Vodafone Wallet & Smartpass: mit dem Smartphone bargeldlos per NFC bezahlen

Mit Vodafone Wallet samt dem mobilen Bezahldienst Smartpass wird das Smartphone zum elektronischen Geldbeutel. Ab Sofort können Vodafone-Kunden nicht mehr nur in Düsseldorf, sondern auch im Großraum München mit dem Android-Smartphone oder iPhone in
Geschäften, Tankstellen und vielen weiteren Akzeptanzstellen bargeld- und kontaktlos via NFC bezahlen.

Nach dem Start von Vodafones elektronischer Brieftasche Wallet samt dem mobilem Bezahldienst Smartpass Mitte Dezember in Düsseldorf haben Kunden des Mobilfunkanbieters nun auch in München die Möglichkeit, via NFC (Near Field Communication) bei mehreren hundert Geschäften und Tankstellen bargeld- und kontaktlos mit dem Smartphone zu bezahlen. Nach München sollen Städte wie Frankfurt, Hannover, Hamburg und Berlin folgen.

Vodafone Wallet & Smartpass: mit dem Smartphone bargeldlos per NFC bezahlen

Mit Vodafone Wallet samt dem mobilen Bezahldienst Smartpass wird das Smartphone zum elektronischen Geldbeutel.

Anhalten. Dranhalten. Bezahlen. Unter diesem Motto hat Vodafone sein Pendant zu Google Wallet gestern in München gestartet. Der erste für die digitale Geldbörse verfügbare Dienst ist Smartpass, der künftig das bargeldlose Bezahlen per Kreditkarte ersetzen soll – genau wie Googles Dienst in den USA. Anstatt eine Plastikkarte in das Kreditkartenterminal zu stecken, wird der Bezahlvorgang über das Smartphone mithilfe der Nahfunktechnik NFC abgewickelt.

Vodafone Wallet & Smartpass: mit dem Smartphone bargeldlos per NFC bezahlen

Für Kunden anderer Mobilfunkanbieter oder Besitzer eines noch nicht zertifizierten Smartphones (ohne NFC) bietet Vodafone auch einen NFC-Sticker an, den man wie die kleinen Reinigungstücher für das Display auf die Rückseite des Handys heften kann (Bild: Vodafone).

Entwickelt wurde das mobile Bezahlverfahren in Kooperation mit Visa und Wirecard. Überall wo Visa das Einkaufen per NFC-Kreditkarte PayWave anbietet, können auch Vodafone-Kunden mit dem Smartphone auf Shopping-Tour gehen. Wirecard sorgt als technischer Dienstleister für die Abwicklung der Bezahlvorgänge. In München kann beispielsweise bei Starbucks, Galeria Kaufhof, Karstadt, Tengelmann, Douglas oder an diversen Aral- oder Shell-Tankstellen mit Smartpass bezahlt werden. In Deutschland hat Visa bereits über 35.000 Kreditkartenterminals mit der NFC-Funktionalität ausgestattet. In ganz Europa sind es über 1,2 Millionen Akzeptanzstellen – Tendenz steigend. In zwei bis drei Jahren rechnet Vodafone mit über 300.000 gerüsteten Terminals in Deutschland. Einen knappen Überklick über die hält Vodafone auf seiner Webseite bereit.

Vodafone Wallet & Smartpass: mit dem Smartphone bargeldlos per NFC bezahlen

Erkennbar sind für NFC gerüstete Terminals an einem entsprechenden Visa-Logo. In der Praxis heißt es aber häufig Nachfragen. Bei Testeinkäufen in der Galeria Kaufhof in München waren beispielsweise nicht alle Kassen für das kontaktlose Bezahlen gerüstet. Neben dem entsprechend ausgestatteten Terminal ist ein NFC-fähiges und von Vodafone zugelassenes Smartphone, eine Vodafone-NFC-SIM-Karte (Bestandskunden können ihre bestehende SIM-Karte kostenlos austauschen lassen) sowie eine Registrierung bei dem mobilen Bezahldienst Voraussetzung. Für Kunden anderer Mobilfunkanbieter oder Besitzer eines noch nicht zertifizierten Smartphones ohne NFC bietet Vodafone auch einen NFC-Sticker an, den man wie die kleinen Reinigungstücher für das Display auf die Rückseite des Handys heften kann. Zum Start sind das Samsung Galaxy S3 (auch S3 LTE), das Galaxy S4, das HTC One oder auch das Sony Xperia Z, Z1, M und L sowie Vodafone Smart 3, LG G2 und LG L5 II zugelassen.

Zudem müssen die Smartpass-App sowie Vodafones digitale Geldbörse Wallet auf dem Android- oder iOS-Gerät installiert sein. Smartpass steht im Google Play Store oder Apple App Store zum Download bereit. Wallet wird über Vodafone-Updates heruntergeladen. Über beide Anwendungen kann man sich direkt registrieren. Alternativ klappt das auch im Web. Bei unseren Probeeinkäufen in München waren die Handys schon entsprechend vorbereitet, laut Vodafone soll die Anmeldung und Einrichtung aber nicht allzu lange dauern und problemlos klappen.

