Amazon: Angebot wird wohl bald um Musikstreamingdienst erweitert

Es sollen neue Gespräche mit Sony, Universal und Warner Music laufen. Das berichtet zumindest das Wall Street Journal. Das Angebot wäre zunächst auf Prime-Abonnenten beschränkt.

Amazon könnte schon bald seinen Online-Musikshop um einen Streamingdienst im Stil von iTunes Radio, Spotify oder Google Play Music All-Inclusive erweitern. Das berichtet das Wall Street Journal, das nach eigenen Angaben Kenntnis von Gesprächen mit Plattenlabels erlangt hat.

Amazon Cloud Playe

Die Modalitäten sind aber anders als bei den genannten Diensten. Zunächst einmal will Amazon sein Angebot auf Prime-Abonnenten beschränken, die in den USA 79 Dollar jährlich (Deutschland: 49 Euro pro Jahr) zahlen, um schnelle portofreie Lieferungen, Ausleihe eines E-Books pro Monat und auch schon Streaming von Filmen in Anspruch nehmen zu können. Zusätzlich wird es laut Wall Street Journal eine Beschränkung geben, wie oft ein Nutzer einen Song oder auch ein Album anhören kann. Erreicht er dieses Limit, bekommt er ein Kauf-Angebot.

Die Plattenfirmen, mit denen Amazon derzeit verhandelt, sind laut WSJ Sony, Universal und Warner Music. Angeblich bietet ihnen Amazon eine Pauschale von zunächst 30 Millionen Dollar pro Jahr.

Vor einem Jahr waren schon einmal Verhandlungen von Amazon mit der Musikindustrie über Streaming bekannt geworden, die aber offenbar zu keinem Ergebnis führten. Seither hat Musik-Streaming aber deutlich an Popularität gewonnen – vor allem in den Staaten. In den USA ist laut Zahlen von Edison Research Pandora mit 31 Prozent Marktanteil führend. Das erst vor sechs Monaten gestartete iTunes Radio von Apple kommt immerhin schon auf 8 Prozent.

Google Play Music

Wie Apple könnte Amazon bei Verhandlungen mit Musikfirmen ebenso wie beim Werben um Kunden einen Vorteil haben – es verfügt bereits über ein Kaufangebot für Musik. Mit Cloud Player gibt es außerdem eine Abspiel-App, die technisch ohnehin Streaming nutzt, auch wenn die Kunden die Titel vorher gekauft haben müssen.

Jüngster Neuzugang in den Staaten ist Samsungs Milk Music, das nur für Galaxy-Modelle als App zur Verfügung steht. Er ist sowohl kostenlos als auch werbefrei. Seine Besonderheit sind Möglichkeiten, um so genannte „Radiosender“ feiner abzustimmen, um etwa mehr alte oder mehr neue Musik zu hören. Außerdem wird berichtet, dass Microsoft große Pläne mit Nokias ebenfalls werbe- und kostenfreiem Streaming-Angebot Mix Radio verfolgt, das für die Smartphone-Reihe Nokia X auch auf Android portiert wurde.

[mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.e]

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Anja Schmoll-Trautmann
Autor: Anja Schmoll-Trautmann
Redakteurin
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