Google gibt Benimmregeln für die Nutzer seiner Augmented-Reality-Brille Glass heraus

Das Unternehmen weist auf unerwünschte Verhaltensweisen hin, die dem Ansehen anderer Nutzer schaden könnten. Für die Empfehlungen wurden Glass Explorer befragt, die sich schon länger mit der Computerbrille in der Öffentlichkeit bewegen.

Google befürchtet offenbar einen zunehmend schlechten Ruf durch „Glassholes“ und hat jetzt Benimmregeln für die Träger seiner Computerbrille veröffentlicht. Es gibt den „Glass Explorers“ Empfehlungen für vorbildliches Verhalten schon in der Erprobungsphase von Google Glass und weist ausdrücklich auf unerwünschte Verhaltensweisen hin, die dem Ansehen anderer Nutzer schaden könnten. Für die Ratschläge seien Tester befragt worden, die sich schon länger mit der Augmented-Reality-Brille in der Öffentlichkeit bewegen.

Die erste Aufforderung lautet, die Technik und insbesondere Sprachbefehle aktiv zu nutzen, um „aufsehen und sich mit der Umwelt einlassen zu können“. Um Erlaubnis sei aber unbedingt zu fragen, statt einfach Fotos oder Videos aufzunehmen: „Indem Sie allein in der Ecke eines Raums stehen und auf Leute starren, während sie mit Glass aufgezeichnet werden, gewinnen Sie keine Freunde.“

Rachel King testet Google Glass (BIld: ZDNet.com)

Den Glass-Trägern empfiehlt Google außerdem eine durch Passwort geschützte Bildschirmsperre. Sofern sie das Gerät verlieren oder es gestohlen wird, könnten sie zumindest alle Informationen aus der Ferne löschen. Da die Brille für „kurze Informationsstöße“ konzipiert wurde, sollen sich seine Nutzer auch ein „Glass-out“ gönnen. „Wenn Sie längere Zeit auf das Display starren, wirken Sie auf die Leute um Sie herum vermutlich ziemlich seltsam“, warnt Google. „Lesen Sie also nicht Krieg und Frieden auf Glass.“

Auch bei körperbetonten Sportarten wie Wasserski oder Bullenreiten sei Glass besser abzusetzen. Glass soll nicht mit der Erwartung getragen werden, von anderen ignoriert zu werden, vielmehr seien viele neugierige Fragen zu erwarten. „Seien Sie geduldig und erklären Sie, dass Glass viele Features wie ein Smartphone hat (Kamera, Maps, E-Mail und mehr)“, rät Google.

Es empfiehlt außerdem die Entwicklung einer persönlichen Etikette. Die Nutzer sollen sich keinesfalls als „Glassholes“ ungehobelt aufführen oder beunruhigend auf andere wirken. Sie sollen vielmehr andere respektieren und bei Fragen über Glass nicht schnippisch antworten. Wo immer Smartphone-Kameras nicht erwünscht sind, gälten die gleichen Regeln auch für Glass: „Wenn Sie um die Abschaltung Ihres Mobiltelefons gebeten werden, dann schalten Sie Glass ebenfalls ab.“

An der Einhaltung solcher Verhaltensregeln muss Google natürlich auch aus seinem eigenen geschäftlichen Interesse liegen. „Ein Bruch der Regeln oder ungehobeltes Verhalten wird die Geschäftswelt nicht für Google Glass begeistern und die Erfahrung anderer Explorer ruinieren“, lautet die abschließende Warnung.

[mit Material von Bernd Kling, ZDNet.de]

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Anja Schmoll-Trautmann
Autor: Anja Schmoll-Trautmann
Redakteurin
Anja Schmoll-Trautmann Anja Schmoll-Trautmann Anja Schmoll-Trautmann

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