Skype: Microsoft hat Synchronisierungsprobleme behoben

Nachrichten waren gar nicht angekommen oder falsch markiert worden. Vom Peer-to-Peer-Prinzip auf Cloud-Computing umzustellen erforderte eine architektonische Erneuerung.

Microsoft hat ein Problem mit der Synchronisierung von Nachrichten in Skype über mehrere Geräte hinweg endlich behoben. Das teilt Produktmarketing-Managerin Elaine Ansell mit. Chats erscheinen nach ihrer Darstellung mit den jüngsten Versionen wieder auf allen Geräten, auf denen ein Kontoinhaber Skype nutzt. Auch tauche jetzt immer eine Push-Benachrichtigung auf.

Skype

Dass das Problem existiert, hatte Microsoft Ende November 2013 erstmals eingestanden. Die Korrektur dauerte offenbar länger als geplant. Ansell bestätigt jetzt noch einmal, Nachrichten seien bisweilen auf einem Gerät als „gelesen“ und auf einem anderen als „ungelesen“ angekommen. So hätten Anwender bisweilen neue Mitteilungen verpasst.

„Wir wissen auch, wie wichtig es für Sie zu wissen ist, dass Ihre Nachrichten angekommen sind und dass Sie selbst alle Nachrichten erhalten, die Ihnen jemand schickt“, schreibt Ansell im Skype-Blog. „Jetzt können Sie wieder vollkommen beruhigt sein, dass Ihre Freunde Ihre Nachrichten erhalten, selbst wenn sie zum Zeitpunkt des Abschickens gerade nicht online sind. Und wenn Sie eine Skype-Nachricht auf Ihrem Smartphone lesen, wird sie am Abend auch auf Ihrem Laptop als gelesen markiert sein.“

Gleichzeitig dürften Skype-Nutzer weniger Stromverbrauch, schnellere Starts und schnellere Wiederaufnahme von Gesprächen feststellen, sagt Microsoft. Ansell zufolge laden sowohl die App als auch die letzten Nachrichten schneller. Unabhängig vom Gerät sollten Anwender auf die neuste Skype-Version aktualisieren, um von den Fixes und Optimierungen zu profitieren.

Für die nächsten Monate verspricht Microsoft weitere Verbesserungen. So sollen Benachrichtigungen zu neuen Nachrichten nur noch auf gerade aktiven Geräten auftauchen. Außerdem will Microsoft die Liste favorisierter Kontakte über Geräte hinweg synchronisieren.

Als Grund für die Schwierigkeiten mit Skype hatte Microsoft vergangenes Jahr die Umstellung vom Peer-to-peer-Prinzip auf einen cloudbasierten Dienst genannt – also auf einen, der zentrale Server verwendet. Skype sei für Desktop-PCs konzipiert worden und nicht für eine Welt, in der fast jeder Anwender mehrere Endgeräte gleichzeitig einsetzt. Produktmanager Jeff Kunins dazu: „Es ist ja nicht so, als ob wir seit zehn Jahren versuchen, einen tollen Chat zu liefern, aber nur Mist bauen. Vielmehr haben wir unseren ursprünglichen Job großartig gemacht. Jetzt wollen die Leute mehr von uns. Wir investieren, wir expandieren, und wir werden auch da großartig sein.“

[mit Material von Florian Kalenda, News.com]

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Anja Schmoll-Trautmann
Autor: Anja Schmoll-Trautmann
Redakteurin
Anja Schmoll-Trautmann Anja Schmoll-Trautmann Anja Schmoll-Trautmann

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