HTC One (M8) Duo-Ultrapixel-Kamera: UFocus-Feature im Test

Das Highlight des neuen Android-Smartphones HTC One (M8) ist die Duo-Ultrapixel-Kamera samt zweiten Sensor zum Erfassen von Tiefeninformationen. Dadurch ist es möglich, den Fokus nachträglich auf verschiedene Bereiche eines geknipsten Fotos festzulegen. Wir haben das Feature UFocus getestet.

Das vor einer Woche vorgestellte Android-Smartphone HTC One (M8) ist im Vergleich zum letztjährigen Modell mit einem größeren 5-Zoll-Display, einer schnelleren Snapdragon-801-CPU mit 2,3 GHz Takt, einem microSD-Kartenslot und einigen neuen Features ausgestattet. Das Highlight des neuen HTC-Flaggschiffs ist jedoch die Ultrapixel-Kamera, die um einen zweiten Sensor ergänzt wurde, der zum Erfassen von Tiefeninformationen dient. Die sekundäre Kamera erfasst die Entfernung von Objekten auf Fotos und ermöglicht es, den Fokus nachträglich auf verschiedene Bereiche des Bildes festzulegen. Wir haben das sogenannte UFocus-Feature ausprobiert.

HTC One (M8): UFocus-Kamera im Test

Die sekundäre Kamera des Android-Smartphones HTC One erfasst die Entfernung von Objekten auf Fotos und erlaubt es, den Fokusbereich eines Bildes nachträglich zu verändern (Bild: CNET.de).

Um ein Foto mit Unschärfe-Effekten zu versehen, öffnen Smartphone-Besitzer das Bild in der Galerie und tippen einmal darauf, bis die Werkzeugleiste erscheint. Ein weiterer Fingertipp auf „Bearbeiten“ holt die verschiedenen Tools auf den Schirm. Unter dem Punkt „Effekte“ versteckt sich dann die „UFocus“-Funktion. Eine Einschränkung: es lassen sich nicht alle Fotos mit der Funktion bearbeiten. Wurden Bilder mit Blitz oder bei zu schlechten Lichtverhältnissen (ohne Blitz) aufgenommen, steht UFocus nicht zur Verfügung.

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UFocus funktioniert nicht mit Fotos, die mit Blitz oder bei zu schlechten Lichtverhältnissen aufgenommen wurden (Bild: CNET.de).

Ist das ausgewählte Foto geeignet, können Nutzer per Fingertipp den Fokus auf verschiedene Bereiche des Bildes legen, um beispielsweise Personen oder Objekte in Szene zu setzen. Dem ersten Eindruck nach funktioniert das auch richtig gut, wie nachfolgende Beispiele zeigen. Hier wurde der Fokus einmal auf die Sitzgelegenheit im Vordergrund und einmal auf den Tisch im Hintergrund gelegt. Das Bild ganz links zeigt die Original-Aufnahme.

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Links das originale Foto. In der Mitte liegt der Fokus auf der Sitzgelegenheit im Vordergrund, rechts auf dem Tisch (Bild: CNET.de).

Ein ähnlich gutes Ergebnis zeigt sich auf den nächsten Aufnahmen, bei denen der Stuhl sowie die Sitzgruppe im Hintergrund ausgewählt wurden. Ganz links ist wieder das Original zu sehen.

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Ganz links ist das Original zu sehen. Der Mitte wurde der Stuhl in den Fokus gerückt, rechts der Tisch im Hintergrund (Bild: CNET.de).

Die UFocus-Funktion arbeitet sogar so genau, dass HTC-One-Besitzer die verschiedenen Objekte auf dem Tisch einzeln in den Fokus des Bildes rücken können. Links ist wieder die Aufnahme ohne Unschärfe-Effekte zu sehen, rechts daneben wurde die Thermoskanne fokussiert. Beim letzten Bild liegt der Fokus auf der Ausgabe des Dudens.

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Die UFocus-Funktion arbeitet erstaunlich genau. Sogar diese kleinen, sehr nahe zusammenliegenden Gegenständen lassen sich einzeln fokussieren (Bild: CNET.de).

In den darauf folgenden Fotos haben wir versucht die Kamera und das PC-Spiel in Szene zu setzen. Auch das hat bis auf kleine Ungenauigkeiten beim Tragegurt der Canon gut funktioniert. In der Regel musste man aber etwas herumprobieren, bis die Gegenstände optimal erfasst wurden. Das sieht man beispielsweise auf dem mittleren Foto, bei dem wir versucht haben, die Hülle des PC-Spiels als Fokusbereich zu wählen. Sie wurde anfangs nicht ganz scharf dargestellt. Erst nach ein paar Versuchen und Fingertipps auf verschiedene Stellen hat es geklappt.

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Allerdings klappt das häufig erst nach ein paar Versuchen (Bild: CNET.de).

Im Großen und Ganzen hat es aber auch bei diesen kleinen, sehr nahe zusammenliegenden Gegenständen erstaunlich gut funktioniert. Zu nah dürfen verschiedene Objekte aber nicht beisammen sein, denn sonst kann sie die UFocus-Kamera nicht voneinander trennen.

Ganz perfekt sind die Unschärfe-Effekte natürlich nicht. Probleme zeigen sich beispielsweise bei den Ästen des Baumes am linken Bildschirmrand des folgenden Fotos. Hier haben wir den Fokus auf die Werbetafel gelegt.

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Probleme zeigen sich beispielsweise bei den Ästen des Baumes am linken Bildschirmrand (Bild: CNET.de).

Auch beim nächsten Bild, auf dem das Auto in den Fokus gerückt wurde, zeigen sich kleinere Aussetzer an den seitlichen Rändern im Hintergrund des Fotos.

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Am linken, oberen Bildschirmrand wurde der Unschärfe-Effekt nicht ganz korrekt angewendet (Bild: CNET.de).

 

Schwierig wird es auch, wenn Objekte auf einer Ebene liegen. In den nachfolgenden Aufnahmen sollte der Fokus eigentlich auf den Pflanzen auf der linken Seite liegen. Die Barhocker auf der rechten Seite blieben zum Teil aber auch scharf. Auch bei Objekten, die sich weiter weg befinden, werden die Unschärfe-Effekte etwas ungenauer.

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Objekte auf einer Ebene bereiten ebenfalls Schwierigkeiten (Bild: CNET.de)

Trotz kleiner Schwierigkeiten funktioniert das Feature des neuen HTC One (M8) richtig gut und sollte für Hobby-Fotografen eine tolle Funktion sein, um den Smartphone-Fotos etwas mehr Leben einzuhauchen. Wesentlich mehr als die stinknormalen Schnappschüsse machen die Fotos definitiv her. Mit der Android-App AfterFocus können sich übrigens auch Besitzer eines herkömmlichen Android-Smartphones Unschärfe-Effekte im Stil des HTC One (M8) auf ihr Gerät holen. Nähere Details zu der App AfterFocus liefert folgender Artikel. Weitere Informationen zum neuen HTC One (M8) gibt es hier.

Autor: Christian Schartel
Christian Schartel Christian Schartel Christian Schartel

Neueste Kommentare 

Eine Kommentar zu HTC One (M8) Duo-Ultrapixel-Kamera: UFocus-Feature im Test

  • Am 1. April 2014 um 22:26 von Patrick Wetzig

    Hammer Teil kann es garnicht erwarten … Nur noch ein paar Tage

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