Smartwatches: Motorola und LG arbeiten an Uhren mit Android Wear

Während die Form der LG G Watch bereits erhältlicher Modelle wie Samsungs Galaxy Gear ähnelt, geht Motorola einen anderen Weg. Die Moto 360 sieht mit ihrem runden Gehäuse und einem Armband aus Leder oder Metall auf den ersten Blick wie eine elegante klassische Armbanduhr aus.

In einem Blogbeitrag hatte Google gestern Details zu der modifizierten Version seines mobilen Betriebssystems Android veröffentlicht. LG und Motorola haben zur Vorstellung von Googles Smartwatch-OS Android Wear auch erste Armbanduhren mit dem Betriebssystem angekündigt. Die „Moto 360“ soll im Sommer zunächst in den USA in den Handel kommen. LG strebt einen Marktstart seiner „G Watch“ im zweiten Quartal an.

Die Moto 360 greift das Design klassischer Armbanduhren auf (Bild: Motorola)

Die Moto 360 greift das Design klassischer Armbanduhren auf (Bild: Motorola)

Schon Ende Februar hatte Motorola auf dem Mobile World Congress in Barcelona angekündigt, dass es noch dieses Jahr eine Smartwatch herausbringen wird, die „wirkliche Probleme der Nutzer lösen“ werde. „Bisher gibt es keine tragbaren Produkte, die man wirklich tragen möchte, und das liegt daran, dass sie alle extrem hässlich sind“, führte Vizepräsident Rick Osterloh aus.

Daher hat Motorola beim Design seiner Smartwatch einen anderen Weg eingeschlagen als etwa Samsung oder Sony. Die Moto 360 mutet tatsächlich eher wie eine klassische Armbanduhr an. Sie verfügt über ein rundes Display und nutzt hochwertige Materialien. Beim Armband sollen Käufer beispielsweise die Wahl zwischen Leder und Metall haben.

„Die Armbanduhr hat mehrere Evolutionsschritte durchlaufen, bis sie vor über hundert Jahren ein beliebtes Modeaccessoire wurde“, schreibt Motorola in einem Blogeintrag. „Unsere Vision für die Moto 360 war es, diese Geschichte zu würdigen, als wir die Armbanduhr der Zukunft entworfen haben.“

Dem Hersteller zufolge informiert die Smartwatch über neu eingetroffene E-Mails, entgangene Anrufe oder im Kalender des verbundenen Telefons eingetragene Termine. Wie alle Geräte mit Android Wear reagiert sie auch auf Sprachbefehle mit einem vorangestellten „OK Google“. So können Nutzer etwa Fragen an Google Now stellen oder Textnachrichten diktieren und verschicken.

Die LG G Watch ähnelt äußerlich bereits erhältlichen Smartwatch-Modellen von Samsung oder Sony (Bild: LG).

Die LG G Watch ähnelt äußerlich bereits erhältlichen Smartwatch-Modellen von Samsung oder Sony (Bild: LG).

Im Gegensatz zur Moto 360 ähnelt LGs G Watch von der Form her bereits erhältlichen Smartwatch-Modellen wie Samsungs Galaxy Gear. Es ist nach den Smartphones Nexus 4 und Nexus 5 sowie dem nur in den USA erhältlichen Tablet G Pad 8.3 Google Play Edition bereits das vierte Gerät, dass die Koreaner in enger Zusammenarbeit mit Google entwickeln.

„Mit der LG G Watch setzen wir einen weiteren Meilenstein bei der Entwicklung von Wearables, nachdem wir mit dem weltweit ersten 3G Touch Watch Phone 2009 und dem Prada Link 2008 bereits entscheidende Schritte genommen haben“, sagte Jong-seok Park, Präsident und CEO von LG Electronics Mobile Communications.

Details zu seiner auf Android Wear basierenden Smartwatch will das Unternehmen in den kommenden Monaten bekannt geben. Schon jetzt kündigte es aber an, dass sie zu „einer breiten Auswahl an Android-Smartphones kompatibel sein“ wird.

Außer LG und Motorola gehören auch Asus und HTC zu Googles Hardware-Partnern, die Android Wear einsetzen wollen. Zudem unterstützen die Chiphersteller Broadcom, Imagination, Intel, MediaTek und Qualcomm das an Wearable-Geräte angepasste Betriebssystem. Darüber hinaus kündigte der Uhrenhersteller Fossil an, ebenfalls noch in diesem Jahr Produkte mit Android Wear auf den Markt zu bringen.

[mit Material von Björn Greif, ZDNet.de]

 

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Anja Schmoll-Trautmann
Autor: Anja Schmoll-Trautmann
Redakteurin
Anja Schmoll-Trautmann Anja Schmoll-Trautmann Anja Schmoll-Trautmann

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