Amazon bietet seine virtuelle Währung Coins jetzt auch Nutzern von Android-Geräten an

Kunden können beim Kauf von Apps oder In-App-Inhalten mittels Coins bis zu 10 Prozent sparen. Für die Nutzung auf Smartphones und Tablets mit Android ist der Amazon App-Shop Voraussetzung.

Amazon-Kunden in Deutschland, Großbritannien und den USA können ab sofort mit ihrem Android-Smartphone oder -Tablet Coins kaufen und einsetzen. Mit dem alternativen Zahlungsmittel lassen sich beispielsweise Apps, Spiele oder In-App-Inhalte in Amazons App Store bezahlen. Dies war bisher nur auf dem Desktop und mit Amazons Kindle-Fire-Geräten möglich.

Amazon Coins gibt es jetzt auch für Android-Geräte (Bild: Amazon)

Im Mai 2013 hatte Amazon die virtuelle Währung in den USA eingeführt. Im November machte der Onlinehändler sie auch in Deutschland verfügbar. Eine Einheit der Amazon-Währung entspricht einem Euro-Cent.

Damit Besitzer eines Android-Geräts Coins nutzen können, müssen sie zunächst die jüngste Version von Amazons App-Shop installieren. Dieser dient dann als alternativer App Store zu Google Play. Eine Installationsanleitung findet sich auf der Amazon-Website.

Kunden können die Währung unter www.amazon.de/coins in Mengen von 500, 1000, 2500, 5000 und 10.000 kaufen. Das kleinste Paket kostet 4,80 Euro, das größte 90 Euro – umgerechnet auf den Wert ergeben sich also Einsparungen von bis zu 10 Prozent. Gebühren fallen nicht an. Mit dem Rabattsystem versucht Amazon natürlich, Nutzer an seinen Shop und sein Ökosystem zu binden, denn nur dort können sie ihr Guthaben ausgeben.

Zugleich bewirbt der Onlinehändler Coins als weitere Möglichkeit für App-Entwickler, Traffic und Downloads zu steigern und damit ihre Umsätze zu erhöhen. In den USA hätten Entwickler seit dem Start von Coins einen deutlichen Aufschwung verzeichnet. 70 Prozent jeder Transaktion gehen wie gewohnt an den App-Anbieter, 30 Prozent behält Amazon ein. Bestehende Apps und Spiele müssen nicht für Coins angepasst oder modifiziert werden.

Amazon ist nicht die erste Internetfirma, die eine virtuelle Währung einführt. Facebook hat seinen Versuch mit Credits („Facebook-Gutschriften“) im Juni 2012 – nur ein Jahr nach Verlassen der Betaphase – aufgegeben. Inzwischen hat es wieder auf lokale Währungen wie Dollar, Euro, Pfund oder Yen umgestellt.

[Mit Material von Björn Greif, ZDNet.de]

Anja Schmoll-Trautmann
Autor: Anja Schmoll-Trautmann
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Anja Schmoll-Trautmann Anja Schmoll-Trautmann Anja Schmoll-Trautmann

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