Samsung Galaxy S5: so funktioniert der Fingerabdruckscanner des neuen Android-Smartphones im Detail

Der Fingerabdruckscanner des Android-Smartphones Samsung Galaxy S5 ist ähnlich wie beim iPhone 5S in den Home-Button integriert. Um das Smartphone zu Entsperren müssen Galaxy-S5-Besitzer den Finger aber über den recht Sensorbereich nach unten ziehen.

Auf der Präsentation des Android-Smartphones Samsung Galaxy S5, die gestern im Rahmen des Mobile World Congress in Barcelona abgehalten wurde, hat Samsung nicht allzu viele Details zu dem integrierten Fingerabdruckscanner preisgegeben. Nun ist es etwas klarer, wie genau er funktioniert.

Samsung Galaxy S5: so funktioniert der Fingerabdruckscanner des neuen Android-Smartphones im Detail

Der Fingerabdruckscanner des Android-Smartphones Samsung Galaxy S5 ist ähnlich wie beim iPhone 5S in den Home-Button integriert (Bild: CNET.com).

Der Fingerabdruckscanner ist ähnlich wie beim Apple iPhone 5S in den Home-Button des Galaxy S5 integriert.

Samsung Galaxy S5: so funktioniert der Fingerabdruckscanner des neuen Android-Smartphones im Detail

Die Pünktchen markieren den Sensorbereich des Fingerabdruckscanners (Bild: CNET.com).

Um das Smartphone zu Entsperren müssen Galaxy-S5-Besitzer den Finger über den Home-Buttons ziehen – und nicht nur wie beim iPhone 5S auf legen.

Samsung Galaxy S5: so funktioniert der Fingerabdruckscanner des neuen Android-Smartphones im Detail

Die Einrichtung des Fingerabdruckscanners dauert nur wenige Minuten (Bild: CNET.com).

Bevor der Scanner einsatzbereit ist, muss er konfiguriert werden. Dazu müssen Nutzer den Finger acht Mal über den entsprechenden Bereich des Displays ziehen.

Der Sensorbereich wirkt recht schmal, der bei der Bewegung des Fingers wenig Spielraum lässt. Das einhändige Entsperren des Smartphones wird dadurch jedenfalls erschwert. Wer allerdings den Fingerabdruck bei der Einrichtung in verschiedenen Ausrichtung einprogrammiert, kann das Gerät auch später aus der Fingerstellung heraus entsperren. Das klappt dann auch mit einer Hand ganz gut. Dennoch ist das einhändige Entsperren des Smartphones etwas schwieriger als beim iPhone 5S.

Der Scanner selbst arbeitet dem ersten Eindruck nach aber zuverlässig – solange Nutzer die Bewegung korrekt ausführen und den Finger nicht zu schnell nach unten ziehen. Insgesamt lassen sich drei Profile – also drei unterschiedliche Fingerabdrücke zum Entsperren – abspeichern. Im Zweifelsfall lässt sich das Gerät natürlich auch per PIN-Code freigeben.

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Beim Samsung Galaxy S5 lassen sich nur drei Fingerabdrücke abspeichern. Bei Apple sind es fünf beziehungsweise zehn (Bild: CNET.com).

Insgesamt scheint Samsungs Lösung aus Sicht der technischen Integration nicht ganz mit Apples Touch-ID-Sensor mithalten zu können. Eine Berührung reicht bei Apple aus, um das Gerät zu entsperren. Der Sensor des iPhone 5S liest den Fingerabdruck auch aus von Haus aus aus verschiedenen Winkeln ein und speichert offiziell bis zu fünf verschiedene Fingerabdrücke ab. Mit einem kleinen Trick lassen sich sogar zehn Finger registrieren.

Nähere Details zur Sicherheit von Samsungs biometrischer Lösung stehen ebenfalls noch aus. Apple hat jedenfalls einen eigenen Bereich seines A7-Prozessors ausschließlich für das Touch-ID-System reserviert, indem die erfassten Daten des Fingerabdruckscanners verschlüsselt abgelegt werden. Alle sensiblen Daten bleiben damit auf dem Gerät und werden nicht in die iCloud übertragen. Der Fingerabdruck werde an sich auch nicht als Bild abgespeichert. Daher sei es kaum möglich, den Fingerabdruck aus den Daten auszulesen.

