Spritz: diese Technik will das Lesen auf Smartphones, Smartwatches & Co. revolutionieren

Anstatt Texte von Zeile zu Zeile zu lesen, präsentiert die als „Spritz“ bezeichnete Lesetechnik alle Wörter in schneller Abfolge hintereinander an ein und demselben Punkt des Bildschirms. Der Vorteil: die Augen des Lesers müssen sich nicht wie üblich von Zeile zu Zeile bewegen, was ein deutlich höheres Lesetempo ermöglichen soll.

Das in Bosten ansässige Start-Up Spritz Technology will mit seiner neu entwickelten Technik das Lesen auf Smartphones, Smartwatches, Tablets & Co neu erfinden. Anstatt Texte von Zeile zu Zeile zu lesen, präsentiert die als Spritz bezeichnete Technologie alle Wörter in schneller Abfolge hintereinander an ein und demselben Punkt.

 Spritz: diese Technik will das Lesen auf Smartphones, Smartwatches & Co. revolutionieren

Anstatt Texte von Zeile zu Zeile zu lesen, präsentiert die als „Spritz“ bezeichnete Lesetechnik alle Wörter in schneller Abfolge hintereinander an ein und demselben Punkt des Bildschirms. Der Vorteil: die Augen des Lesers müssen sich nicht wie üblich von Zeile zu Zeile bewegen, was ein deutlich höheres Lesetempo ermöglichen soll (Screenshot Spritz Website: CNET.de).

Dabei zeigt Spritz immer nur ein Wort des Satzes gleichzeitig an und hebt einen in der Mitte liegenden Buchstaben in roter Farbe hervor. Der markierte Buchstabe befindet sich auf dem Display immer an genau derselben Stelle – einer Art Leseleiste, die als „Redicle“ bezeichnet wird.

Alles was Nutzer tun müssen, um einen Text zu lesen, ist also sich auf diesen kleinen Bereich zu konzentrieren. Der Vorteil: die Augen des Lesers müssen sich nicht wie üblich von Zeile zu Zeile bewegen, was ein deutlich höheres Lesetempo ermöglichen soll.

Die Entwickler geben an, dass man mit Spritz bis zu 1.000 Wörter pro Minute lesen kann – zumindest wenn man geübt ist. Ein durchschnittlicher Leser erreicht üblicherweise eine Geschwindigkeit von 200 bis 300 WpM (Words per Minute).

 Spritz: diese Technik will das Lesen auf Smartphones, Smartwatches & Co. revolutionieren

Geeignet ist die Technologie im Prinzip für alle elektronischen Geräte, die Text anzeigen. Besonders vorteilhaft ist sie im Einsatz mit winzigen Displays wie sie bei Smartwatches vorzufinden sind, da immer nur ein Wort angezeigt und somit nur wenig Platz benötigt wird.

Die neue Lesetechnik kann auf der Spritz-Website unter dem Punkt Learn to Spritz auch schon bis zu einer Geschwindigkeit von 400 WpM ausprobiert werden. Dem ersten Eindruck nach lässt Text sich tatsächlich schneller wahrnehmen als bei einer zeilenweisen Darstellung. Auf Dauer dürfte das aber auch anstrengend werden.

Ob die neu entwickelte Lesetechnik irgendwann einmal zum Standard für Smartwatches oder in Webseiten und Apps auf Smartphones, Tablets & Co zu finden sein wird, das bleibt offen. Bisher hat Spritz wohl noch keinen Lizenznehmer gefunden. Die Idee ist aber durchaus beeindruckend.

[Mit Material von Andreas Donath, Gizmodo.de]

Christian Schartel
Autor: Christian Schartel
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