Microsoft Skydrive wird in OneDrive umbenannt

Im Juli hatte ein britisches Gericht aufgrund der Namensähnlichkeit zu BSkyB entschieden, dass Microsoft den Namen SkyDrive nicht weiter verwenden darf. Für bestehende Nutzer von Microsoft SkyDrive und SkyDrive Pro soll sich nichts ändern. Der Betrieb soll ohne Unterbrechung weiterlaufen.

Der Cloud-Speicherdienst Microsoft SkyDrive wird einen neuen Namen erhalten und in Zukunft OneDrive heißen. Das hat Microsoft über den neuen OneDrive-Blog bekannt geben.

Microsoft Skydrive wird in OneDrive umbenannt

Den Namen bei einem derart beliebten Produkt zu ändern, ist Microsoft nicht leicht gefallen, wie es in dem Blog-Beitrag schreibt. Im Juli hatte allerdings ein britisches Gericht entschieden, dass “SkyDrive gegen das Warenzeichen “Sky” des Unternehmens British Sky Broadcasting (BSkyB) verstößt und Microsoft den Namen nicht weiter verwenden darf. Die Richterin kam zu dem Schluss, dass “der durchschnittliche Verbraucher” wahrscheinlich durch die Namensähnlichkeit verwirrt sei und dass die Öffentlichkeit den Eindruck bekomme, die Angebote von Microsoft und BSkyB kämen aus einer Quelle oder seien miteinander verbunden. Zwar bezog sich das Urteil nur auf die Europäische Union, Microsoft hat sich aber offenbar dazu entschieden, den Namen gleich weltweit zu wechseln.

Für bestehende Nutzer von SkyDrive und SkyDrive Pro ändert sich nichts. Der Betrieb werde ohne Unterbrechung weiterlaufen, verspricht Microsoft. Alle Inhalte werden einfach nur auf einer neuen Domain und unter einem anderen Produktnamen erhältlich sein. SkyDrive Pro übrigens wird durch OneDrive for Business abgelöst. Auf der OneDrive-Website heißt es vorerst noch, das Angebot werde in Kürze starten.

Microsoft Skydrive wird in OneDrive umbenannt

BSkyB ist einer der größten Pay-TV-Anbieter in Großbritannien und Europa. Um seine Kundenbasis zu erweitern, stellt das Unternehmen auch mobile Anwendungen und Streaming-Dienste bereit. Die neuen Dienste nutzen auch cloudbasierte Technologien. Zudem bot das Unternehmen bis Dezember 2011 unter dem Namen Sky Store & Share auch einen eigenen Speicherdienst an.

Es ist nicht das erste Mal, dass Microsoft einen Markennamen ändern muss. Im vergangenen Jahr gab es die Bezeichnung “Metro” für die neue Oberfläche von Windows 8 und Windows Phone auf. Allerdings betonten Vertreter des Unternehmens, Metro sei auch nur ein Codename gewesen, obwohl die Bezeichnung in vielen Marketingunterlagen genutzt wurde. Offiziell begründete Microsoft den Verzicht auf Metro nie mit einem Namensstreit. Vielmehr sprach es von “Diskussionen mit einem wichtigen europäischen Partner“, bei dem es sich um den deutschen Handelskonzern Metro AG gehandelt haben soll.

Kürzlich hat sich Microsoft den Markennamen “Mod” schützen lassen. Einige Beobachter glauben, dass dies der Ersatz für “Metro” beziehungsweise die Kurzform des jetzt gebräuchlichen Terminus “Modern-UI” sein wird.

[Mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de]

Autor: Christian Schartel
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