Microsoft SkyDrive wird zu OneDrive und erhält neue Features

Der Cloudspeicher-Dienst Microsoft SkyDrive ist ab sofort unter der URL www.onedrive.com erreichbar. Zu den neuen Funktionen zählen sich ein optimiertes Video-Sharing und eine automatische Kamera-Backup-Funktion der OneDrive-App für das Android-Smartphone.

Der Cloudspeicher-Dienst Microsoft SkyDrive heißt wie Ende Januar angekündigt ab sofort OneDrive und ist unter der URL www.onedrive.com zu erreichen. Wer bereits SkyDrive- beziehungsweise SkyDrive-Pro-Kunde (jetzt OneDrive for Business) ist, der kann sich dort wie gehabt mit seinen vorhandenen Anmeldedaten einloggen.

Um den Launch von OneDrive gebührend zu feiern, verschenkt Microsoft heute 100 GByte kostenlosen Cloudspeicher an 100.000 Nutzer, den sie ein Jahr lang verwenden können. In seinem Blog schreibt der Softwareriese, Anwender sollen den Twitter-Feed von OneDrive im Auge behalten, um zu erfahren, wie man sich den kostenlosen Speicherplatz ergattern kann.

Update: 17.10: Um den kostenlosen Speicher zu ergattern, muss ein Puzzel gelöst werden. Hinter dem Puzzel versteckt sich offenbar nur ein Hinweis: Wie Anwender in den Kommentaren des Tweets mitteilen, erhalten die ersten 100.000 Nutzer, die sich ab 11:11 am PST (Pacifc Time) – in Deutschland 20:11 Uhr – bei OneDrive anmelden, den kostenlosen Cloudspeicher.

Microsoft SkyDrive wird zu OneDrive und erhält neue Features

Der Cloudspeicher-Dienst Microsoft SkyDrive ist ab sofort unter der URL www.onedrive.com erreichbar. Zu den neuen Funktionen zählen sich ein optimiertes Video-Sharing und eine automatische Kamera-Backup-Funktion der OneDrive-App für das Android-Smartphone (Bild: Microsoft).

Neben dem neuen Namen hat Microsoft auch gleich ein paar neue Funktionen eingeführt. Optimiert hat es beispielsweise das Video-Sharing. Das Speichern, Betrachten und Teilen von Clips soll nun einfacher sein. Weiterhin können Nutzer über die Webversion von OneDrive Dokumente mit den Office Web Apps parallel bearbeiten. Außerdem erhält die mobile Version von OneDrive für Android-Smartphones eine automatische Kamera-Backup-Funktion. Darüber hinaus verspricht Microsoft eine verbesserte Nutzererfahrung über alle Plattformen hinweg. OneDrive-Apps gibt es für Googles Android-, Apples iOS, Microsofts Windows Phone sowie seine Spielkonsole Xbox.

Wie von SkyDrive gewohnt bietet auch OneDrive 7 GByte kostenlosen Speicherplatz für jeden Nutzer. Dieser lässt sich gegen Gebühr in Schritten von 50, 100 und 200 GByte aufstocken. Bestandskunden können bis zu 5 GByte kostenlosen Speicherplatz erhalten (in 500-MByte-Schritten), indem sie ihre Freunde in den Clouddienst einladen. Die Nutzung der Kamera-Backup-Funktion wird mit weiteren 3 GByte belohnt.

Im Juli hatte ein britisches Gericht entschieden, dass “SkyDrive” gegen das Warenzeichen “Sky” des Unternehmens British Sky Broadcasting (BSkyB) verstößt. Richterin Sarah Asplin kam zu dem Schluss, dass “der durchschnittliche Verbraucher” wahrscheinlich durch die Namensähnlichkeit verwirrt sei und dass die Öffentlichkeit den Eindruck bekomme, die Angebote von Microsoft und BSkyB kämen aus einer Quelle oder seien miteinander verbunden. Obwohl sich das Urteil nur auf die Europäische Union bezog, entschied Microsoft, den Namen gleich weltweit zu wechseln.

BSkyB ist einer der größten Pay-TV-Anbieter in Großbritannien und Europa. Um seine Kundenbasis zu erweitern, stellt das Unternehmen mobile Anwendungen und Streaming-Dienste bereit. Die neuen Dienste nutzen auch cloudbasierte Technologien. Zudem bot BSkyB bis Dezember 2011 unter dem Namen Sky Store & Share einen eigenen Speicherdienst an.

[Mit Material von Björn Greif, ZDNet.de]

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Autor: Christian Schartel
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Neueste Kommentare 

2 Kommentare zu Microsoft SkyDrive wird zu OneDrive und erhält neue Features

  • Am 15. März 2014 um 20:33 von Jo

    Microsoft möchte ja am liebsten automatisierte Dateiabgleiche auf Onedrive sehen, aber die haben dabei nicht an die vielen tausend Fotografen gedacht, welche auch nackte Haut ästhetisch fotografieren (keine Pornografie, aber den Unterschied kennen die Amis sowieso nicht) und diese auch sichern möchten. Für Fotografen absolut nicht zu gebrauchen, denn dann wird man gesperrt! Das zeigt, dass die da in den Daten rumschnüffeln (Privatsphäre ist nicht) und auf so eine Datensicherung, wo ich nicht „alle“ meine Bilder sichern kann, kann und muss ich wohl verzichten!
    Aber gut, dass es auch andere Cloudanbieter gibt :-)

    • Am 12. Oktober 2015 um 11:57 von Herbert Hubenthal

      Hallo,wie kann ich OneDrive wieder herstellen

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