Apple: iPhone-Akkulaufzeit soll durch Analyse des Nutzungsverhaltens verlängert werden

Apple hat zwei Patente für Methoden angemeldet, die für eine längere Akkulaufzeit bei Mobilgeräten sorgen sollen. Dabei sollen aus Batterienutzung, Ladetrends und App-Aktivitäten auf die künftigen Absichten des Nutzers geschlossen werden, um die Energieverwaltung darauf abstellen zu können.

Das US-Patent 20140082384 sieht vor, dass das Betriebssystem eines beweglichen Geräts die tägliche Batterienutzung sowie das regelmäßige Nachladen überwacht. Es könnte daraus jeweils die beabsichtigte weitere Nutzung ableiten und gegebenenfalls stromsparende Maßnahmen durchsetzen, die als „sofortige und langfristige Energieplanung“ bezeichnet werden. Diese könnten darin bestehen, vorübergehend bestimmte Features zu deaktivieren, die Helligkeit des Displays herunterzuregeln oder die abrufbare Prozessorleistung einzuschränken, um eine vorzeitige Entleerung der Batterie zu verhindern.

(Bild: CNET)

Auch beim eng verwandten US-Patent 20140082383 geht es um die gleichen Ziele, nur will der iPhone-Hersteller hier aus den aktiven Apps auf das Nutzerverhalten schlussfolgern. Laut Patentbeschreibung setzt Apple auf zu beobachtende Anwendungen, deren Aktivitäten „Vorhersagen über Absichten und künftige Interaktionen des Nutzers“ erlauben sollen. Aus den Beobachtungen wäre beispielsweise zu lernen, zu welchen Tageszeiten ein Gerät intensiv genutzt wird. Um dafür volle Betriebsbereitschaft zu erhalten, könnte ein iPhone rechtzeitig vorher in einen energiesparenden Modus gehen. Für die Energiezuteilung könnte aber etwa auch berücksichtigt werden, wenn eine App eine Reiseplanung bereitstellt mit einem Zeitraum, in dem das Gerät voraussichtlich nur im Flugmodus betrieben wird.

Aus einem weiteren Patentantrag geht hervor, dass auch Apple sich mindestens theoretisch mit Stiftbedienung beschäftigt, wie sie Samsung bereits mit seinen Galaxy-Note-Modellen offeriert. Im US-Patent 20140078109 schlägt der iPhone-Hersteller ein „Eingabegerät mit einer verlängerbaren Spitze“ vor. Dank unterschiedlich einstellbarer Länge soll der Eingabestift dabei unterschiedliche Eigenschaften erhalten.

(Bild: Apple / USPTO)
Die längere Spitze soll über mehr Multitouch-Punkte verfügen, um etwa Striche mit verschiedener Breite oder Farbe zu ziehen. Eine längere Spitze könnte auch flexibler sein, so dass sich der Stylus weniger wie ein Bleistift und mehr wie ein Pinsel anfühlt. Die Länge soll sich ähnlich wie bei einem Druckbleistift einfach verlängern oder kürzen lassen.

Für die Spitze sieht Apple ein flexibles Material vor, das leitende Elemente enthält oder mit ihnen überzogen ist, um mit einem kapazitiven Touchscreen interagieren zu können. Alternativ oder zusätzlich könnte die Spitze Glasfasern enthalten, die optische Signale zum Display transportieren. Für nützlich erklärt Apple den Stift mit variabler Spitze nicht nur für Tablets und Smartphones, sondern auch für Notebooks, digitale Musiksysteme sowie tragbare Spielekonsolen.

[mit Material von Bernd Kling, ZDNet.de]

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Anja Schmoll-Trautmann
Autor: Anja Schmoll-Trautmann
Redakteurin
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