
Autor: Anja Schmoll-Trautmann
Redakteurin
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