Samsung Galaxy S5: am 24. Februar wird das Android-Smartphone offiziell enthüllt

Das Samsung Galaxy S5 wird am 24. Februar auf dem Event „Unpacked 5“ im Rahmen des Mobile World Congress in Barcelona offiziell vorgestellt. Ab 20 Uhr CET wird Samsung die Präsentation per Livestream über seinen Youtube-Kanal übertragen. Um die Wartezeit zu verkürzen, haben wir hier die wichtigsten Informationen und Gerüchte kompakt zusammengefasst.

Das Samsung Galaxy S5 wird am Montag, dem 24. Februar, im Rahmen des Mobile World Congress (MWC) in Barcelona vorgestellt. Darauf weisen von Samsung verschickte Einladungen für sein erstes Unpacked-Event in diesem Jahr hin. Der Titel der Veranstaltung lautet jedenfalls „Unpacked 5“, womit es klar sein dürfte, dass der koreanische Hersteller an diesem Termin das Samsung Galaxy S5, die fünfte Auflage seines Android-Smartphones, der Öffentlichkeit präsentieren wird.

Samsung Galaxy S5: am 24. Februar wird das Android-Smartphone offiziell enthüllt

Das Android-Smartphone Samsung Galaxy S5 wird am 24. Februar im Rahmen des Mobile World Congress in Barcelona auf dem Event „Unpacked 5“ offiziell vorgestellt. Ab 20 Uhr CET wird Samsung die Präsentation per Livestream über seinen Youtube-Kanal übertragen (Bild: Jessica Dolcourt/CNET.com).

Aus der Einladung hervorgeht, dass Samsung das Unpack-Event wie im letzten Jahr per Livestream über seinen Youtube-Kanal übertragen wird. Um 20 Uhr deutscher Zeit geht es am 24. Februar los.

Über die Ausstattung des Galaxy S5 hat Samsung noch nicht viel verraten. Bekannt ist von offizieller Seite lediglich, dass das Design sich signifikant von dem seines Vorgängers unterscheiden und das Android-Smartphones womöglich mit einem Iris-Scanner ausgestattet sein wird.

Allerdings kursieren bereits zahlreiche Gerüchte über die technischen Spezifikationen des Samsung Galaxy S5 im Netz. Die Webseite SamMobile, die in der Vergangenheit häufig Recht behalten hat, will unter Berufung auf einen Insider, einen Teil der technischen Daten in Erfahrung gebracht haben.

So soll eine offenbar als vertraulich geltende Quelle SamMobile bestätigt haben, dass das Galaxy S5 in zwei Varianten erhältlich sein wird – mit Plastik-Chassis und alternativ auch mit Metallgehäuse. Das höherwertige Modell soll rund 800 Euro, die Kunststoff-Ausführung rund 650 Euro kosten. Eine ähnliche Strategie verfolgt Apple mit dem iPhone 5C und iPhone 5S. Ob das komplette Gehäuse des S5 oder nur die Rückseite aus Metall gefertigt ist, das bleibt offen. Die Fertigung soll angeblich der Zulieferer von HTC und Apple übernehmen, der auch die Gehäuse des HTC One und des iPad Mini herstellt.

Die Gerüchte um einen Iris-Scanner hatte Samsung auf der CES selbst angeheizt. “Wir untersuchen die Möglichkeit”, so Lee Young Hee, Executive Vice President von Samsungs Mobilsparte. Kurz darauf hatte jedoch Ryan Bidan, Direktor für Mobile-Produktmarketing bei Samsung USA, auf der CES in Las Vegas erklärt, in Zukunft keine unausgereiften Funktionen mehr in seine Geräte integrieren zu wollen.

Das Display des S5 wird dem SamMobile-Artikel zufolge über eine QHD-Auflösung von 2,560 mal 1,440 Pixel verfügen. Kürzlich ist ein bisher unbekanntes Samsung-Phone auch in einem Benchmark-Test (GFXBench) aufgetaucht, was dies nochmals bestätigen würde. Die Pixeldichte würde bei einer QHD-Auflösung rund 587 ppi betragen. Zum Vergleich: Der Full-HD-Screen des Galaxy S4 kommt auf 441 ppi. Die Größe der Anzeige ist noch nicht gewiss. SamMobile rechnet mit einer 5,25-Zoll-Diagonale. Ob Samsung ein gebogenes oder gar faltbares Display verbaut, das wird nicht erwähnt. Wie Korea Herald berichtet, muss Samsung seine Pläne für ein gekrümmtes Smartphone-Displays aber zurückstellen. Demnach werden die in Galaxy Round und LG G Flex verbauten Displays nicht dem kommenden Spitzenmodell zu finden sein.

