WhatsApp für Android: Update auf Version 2.11.186 bringt verbesserten Datenschutz und Widgets

Das Update für die Android-App von WhatsApp erlaubt es Smartphone-Besitzern festzulegen, wer ihren Onlinestatus, ihr Profilbild und ihre Statusnachricht sehen darf. Zudem bringt die neue Version des Messengers Widgets für den Home- und Lockscreen mit. Die WhatsApp-Version 2.11.186 kann ab sofort über Googles Play Store heruntergeladen werden.

WhatsApp für Android steht in der Version 2.11.186 zum Download in Googles Play Store bereit. Die aktualisierte Android-App des beliebten Instant Messengers enthält neue Datenschutzeinstellungen sowie die neuen Widgets, die ungelesene Nachrichten auf dem Home- beziehungsweise Lockscreen des Smartphones anzeigen und schon seit einigen Wochen im Netz zu finden waren. Die Widgets werden erst ab Android in der Version 3.0 unterstützt.

WhatsApp für Android: Update auf Version 2.11.186 bringt verbesserten Datenschutz

In den Einstellungen unter dem Punkt „Datenschutz“ können WhatsApp-Nutzer nun ebenfalls festlegen, wer ihren Onlinestatus (wann sie zuletzt online waren), ihr Profilbild und ihre Statusnachricht sehen darf. Auf Wunsch können Anwender die Informationen nur für eigene Kontakte erlauben oder sie komplett für jedermann verbergen.

Bis dato konnten WhatsApp-Nutzer die Informationen zum Onlinestatus nur unter iOS abschalten. Auf einem Android-Smartphone klappte dies nur umständlich mit einem Tausch der SIM-Karte unter Zuhilfenahme eines iPhones.

An der allgemeinen Sicherheit des Messaging-App ändert sich durch die erweiterten Datenschutzoptionen allerdings nichts. Stiftung Warentest hatte Ende Februar in einem Schnelltest vor WhatsApp gewarnt. Sie bemängelt unter anderem die Speicherung von Adressbucheinträgen ohne Zustimmung der Betroffenen und fehlende Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Zudem teilt die App die Telefonnummer des Nutzers Dritten mit – ebenfalls ohne Verschlüsselung. Die Android-Version sendet sogar die Daten unverschlüsselt, die der Nutzer eingibt. Darunter können auch Gesprächsinhalte sein.

Als weitere Neuerungen listen die Versionshinweise der jüngsten Android-Ausgabe von WhatsApp ein Kamera-Shortcut zum schnelleren Versenden von Bildern und eine größere Videovorschau im Chat auf. Außerdem ist es neuerdings möglich, Profil- und Gruppenbilder zu speichern und die Jahresgebühr für die App für einen Freund zu bezahlen. Letzteres funktioniert über das Menü auf der Kontaktinfo-Seite.

Schließlich haben die Entwickler auch noch einige Fehler behoben. Auf Sony-Telefonen werden die Flaggen-Emoji nun korrekt angezeigt. Zudem gibt es einen Fix für die Sprachnachrichten-Lautstärke auf Samsungs Phablet Galaxy Note 3 und Sonys Xperia-Smartphones.

Die geplante Übernahme von WhatsApp durch Facebook für 19 Milliarden Dollar steht derzeit unter Beschuss durch US-Datenschützer. Das Electronic Privacy Information Center (EPIC) sowie das Center for Digital Democracy (CDD) reichten kürzlich Beschwerde bei der US-Handelsaufsicht FTC ein. Sie fordern die Behörde auf, zu untersuchen, inwieweit der Kauf die Erwartungen auf einen Schutz der Privatsphäre verletzt, die überhaupt erst zur verbreiteten Nutzung des Messaging-Dienstes führten. Facebook sei dafür bekannt, routinemäßig persönliche Informationen für Werbezwecke zu nutzen. Die Übernahme resultiere daher in “unfairen und täuschenden Geschäftspraktiken”, die eine Untersuchung durch die FTC erforderten. Bis zu einer zufriedenstellenden Klärung sei die Akquisition aufzuschieben.

[Mit Material von Björn Greif, ZDNet.de]

Autor: Christian Schartel
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