Raspberry Pi Compute Module vorgestellt

Die Raspberry Pi Foundation hat eine neue Version ihres Minicomputers vorgestellt. Das Pi Compute Module hat die Größe und den Anschluss eines DDR2-SODIMM-Speichermoduls. Passend dazu soll es auch ein Open-Source-Breakout-Board mit SODIMM-Anschluss geben.

Der Raspberry Pi war ursprünglich als Lerncomputer für Schüler gedacht. Gekauft haben den Rechner aber auch zahlreiche erfahrene Anwender, die ihn als GSM-Basisstation, als Cloudserver und als ERP-Appliance einsetzen. Unlängst hatte sich Entwickler Michael Castor, der sonst bei Raspberry-Pi-Importeur MakerMedia in der Produktpflege arbeitet, den 35-Euro-Computer Raspberry Pi als Basis für ein selbstgebautes Tablet genutzt. Jetzt hat die Raspberry Pi Foundation eine neue Version ihres Minicomputers vorgestellt.

Das Raspberry Pi Compute Module hat die Größe und Form eines DDR2-SODIMM-Speicherriegels, auf dem sich neben einem Broadcom-Prozessor BCM2835 und 512 MByte RAM auch ein 4 GByte großer eMMC-Flash-Speicher befindet. Als Zielgruppe nennt die britische Stiftung Entwickler, die eine eigene Leiterplatte für den Minicomputer entwerfen wollen.

Das Raspberry Pi Compute Module verfügt über ein SoC von Broadcom, 512 MByte RAM und 4 GByte Flash-Speicher (Bild: Raspberry Pi Foundation).

Das Raspberry Pi Compute Module verfügt über ein SoC von Broadcom, 512 MByte RAM und 4 GByte Flash-Speicher (Bild: Raspberry Pi Foundation).

Passend zum 67,6 mal 30 Millimeter großen Pi Compute Module wird es auch ein Open-Source-Breakout-Board mit SODIMM-Anschluss geben. Es stellt die dem Modul fehlenden USB- und HDMI-Ports sowie einen Stromanschluss bereit. Die Anschlüsse des Compute Module lassen sich über zwei GPIO-Anschlussleisten abgreifen. Die vorgefertigte Leiterplatte mit dem Modul stellt die Raspberry Pi Foundation auch in einem Video vor.

„Das Board liefert eine Vorlage für diejenigen, die mit dem Compute Module entwickeln wollen“, schreibt James Adams, Direktor für Hardware bei der Raspberry Pi Foundation, in einem Blogeintrag. Das Modul selbst biete die gesamte Flexibilität des Broadcom-SoC, was die Entwicklung eines eigenen Systems vereinfache. „Wir haben hier also einen auf die Größe eines SODIMM geschrumpften Raspberry Pi mit Onboard-Speicher, dessen Anschlüsse Sie an Ihre Bedürfnisse anpassen können.“

Anfänglich wird es das Compute Module nur zusammen mit dem Board als Raspberry Pi Compute Module Development Kit geben. Es soll nach Herstellerangaben ab Juni bei den Distributoren RS und Element14 erhältlich sein. Etwas später werden Entwickler auch das Pi Compute Module separat kaufen können. Bei Abnahme von 100 Stück kostet es 30 Dollar. Der Einzelpreis soll leicht darüber liegen.

[Mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de]

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Anja Schmoll-Trautmann
Autor: Anja Schmoll-Trautmann
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