Kinect für Windows: Microsoft zeigt finale Hardware der zweiten Generation

Microsofts Fotos zeigen die finale Version des Sensors, des Netzteils und des Hubs der zweiten Kinect-Generation für den Windows-PC. Ein Release dürfte damit in nicht allzu weiter Ferne sein.

Nachdem Microsoft schon ende letztes Jahres eine Vorabversion der zweiten Generation von Kinect für den Windows-PC an Entwickler ausgeliefert hatte, zeigt es nun erstmals die finale Hardware auf Fotos in seinem Blog und deutet damit an, dass ein Release in nicht allzu weiter Ferne ist.

Kinect für Windows: Microsoft zeigt finale Hardware der zweiten Generation

Im Gegensatz zu Kinect für die Microsoft Xbox One kommt die Windows-Version ohne X-förmiger Statusleuchte und Xbox-Schriftzug (Bild: Microsoft).

Die Bilder zeigen nicht nur den Kinect-Sensor selbst, sondern auch das Netzteil und den Hub. Auf den ersten Blick sind kaum Unterschiede zu Kinect für die Microsoft Xbox One zu erkennen. Bei der Windows-Version ist die Statusleuchte allerdings kein X wie bei der Variante für die Xbox. Der Schriftzug “Kinect” auf der Oberseite deutet ebenfalls auf die PC-Ausführung hin.

Der Hub bietet insgesamt drei Anschlüsse: einen für den Sensor, einen für die Stromversorgung sowie einen USB-3.0-Ausgang. Zusätzlich gibt es ein Netzteil für 100 bis 240 Volt.

Kinect für Windows: Microsoft zeigt finale Hardware der zweiten Generation

Der Hub bietet insgesamt drei Anschlüsse: einen für den Sensor, einen für die Stromversorgung sowie einen USB-3.0-Ausgang (Bild: Microsoft).

Die zweite Generation von Kinect für den Windows-PC hatte Microsoft schon im Mai 2013 angekündigt. Soweit bisher bekannt, wird sie diesen Sommer auf den Markt kommen.

Kinect 2 ist seit Herbst 2013 als Teil des Lieferumfangs der Konsole Xbox One verfügbar, wo es Sprach- und Gestensteuerung realisieren hilft. Der Sensor besteht aus einer Full-HD-Kamera mit einem gegenüber dem Vorgänger um 60 Prozent vergrößerten Sichtfeld und mehreren Mikrofonen, die störende Umgebungsgeräusche herausfiltern und die Richtung der Geräuschquellen identifizieren.

Teil des Systems ist auch eine Technik namens Time-of-Flight, die misst, wie lange Photonen zum Abprallen von einem Objekt oder einer Person benötigen. Dies soll präzisere Ergebnisse bei der Ortung von Bewegungen ermöglichen. Laut Microsoft lokalisiert der Sensor einzelne Körperteile und erkennt selbst leichte Bewegungen des Handgelenks sowie den Herzschlag.

Die verbesserte Kinect-Kamera löst 1920 mal 1080 Pixel bei 60 Bildern pro Sekunde auf. Außerdem reduziert sich der bisher nötige Mindestabstand zum Gerät von 1,8 auf 1,0 Meter. Bis zu sechs Personen gleichzeitig können Kinect nun nutzen, während der Vorgänger schon bei mehr als zwei Anwendern an seine Grenzen stieß. Um eine flüssige Steuerung ohne Ruckler und Verzögerungen zu gewährleisten, verarbeitet Kinect jetzt bis zu 2 GByte an Daten pro Sekunde.

Kinect 2 soll übrigens keinen Sensor des israelischen Herstellers PrimeSense mehr enthalten, der anfangs technische Grundlage der Microsoft-Bewegungssteuerung gewesen war. PrimeSense wurde inzwischen von Apple aufgekauft.

[Mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de]

Autor: Christian Schartel
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