Samsung Galaxy S5: so funktioniert der Fingerabdruckscanner des neuen Android-Smartphones im Detail

Galaxy-S5-Besitzer können bei jedem Händler, der PayPal als Bezahlmethode anbietet, per Fingerabdruck einkaufen. Das gibt es bei Apple nicht (Bild: CNET.com).

Aus Sicht der Nützlichkeit ist Samsung Apple aber etwas voraus. Neben dem Entsperren des Smartphones dient der Fingerabdruckscanner des Galaxy S5 wie beim iPhone 5S auch zum mobilen Bezahlen. Samsung hat dafür allerdings eine Partnerschaft mit PayPal geschlossen. Das bedeutet, das Autorisieren von Bezahlvorgängen beschränkt sich bei Samsung nicht nur auf den App Store, wie es bei Apple der Fall ist. Galaxy-S5-Besitzer können im Prinzip bei jedem Händler, der PayPal als Bezahlmethode anbietet, per Fingerabdruck einkaufen. Apple will Dritt-Anbietern den Zugriff auf den Touch-ID-Sensor vorerst nicht gewähren. Darüber hinaus haben Galaxy-S5-Nutzer auch die Möglichkeit, mithilfe des Fingerabdruckscanners Daten wie Fotos oder Videos zu verschlüsseln. Weitere Informationen zum Samsung Galaxy S5 finden Interessierte an folgender Stelle.

[Mit Material von Jessica Dolcourt, CNET.com]

Christian Schartel
Autor: Christian Schartel
Redakteur
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Neueste Kommentare 

13 Kommentare zu Samsung Galaxy S5: so funktioniert der Fingerabdruckscanner des neuen Android-Smartphones im Detail

  • Am 26. Februar 2014 um 10:28 von Kehool

    „In der Regel wird man sich vermutlich dabei erwischen, das Samsung Galaxy S5 stets in einer Hand zu halten, um es mit der anderen zu entsperren.“

    Ja und? Das Smartphone ist doch ohnehin viel zu groß um es komfortabel mit einer Hand bedienen zu können…

    • Am 6. März 2014 um 15:20 von Damian

      egal ob groß oder klein hobsache mal was neues egal wie viel Euro das kostet würde auch dafür 2000 euro ausgeben und ich bin gespant auf das S6 .
      Das von mir aus noch ein bisschen größer werden kann.

      Ich konnte bis jetzt nie schlechtes über Samsung sagen und finde das Samsung der Beste Handy hersteller auf dem Markt ist danach kommt erst Apple.

      Habe S3 mini/ Groß
      S4 mini/ Groß
      S2
      und das Galaxy S plus aus probiert und alles gute Produkte

  • Am 2. Juni 2014 um 11:39 von Silke Büch

    Liebe Leute,
    ich bitte euch inständig, aufzuhorchen bei dieser brisanten Technik.
    Ihr gebt so den Geheimdiensten freiwillig eure Fingerabdrücke! Dies wird eigentlich nur von Vorbestraften oder von in Strafdelikten Verdächtigen verlangt. Verschenkt doch nicht alle Identität.
    Ich kann nur eindringlich davor warnen, und der nächste Schritt wird vielleicht der Einbau von sensibler Technik sein, die sogar eure DNA auslesen kann. Die Entwicklung in diesem Bereich ist so rasant, dass es schwer einzuschätzen ist, welche Möglichkeiten die Dienste wirklich haben. Also bitte Finger weg von „Fingerabdruckdisplays“.