Ist die Registrierung abgeschlossen, schickt Vodafone dem Anwender alles Nötige per Post zu. Als nächstes müssen Nutzer noch Geld auf das neue Vodafone-Smartpass-Konto laden. Prinzipiell klappt das auf verschiedene Weisen. Anfangs funktioniert es nur mit einer aufladbaren Visa-Guthabenkarte, die aber im Lieferumfang enthalten ist. Diese muss nach dem Erhalt noch aktiviert werden – genauso übrigens der NFC-Sticker. Später sollen Anwender auch ihre bestehenden Kreditkarten oder Gutscheincodes verwenden sowie per Einzahlung oder Lastschrift das Smartpass-Konto aufladen können. Die Guthabenkarte kann mittels Überweisung, Kreditkarte oder auch direkt per Lastschrift vom Girokonto mit Geld bestückt werden.

Vodafone Wallet & Smartpass: mit dem Smartphone bargeldlos per NFC bezahlen

Anhalten. Dranhalten. Bezahlen. Ganz so reibungslos klappt es zwar nicht immer… (Bild: Vodafone).

Das Smartphone ist jetzt für das kontaktlose Bezahlen gerüstet. Beträge unter 25 Euro werden einfach abgewickelt, indem der Anwender das Smartphone an den Kreditkartenleser an der Kasse hält. In der Praxis hat das auch meist problemlos nach wenigen Sekunden funktioniert. Teilweise musste man das Smartphone aber auch mehrmals an verschiedene Stellen des Kreditkartenlesegeräts halten, damit die Zahlung erfolgte. Aber wenn man einmal heraus hat, wie man das Handy hinhalten muss, sollte es in Regel recht fix gehen. Für Einkäufe über 25 Euro ist wie üblich die Eingabe einer vierstelligen PIN am Kassenterminal notwendig.

Vodafone Wallet & Smartpass: mit dem Smartphone bargeldlos per NFC bezahlen

…wenn man aber einmal heraus hat, wie und wo man das Smartphone genau hinhalten muss, gehen die Zahlvorgänge in der Regel problemlos und fix über die Bühne (Bild: Vodafone).

Die Smartpass-App kann zudem per Passwort geschützt werden und funktioniert grundlegend nur mit aktiviertem NFC. Alternativ lässt sich aber auch festlegen, das eine Bezahlung bei komplett ausgeschaltetem Smartphone funktioniert – beispielsweise wenn der Akku leer ist. Ganz ähnlich wie es auch bei NFC-Kreditkarten der Fall ist. Verlieren sollte man sein Handy wie den Geldbeutel dann aber am besten nicht, denn dann könnten Kriminelle das aufgeladene Guthaben wohl für Einkäufe unter 25 Euro ausgeben. Sollte das Handy verloren gehen, kann Smartpass aber wie auch die SIM-Karte per Anruf beim Vodafone-Kundendienst gesperrt werden.

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Alle getätigten Zahlungen listet die Smartpass-App direkt nach der Abwicklung in einer Übersicht chronologisch auf (Bild: Vodafone).

Alle getätigten Transaktionen listet die Smartpass-App direkt nach der Abwicklung in einer Übersicht chronologisch auf, sodass der Nutzer jederzeit die Kontrolle über alle Buchungen hat. Laut Vodafone ist dies ein entscheidender Vorteil gegenüber einer NFC-Kreditkarte. Neben dem Bezahlen lassen sich mit Smartpass auch Transaktionen an andere Nutzer des Dienstes tätigen. Dazu wird nur die Handynummer des Empfängers benötigt.

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Neben dem Bezahlen lassen sich mit Smartpass auch Transaktionen an andere Nutzer des Dienstes tätigen (Bild: Vodafone).

Bei alle Einkäufen und Transaktionen an andere Vodafone-Kunden sowie beim Aufladen des Smartpass-Kontos werden keine Gebühren fällig. Eine Ausnahme wird die Einzahlung per Kreditkarte sein. Grundlegend ist Smartpass im ersten Jahr entgeltfrei. Ab dem zweiten Jahr berechnet Vodafone laut Webseite eine Gebühr von 9,90 Euro pro Jahr. Zudem gibt es Betragsgrenzen und Nutzungseinschränkungen. So lässt sich das Smartpass-Konto grundlegend mit maximal 1.200 (registriert) respektive 5.000 Euro (voll legitimiert) aufladen. Im Jahr können maximal 2.500 beziehungsweise 30.000 Euro auf die Karte geladen werden. Der monatliche Rahmen wird aber wohl auch durch eine Bonitätsprüfung der einzelnen Kunden individuell festgelegt. Überziehen lässt sich das Smartpass-Konto aber beispielsweise nicht. Solange der Anwender es nicht mit seinem Bankkonto verknüpft, kann nur der aufgeladene Betrag ausgegeben werden. Genauere Details konnten wir vorerst nicht in Erfahrung bringen. Ein Überblick über alle Gebühren findet sich auf der Vodafone-Webseite.

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Neben dem Smartpass will Vodafone für seine digitale Gelbörse Wallet weitere Dienste anbieten (Bild: Vodafone).

Neben Smartpass will Vodafone für seine virtuelle Gelbörse Wallet weitere Dienste anbieten. So sollen in Zukunft auch elektronische Tickets – beispielsweise Konzertkarten, Flugtickets oder Fahrkarten für Nahverkersmittel – sowie digitale Coupons, Treuekarten oder Zugangsausweise in Vodafone Wallet verwaltet werden.

Weitere Informationen zu Vodafone Wallet und Vodafone Smartpass finden Interessierte unter www.vodafone.de/wallet beziehungsweise www.smartpass.vodafone.de.

[Bildmaterial: Vodafone]

Autor: Christian Schartel
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