Zudem wird das Galaxy S5 laut dem Insider das erste Android-Smartphone sein, das mit Qualcomms neuester Prozessor-Generation Snapdragon 805 ausgestattet sein wird, die es kürzlich auf der CES in Las Vegas vorgestellt hat. Der Quad-Core-Prozessor ist für Taktraten von bis zu 2,5 GHz ausgelegt und unterstützt Videos mit 4K Auflösung, bietet LTE und kommt mit einer neuen Grafikeinheit (Adreno 420), die die Leistung des direkten Vorgängers um bis zu 40 Prozent übertreffen soll. Den Einsatz einer 64-Bit-CPU, wie bereits Samsung-CEO Shin Jong-kyun im September gegenüber der Korea Times angekündigt hatte, konnte der Insider dagegen nicht bestätigen. Allerdings gilt es als wahrscheinlich, dass die teurere Ausführung mit Metallgehäuse mit Samsungs 64-Bit-Chip Exynos 6 ausgestattet sein wird, der nun auch LTE unterstützen soll.

Darüber hinaus wird das S5 auch mit einer 16-Megapixel-Kamera ausgestattet sein. Ein optischer Bildstabilisator könnte ebenfalls mit an Bord sein. Über den Akku oder die RAM-Ausstattung konnte die Quelle nicht berichten. Bisherige Gerüchte gehen von 3 GByte Arbeitsspeicher und einem riesigen 4000-mAh-Akku aus.

Der Markt-Beobachter und Analyst bei KGI Securities Ming-Chi Kuo, der ebenfalls als gut informiert gilt, hat diese Gerüchte allerdings vor Kurzem wieder über den Haufen geworfen, wie AppleInsider berichtet. Der Analyst geht zwar auch davon aus, dass Samsung zwei Ausführungen auf den Markt bringen wird, allerdings keine mit Metallgehäuse. Beide Versionen sollen wie üblich aus Kunststoff gefertigt sein.

Er hält auch einen Iris-Scanner für ein eher unwahrscheinliches Feature. Stattdessen soll Samsung wie Apple beim iPhone 5S oder HTC beim One Max einen Fingerabdruckscanner integrieren. Dieser soll sich allerdings nicht im Home-Button oder auf der Rückseite, sondern direkt im Display befinden. Der Bildschirm soll sozusagen als gigantischer Fingerabdruckscanner dienen. Das soll ein Samsung-Insider angeblich ausgeplaudert haben. Die Information stammt von dem Blog iTechAddict, der sich auf einen „gut informierten Samsung-Mitarbeiter der indischen Forschungs- und Entwicklungsabteilung beruft.

Die zwei Modelle – ein günstigeres und ein Top-Modell – sollen sich nur in Sachen Prozessor, Display-Auflösung und Speicher unterscheiden. Kuo ist der Meinung, das „Prime-Modell“ werde die spekulierte QHD-Auflösung von 2,560 mal 1,440 Pixel bieten, das erschwinglichere Modell wie das Samsung Galaxy S4 Full-HD (1920 mal 1080). Weiterhin soll das Spitzenmodell von Samsungs Achtkern-CPU Exynos 5430 angetrieben werden, dem 3 GByte RAM zu Seite stehen. Die etwas abgespeckte Variante soll mit Qualcomms Quad-Core-CPU laufen. Eine 64-Bit-CPU kommt auch Kuo zufolge nicht zum Einsatz.

Dafür steht auch die 16-Megapixel-Kamera bei beiden Modellen auf seiner Feature-Liste. Die Knipse soll einen Autofokus mitbringen, der mit einem Phasenvergleich arbeitet. Weiterhin soll sich die Kamera mit 3D-Gesten steuern lassen.

Samsung Galaxy S5: am 24. Februar wird das Android-Smartphone offiziell enthüllt

Samsungs Android-Oberfläche TouchWiz soll Smartphone-Besitzer künftig mit relevanten Wegbeschreibungen, anstehenden Terminen oder dem aktuellen Wetterbericht versorgen – ganz ähnlich wie Google Now (Bild via @evleaks).

Als Betriebssystem kommt voraussichtlich Android 4.4.x KitKat zum Einsatz. Screenshots, die von dem für seine meist zuverlässigen Vorabinformationen bekannten Twitter-Konto @evleaks veröffentlicht wurden, weisen zudem auf eine überarbeitete Version von Samsung Oberfläche TouchWiz hin. Sie erinnert mit kontextsensitiven Karten an Microsofts Windows Phone oder Googles Assistenten Now.

Aber auch beim Betriebssystem sind sich nicht alle Spekulanten einig. Gerüchten zufolge könnte Samsung das S5 alternativ auch mit Tizen OS ausstatten, das zu den Bereichen zählt, die Samsung im kommenden Jahr vorantreiben soll.

Neben dem Galaxy S5 soll Samsung übrigens auch einen Nachfolger des S4 Zoom und S4 Mini planen. Das S5 Zoom und S5 Mini sollen im Juni oder Mai vorgestellt werden, wie SamMobile berichtet.

[Mit Material von Björn Greif, ZDNet.de]

Autor: Christian Schartel
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