    • Am 22. November 2014 um 09:40 von Telly

      Endlich einmal ein Kommentar, der mir gefällt!!!! Jeder von diesen Technik-freaks macht sich gläsern ohne dieses zu beachten und jammert dann, dass jeder alles über den anderen weis

    • Am 11. Dezember 2014 um 02:09 von Günther

      So einen Quatsch hab ich ja schon lange nicht mehr gehört. Ich gebe also dem Geheimdienst freiwillig meinen Fingerabdruck? Zu erst einmal würde ich den Text oben richtig lesen. Bei Apple wird noch nichtmal im Gerät selbst der Fingerabdruck gespeichert, wie soll also jemand anderes da ran kommen? Wie es bei Samsung aussieht weiß man nicht genau, aber auch die werden ziemlich sicher niemals die Daten (insofern sie diese überhaupt speichern) weitergeben. Und nehmen wir mal den unwahrscheinlichen Fall an, dass sie dies dennoch tun. Was sollen sie damit? Mit unzuverlässigen Fingerabdruckdaten, die man nicht einmal genauen Personen zuordnen kann? Ich hinterlasse täglich hunderttausende von Fingerabdrücken, wieso statt nur auf meinem Gerät nicht zur Abwechslung mal in ihm?
      Die Entwicklung ist rasant, das stimmt. Aber was lässt sich denn daran nicht einschätzen?

  • Am 10. Oktober 2014 um 10:47 von Hans-Peter

    Will ja kein Miesmacher sein, aber bei mir hat der Scanner total versagt und die Samsung-Hotline hat keine adequate Hilfeleistung anbieten können. Habe den Scaner Konfiguriert, sicherheitshalter 15 mal der gleiche Finger. Dann das Alternative Passwort eingegeben. Handybuildschirm gesperrt. neim nächsten einschalten….oh Schreck… Fingerabdruck nicht erkannt. Immer wieder probiert bis nur noch die Anzeige kam Alternativer Code eingeben. Den erkennt das S5 jetzt aber auch nicht mehr….. allen klugen Köpfen vorbeugend…. ich habe deffinitiv das richtige passwort auch mit Groß und Kleinschreibung. Danach bei Samsung angerufen…. Fazid: Soll mein Nagelneues Handy einschicken und kann 10 bis 14 Tage dauern bis ich es zurück bekomme. Kein Tauschangebot, keine Möglichkeit dem Problem selbst Herr zu werden…. das nenne ich mal richtig daneben….. Fehler liegt deffinitiv am Gerät und ist kein Einzelfall wie ich im Internet lesen konnte… Dass dann aber der Kunde das Nachsehen haben soll… ist bei einem Konzern wie SAMSUNG m.E. ein absolutes NO..GO… Pfui Samsung für diesen mieserablen Service.

    • Am 29. Juli 2015 um 21:38 von DerGee

      Ja. Diese Geschichte glaube ich aufs Wort. Dass der Scanner schadhaft war, meinetwegen, dass das Passwort nicht funktioniert? Nee, tut mir leid, das gibts nicht. Wenn das Gerät defekt ist, musst du eben mit ein paar Tagen leben, bis ein Ersatz bzw. eine Reparatur umgesetzt wird. Was genau wolltest du also sagen?

  • Am 22. Oktober 2014 um 12:04 von seemann70

    Hallo mein lieber, ob du deinen Fingerabdruck abgibst oder nicht gläsern bist du allemal durch die Benutzung des Netzes

    • Am 14. Dezember 2014 um 16:43 von Lavendelblüte

      wie gibt man den Alternativcode ein, habe noch 2Versuche, undzwar Ziffern mit Buchstabe, mein Problem, wie und auf welche Weise gebe ich den Buchstaben dazu ein? Das steht nirgends!

      • Am 16. Dezember 2014 um 22:22 von Rene

        Hatte das Problem auch, Fingerabdruck Sensor versagte oder kam nicht, Alternativ Passwort hatt ich keines eingerichtet. Hab dann irgendwo einen Weg „rausgegoogelt“.

        Habe das Handy über den Android Gerätemanager (https://play.google.com/store) gesperrt, und ein neues Passwort vergeben.

        Hoffentlich hilft das weiter…

        Gruss Rene

  • Am 21. Oktober 2015 um 15:10 von Ernest

    Hat es auch Samsung galaxy s5 neo?

    • Am 18. November 2015 um 18:38 von accirus

      Nein – das Neo hat keinen Fingerscanner!

  • Am 18. November 2015 um 20:19 von Shadmehr

    Bitte

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