Canonical zeigt erste Smartphone-Prototypen mit Ubuntu Touch auf dem MWC

Das Ubuntu-Smartphone Meizu MX3 wird über ein 5,1-Zoll-Display, eine rückseitige 8-Megapixel-Kamera und eine Octa-Core-CPU von Samsung verfügen. Das BQ Aquaris kommt mit einem kleineren 4,5-Zoll-Display und einer leistungsschwächerer MediaTek-A7-Quad-Core-CPU, bringt dafür aber das etwas ausgefallenere Design mit. Die Smartphones mit Ubuntu Touch als OS sollen gegen Ende des Jahres auf den Markt kommen.

Mit den Modellen Meizu MX3 und BQ Aquaris hat Canonical auf dem Mobile World Congress in Barcelona die ersten Smartphone-Prototypen vorgestellt, die noch in diesem Jahr mit Ubuntu Touch als OS auf den Markt kommen sollen. Betriebsbereit waren die auch als Android-Ausführungen erhältlichen Geräte zwar noch nicht, einen ersten Eindruck vom Design der kommenden Ubuntu-Smartphones konnte man sich allerdings schon verschaffen.

Canonical zeigt erste Smartphone-Prototypen mit Ubuntu auf dem MWC

Das Ubuntu-Smartphone Meizu MX3 wird über ein 5,1-Zoll-Display, eine rückseitige 8-Megapixel-Kamera und eine Octa-Core-CPU von Samsung verfügen (Bild: CNET.com).

Die genauen technischen Daten sowie Preise und konkrete Erscheinungstermine konnte oder wollte Canonical noch nicht nennen. Das Modell MX3 des chinesischen Herstellers Meizu wird über ein 5,1-Zoll-Display, eine rückseitige 8-Megapixel-Kamera und eine Octa-Core-CPU von Samsung verfügen. Die Technik bringt des Ubuntu-Smartphones wird in einem Kunststoff-Gehäuse untergebracht sein, das mit seiner glänzendem Oberfläche und seinen abgerundeten Ecken an einige Samsungs Galaxy-Modelle erinnert.

Das Aquaris, das von dem spanischen Hersteller BQ gefertigt wird, kommt mit einem 4,5-Zoll-Display und ist damit etwas kleiner als das MX3. Als Prozessor kommt ein etwas leistungsschwächerer MediaTek-A7-Chip mit vier Kernen zum Einsatz. Mit seinen nur leicht abgerundeten Kanten und der flachen Bauweise ist das Design aber etwas ausgefallener als beim MX3.

Canonical zeigt erste Smartphone-Prototypen mit Ubuntu auf dem MWC

Das BQ Aquaris kommt mit einem kleineren 4,5-Zoll-Display und einer leistungsschwächerer MediaTek-A7-Quad-Core-CPU, bringt dafür aber das etwas ausgefallenere Design mit (Bild: CNET.com).

Die Ubuntu-Software bringt eine intuitive Oberfläche mit. Durch Wischen von den Bildschirmrändern lassen sich verschiedene Bereiche öffnen. Ein Wisch von Links öffnet beispielsweise den App Launcher, ein Wisch von rechts ein Multitasking-Karussel. Letzteres erlaubt den schnellen Wechsel zwischen geöffneten Apps, was durch eine 3D-Animation ähnlich dem Umschlagen einer Buchseite visualisiert wird. Innerhalb einer Anwendung öffnet ein Wisch von unten das Menü. Ein Wisch von oben zeigt wie unter Android oder iOS aktuelle Benachrichtigungen oder Netzwerkstatus an.

Als Homescreens gibt es anpassbare, themenbasierte Bildschirme namens “scopes”. Sie enthalten wie üblich Verknüpfungen und bieten schnellen Zugriff auf favorisierte Anwendungen, können aber im Ganzen individuell gestaltet werden. Ein Mobilfunkanbieter hat beispielsweise die Möglichkeit, einen scope mit seinem Branding zu erstellen, über den Nutzer alle Informationen zu ihrem Tarif sowie Rechnungen abrufen können.

Bis zum Start des Meizu MX3 und BQ Aquaris, der wahrscheinlich erst 2015 erfolgt, können Interessierte Ubuntu Touch auch auf einem Android-Gerät ausprobieren. Unterstützt werden beispielsweise die Google-Modelle Nexus 4 sowie Nexus 7 (2013).

[Mit Material von Björn Greif, ZDNet.de]

Autor: Christian Schartel
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