Apple iWatch kommt angeblich in zwei Größen und wird teuer

Die Apple iWatch soll wahlweise mit einem gebogenem 1,3- oder 1,5-Zoll-AMOLED-Display mit Saphirglas-Cover zum Verkauf stehen und in der teuersten Ausführung mehrere tausend Dollar kosten. Erscheinen soll die Apple-Smartwatch Ende des dritten Quartals 2014.

Apples iWatch soll in zwei verschiedenen Größen auf den Markt kommen und das teuerste Modell mehrere tausend Dollar kosten. Das berichtet die Webseite Appleinsider unter Berufung auf einen Forschungsbericht von dem bekannten Apple-Beobachter und Analyst bei KGI Securities Ming-Chi Kuo, der mit seinen Vorhersagen schon oft richtig lag.

Apple iWatch kommt angeblich in zwei Größen und wird teuer

Die Apple iWatch soll wahlweise mit einem gebogenem 1,3- oder 1,5-Zoll-AMOLED-Display mit Saphirglas-Cover zum Verkauf stehen und in der teuersten Ausführung mehrere tausend Dollar kosten. Erscheinen soll die Apple-Smartwatch Ende des dritten Quartals 2014 (Konzept der Apple iWatch: Todd Hamilton via CNET.com)

Die Apple iWatch soll demnach mit einem gebogenem AMOLED-Display mit Saphirglas-Cover und Diagonalen von 1,3 und 1,5 Zoll erscheinen. Für die mechanischen Komponenten soll Apple Liquidmetal einsetzen, eine Metalllegierungen, die als widerstandsfähiger und elastischer als Legierungen aus Titan oder Aluminium gilt.

Dem Analysten zufolge soll die Apple iWatch auch unabhängig von einem iPhone arbeiten, allerdings auch Funktionen wie Health-Monitoring (vermutlich in Verbindung mit der Healthbook-App) mitbringen, die nur mit einem iOS-Gerät funktionieren. Wäre dies der Fall, würde das bedeuten, dass die iWatch nicht wie die Smartwatches von Samsung oder Sony nur mit Geräten des Herstellers nutzbar ist, sondern mit Android-Smartphones und womöglich auch Windows Phones zusammenarbeitet. Ob die Apple-Smartwatch auch ein integriertes Mobilfunkmodul wie Samsungs “Gear Solo” mitbringt, wird nicht erwähnt.

Zur Verbindung der iWatch mit einem iOS-Gerät soll die NFC-Technologie in Kombination mit einem Sicherheitsmodul (Secure Element) und biometrischer Erkennung dienen. Bisher hatte Apple die NFC-Technologie allerdings stets gemieden. Womöglich ist aber auch iBeacon gemeint, das auf Bluetooth aufbaut und als Apples Antwort auf NFC gilt. Um eine dünne Bauhöhe zu garantieren, soll die Bauweise auf dem SiP-Ansatz (System-in-Package) basieren.

Ein Unterschied zwischen Apples Smartwatch und deren anderer Hersteller soll auch das Aussehen sein. Der Analyst geht davon aus, dass Apple ähnlich wie Sony verschieden farbige Armbänder aus unterschiedlichen Materialien anbieten wird. Die teuersten Modelle der smarten Uhr sollen ähnlich wie Luxus-Uhren mehrere tausend Dollar kosten. Preise eines Standard-Modells werden nicht angeführt.

Eine Herausforderung, der sich alle Smartwatch-Hersteller und auch Apple stellen müssen, ist die Akkulaufzeit. Derzeit ist dies einer der Hauptkritikpunkt an aktuellen Smartwatch-Modellen. Apple soll Akkus mit einer Kapazität von 200 beziehungsweise 250 mAh verbauen, die die Uhr mindestens für einen Tag mit Strom versorgen.  Sonys SmartWatch 2 schafft beispielsweise drei bis vier Tage, und die über Kickstarter finanzierte Pebble bringt es auf rund eine Woche Laufzeit. Wie die New York Times berichtet, hat Apple angeblich aber auch mit verschiedenen Ladetechniken für seine iWatch experimentiert. Demnach wurden drahtloses Laden per elektromagnetischer Induktion und der Einsatz von Solarzellen getestet.

Auch Kua geht davon aus, dass die iWatch im dritten Quartal des Jahres in den Handel kommt. Dies besagen auch kürzlich aufgekommene Gerüchte aus China, die sich auf Quellen aus der Zulieferkette berufen. Kuo spezifiziert den Release-Termin allerdings noch etwas und erwartet die Apple iWatch für das Ende von Q3. Eine Vorstellung könnte demnach gleichzeitig mit dem iPhone 6 oder kurz darauf gegen Ende September erfolgen. Im Jahr 2014 wird Apple Kuos Analysen zufolge rund 5,5 Millionen Smartwatches verkaufen. Im Jahr darauf sollen sich die Absatzzahlen auf 30 bis 50 Millionen Einheiten erhöhen.

[Mit Material von Dara Kerr, CNET.com]

Christian Schartel
Autor: Christian Schartel
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