Lumix GH4: Panasonic bringt spiegellose Systemkamera für 4K-Videos und Fotos

Panasonics neues Flaggschiff dreht Videos mit professioneller 4K-Auflösung und bietet Fotografen mehr Geschwindigkeit. WLAN und NFC an Bord ermöglichen eine einfache kabellose Verbindung zu iOS- und Android-Smartphones und -Tablets.

Knapp eineinhalb Jahre nach der Markteinführung der spiegellosen Systemkamera Panasonic Lumix GH3 tritt jetzt die GH4 die Nachfolge an und soll die Lücke zwischen Consumer- und professionellen Video-Kameras schließen.

Die GH4 kommt mit einem neu entwickeltem 16,05-Megapixel-Digital-Live-MOS-Sensor, der durch schnelle Reaktionszeiten unter anderem den „Rolling-Shutter“-Effekt (Verzerrungen durch zeilenweises Auslesen des Bildes) bei Foto- und Videoaufzeichnungen mit elektronischem Verschluss spürbar reduzieren soll.

Angetrieben wird die Systemkamera vom Bildprozessor „Venus Engine“ mit Quad-Core-CPU, der für eine schnelle Signalverarbeitung bei 4K-Vidoeaufnahmen und Highspeed-Serienaufnahmen zuständig ist. Im Highspeed-Serienaufnahmen-Modus schafft die Kamera bis maximal 40 Bilder pro Sekunde im RAW-Format und bis zu 100 im JPG-Format mit 12 Bilder pro Sekunde bei Einzelfokussierung (AF-S) oder 7 Bilder pro Sekunde bei kontinuierlicher Fokussierung (AFC). Die ISO-Spanne reicht von 100 bis zu 25.600.

Panasonic Lumix GH4 (Foto: Panasonic)

Panasonic Lumix GH4 (Foto: Panasonic)

Panasonics neue DFD-Technologie (Depth from Defocus) sorgt für eine Verkürzung der Reaktionszeit des Ultra-High-Speed-AF auf etwa 0,07 Sekunden. Durch die neue Gesichts- und Augenerkennung sowie den 49-Punkt-AF mit benutzerdefinierten Multi-AF-Modus sollen AF-Sicherheit und Komfort verbessert werden.

Neben 4K-Videoaufnahmen in MOV/MP4 verspricht die Panasonic auch Videos in Full-HD mit Bitraten von 200 Megabit pro Sekunde (ALL-Intra) oder 100 Megabit pro Sekunde (IPB). Für den professionellen Einsatz können Videos mit 4:2:2 Farbabtastung und 10 Bit an externe Datenträger oder Monitore ausgegeben werden. Nutzer können je nach Verwendungszweck zwischen den Formaten MOV, MP4, AVCHD und AVCHD Progressive sowie einer Vielzahl von Bildraten wählen. Für den globalen Einsatz stehen professionellen Anwendern die Systemfrequenzen 59,94 Hz (23.98 Hz) / 50.00 Hz / 24.00 Hz zur Verfügung.

Die Lumix GH4 verfügt über einen OLED-Sucher mit 2.359.000 Bildpunkten, das Kontrastverhältnis im Sucherbild gibt der Hersteller mit 10.000:1 an. Zudem bietet die Kamera einen dreh- und schwenkbaren Rückseiten-OLED-Monitor mit 1.036.000 Bildpunkten.

Der vordere und hintere Rahmen sind aus einer Magnesium-Druckguss-Legierung gefertigt. Durch Abdichtungen an allen Naht- und Verbindungsstellen ist das Gehäuse Herstellerangaben zufolge spritzwasser- und staubgeschützt.

Panasonic Lumix GH4 (Foto: Panasonic)

Panasonic Lumix GH4 (Foto: Panasonic)

Die GH4 kommt mit einer 3,5-Millimeter-Mikrofonbuchse und einer 3,5-Millimeter-Kopfhörerbuchse. Aufnahmen lassen sich in Echtzeit per Live-Bild über ein optionales Micro-HDMI-Kabel auf einem externen Monitor darstellen und kontrollieren. Zusätzlich stehen AV-Ausgänge, X-Blitzkabelbuchse und eine 2,5-Millimeter-Klinkenbuchse für eine Fernbedienung zur Verfügung. Für die Aufzeichnung von hochauflösenden 4K-Videos nutzt die GH4 SD-Speicherkarten der UHS-Speed-Klasse 3 (U3), die eine konstante minimale Schreibgeschwindigkeit von 30 MB/s, wie sie für 4K-Videoaufnahmen erforderlich ist, garantiert. Mit an Bord ist ein WLAN-Modul (IEEE 802.11 b/g/n), außerdem wird NFC unterstützt. Mit der Panasonic Image App ist das Aufnehmen von Fotos und Videos per Smartphone (iOS/Android) oder Tablet auch aus der Ferne möglich und das Einfügen von Geotags auch nachträglich machbar.

Ohne Objektiv wiegt die 13,3 mal 9,3 mal 8,4 Zentimeter große Kamera 560 Gramm.

Die unverbindliche Preisempfehlung und das Datum der Markteinführung stehen noch nicht fest. Auf der Panasonic-Seite sind bereits zwei Versionen gelistet: Body und Kit-Variante. Zum Vergleich: Die unverbindliche Preisempfehlung für die GH3 liegt derzeit bei 999 Euro (nur Body). Das Kit bestehend aus dem Lumix-GH3 Gehäuse und dem Objektiv Lumix G VARIO HD 14-140mm und kostet 1499 Euro.

Anja Schmoll-Trautmann
Autor: Anja Schmoll-Trautmann
Redakteurin
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