Baukasten-Smartphone Project Ara: Google legt erstes Konzept vor

Google hat eine Vorabversion des Module Developers Kit für sein Baukasten-Smartphone Project Ara zum Download freigeben. Nächste Woche veranstaltet Google darüber hinaus eine Entwicklerkonferenz zu dem Smartphone-Project.

Nachdem Google Anfang März nähere Details zu seinem modularen Smartphone Project Ara wie den geplanten Release im Jahr 2015 veröffentlicht hat, gibt es nun eine Vorabversion des Project Ara Module Developers Kit (MDK) für Entwickler frei. Damit legt es ein erstes konkretes Konzept seines Baukasten-Smartphones vor und bekräftigt seine Absichten, das Projekt weiter verfolgen zu wollen.

Baukasten-Smartphone Project Ara: Google legt erstes Konzept vor

Google hat eine Vorabversion des Module Developers Kit für sein Baukasten-Smartphone Project Ara zum Download freigeben. Nächste Woche veranstaltet Google darüber hinaus eine Entwicklerkonferenz zu dem Smartphone-Project (frühes Design für Project Ara, Bild: Motorola).

Das Developers Kit steht kostenlos in der Version 0.10. zum Download bereit und soll Entwicklern einen ersten Einblick geben und natürlich für konstruktives Feedback sorgen. Nächste Woche veranstaltet Google darüber hinaus eine Entwicklerkonferenz zum Project Ara, die weitere Informationen ans Licht bringen dürfte. Sie findet im Computer History Museum in Mountain View, Kalifornien, nicht weit von Googles Hauptquartier statt.

Die Idee des Baukasten-Smartphones war ursprünglich in der Forschungsabteilung Advanced Technology and Projects (ATAP) von Motorola entstanden, die Google nicht mit dem Rest des Unternehmens an Lenovo verkauft.

Ara baut auf einer Basisstruktur auf, die als Endoskelett oder einfach Endo bezeichnet wird und Module ganz nach Wunsch aufnehmen soll. Der Benutzer könnte sich etwa für ein größeres Display entscheiden, eine Tastatur oder eine zusätzliche Batterie. Auch könnten defekte Module erneuert oder innovative neue Module eingesetzt werden, um eine längere Nutzungsdauer als bei heutigen Smartphones zu ermöglichen. Der Austausch von Modulen soll während des Betriebs möglich sein und keinen Neustart erfordern.

Eine Basisvariante des Geräts soll mit WLAN ausgerüstet und für 50 Dollar herzustellen sein. Die Nutzer könnten sie mit verschiedenen Modulen wie Kamera, Lautsprecher oder einem schnelleren Prozessor aufrüsten. Das aus Aluminium gefertigte Endoskelett kommt in drei verschiedenen Größen und sorgt für die Vernetzung der Module. Die mit Permanentmagneten festgehaltenen Module sind nur vier Millimeter dick und ermöglichen so ein komplettes Mobiltelefon, das mit insgesamt 9,7 Millimeter nicht wesentlich mehr aufträgt als etwa Samsungs Galaxy S5 (8,1 Millimeter) oder das iPhone 5S (7,6 Millimeter).

Bei der Entwicklung arbeitet Googles Forschungsabteilung mit externen Unternehmen sowie Universitäten zusammen. Zu den Projektpartnern gehört unter anderem 3D Systems, das eine neue Generation schneller 3D-Drucker vorbereitet, mit denen sich nach Nutzerwünschen anpassbare Modulgehäuse fertigen lassen.

[Mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de]

Autor: Christian Schartel
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