Apple iOS 7.1 kommt mit CarPlay und verbessert den Fingerabdruckscanner

Apple iOS 7.1 führt CarPlay auf dem iPhone 5, 5S und 5C ein und verbessert die Erkennung von Fingerabdrücken durch den TouchID-Sensor. Der Kalender von Apple iOS 7.1 stellt Termine nun auch wieder in einer Monatsansicht dar. Außerdem schließt Apple mit iOS 7.1 41 Sicherheitslücken, darunter 19 in der Browserengine WebKit.

Apple iOS 7.1 steht ab sofort für alle Besitzer eines iPhone 4 oder neuer, eines iPad 2 oder neuer, eines iPad Mini, eines iPad Mini Retina sowie eines iPod Touch der fünften Generation zum Download bereit. iOS-Nutzer können die neue Betriebssystemversion per Over-the-Air-Update über die Einstellungen des Gerätes oder am Rechner über iTunes herunterladen und installieren.

Apple iOS 7.1 kommt mit CarPlay und verbessert den Fingerabdruckscanner

Die neue iOS-Version führt Apple CarPlay ein und bringt kleine Verbesserungen für den Sprachassistenten Siri sowie den TouchID-Sensor mit. Außerdem schließt Apple mit iOS 7.1 41 Sicherheitslücken, darunter 19 in der Browserengine WebKit.

Apple CarPlay, das bis vor kurzem noch unter dem Namen” iOS in the Car” bekannt war, läuft auf einem iPhone 5, 5S und 5C. Es ermöglicht Apple-Nutzern den Zugriff auf ausgewählte Funktionen eines iPhones über das Boardsystem des Autos. Anfangs muss das Apple-Smartphone noch via Lightning-Kabel an das Boardsystem angeschlossen werden. Erste Hersteller kündigten aber schon an, dass die Verbindung zwischen PKW und iPhone in Zukunft auch drahtlos funktionieren soll. Zu den ersten Autobauern, die CarPlay noch in diesem Jahr in ihre Fahrzeuge integrieren wollen, gehören Mercedes Benz, Volvo, Ferrari und Hyundai. Künftig werden auch BMW, Chevrolet, Honda, Ford, Jaguar, Kia, Land Rover, Mitsubishi, Opel, Peugeot, Subaru, Suzuki, Toyota und Nissan das Feature unterstützten.

CarPlay spiegelt im Prinzip die Apps und Funktionen eines iPhones und zeigt sie auf dem Bildschirm des Infotainmentsystems des Autos an. Die Bedienung kann auf verschiedene Weisen erfolgen – beispielsweise per Touchscreen, Drehknopf oder Sprachsteuerung mittels Apples Assistenten Siri. Zu den ersten CarPlay-Anwendungen gehören Apple Maps zur Navigation, Telefonie, der Musik-Player, Podcasts, der Messanger sowie die vier Drittanbieter-Applikationen Spotify, Stitcher, iHeartRadio und Beats Music. Auf dem Genfer Autosalon haben haben Mercedes Benz und Volvo CarPlay bereits vorgeführt. Nähere Details liefert folgender Artikel.

Den Versionshinweisen zufolge hat Apple auch die Erkennung von Fingerabdrücken durch Touch ID verbessert. In den Sprachen Chinesisch, Englisch, australisches Englisch und Japanisch sollen Siris Stimme nun natürlicher klingen. Zudem können Nutzer Spracheingaben für Siri nun mit dem Home-Button starten und wieder beenden.

Der Kalender von Apple iOS 7.1 stellt Termine nun auch wieder in einer Monatsansicht dar. Zudem werden in vielen Ländern automatisch die lokalen Feiertage angezeigt. Auch iTunes Radio wurde überarbeitet. Nutzer können mit einem Klick auf das aktuell wiedergegebene Lied das zugehörige Album kaufen. Zudem haben Besitzer eines iPhone 5S nun die Möglichkeit, über die Kamera-Einstellungen den HDR-Modus automatisch zu aktivieren.

Laut einer Sicherheitsmeldung hat Apple zudem Schwachstellen in den Komponenten Backup, Certificate Trust Policy, Crash Reporting, FaceTime, ImageIO, iTunes Store, Kernel, Office Viewer, Safari, Springboard, Telephony und WebKit beseitigt. Demnach konnte in der Vorgängerversion beispielsweise eine manipulierte Website ohne Wissen des Nutzers einen FaceTime-Anruf starten. Das Update soll auch verhindern, dass eine Person mit Zugriff auf ein iPhone die Funktion “Mein iPhone finden” ohne Eingabe eines Passworts deaktivieren kann.

Details zu vier Anfälligkeiten hat Apple nach eigenen Angaben von einem Nutzer namens “evad3ers” erhalten. Möglicherweise handelt es sich dabei um einen Jailbreak-Entwickler für iOS. Unter anderem soll evad3rs Informationen zu einer Kernel-Lücke geliefert haben. Diese Art von Schwachstelle wird für die Installation eines Jailbreak benötigt.

Bei einigen der Sicherheitslücken hat sich Apple zudem für die Entwicklung eines Patches viel Zeit gelassen. Ein Leck in ImageIO stammt beispielsweise aus dem Jahr 2012. In OS X hatte Apple es allerdings schon im März 2013 geschlossen.

[Mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de]

Autor: Christian Schartel
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