Intel kommt mit über 40 neuen Haswell-Prozessoren

Die ersten Haswell-Prozessoren wurden im Juni 2013 vorgestellt. Sie lieferten gegenüber der Vorgängergeneration Ivy Bridge eine bessere Energieffizienz und Leistung. Die neuesten Chips sollen jetzt für den gleichen Preis etwas mehr Leistung bieten.

In Intels aktualisierter Prozessor-Preisliste (PDF) sind 43 neue Haswell-Prozessoren genannt, die fürs gleiche Geld geringfügig mehr Leistung als die Vorgänger bieten. Die Chips wurden noch nicht offiziell angekündigt. Der Verkauf startet voraussichtlich erst im Mai.

Intel Core i7 der vierten Generation (Bild: Intel)

Intel Core i7 der vierten Generation (Bild: Intel)

Der Refresh erfolgt rund zehn Monate nach der Vorstellung der ersten Haswell-Prozessoren. Diese hatte Intel am 1. Juni 2013 eingeführt. Sie bieten gegenüber der Vorgängergeneration Ivy Bridge eine bessere Energieffizienz und Leistung, was aus dem Wechsel auf die 22-Nanometer-Fertigung resultiert. Vor allem die integrierte Grafikeinheit wurde deutlich beschleunigt.

Die kommenden Chips der vierten Core-i-Generation mit dem Codenamen Devil’s Canyon verwenden eine andere Wärmeleitpaste zwischen Die und Heatspreader. Damit will Intel offenbar das Problem lösen, dass die ersten Haswell-Prozessoren unter Volllast zu Überhitzung neigten oder zumindest bei gleichem Takt deutlich heißer wurden als Ivy-Bridge-CPUs.

Das schnellste neue Modell für den Desktop ist der Quad-Core-Chip Core i7-4790. Er bietet einen um 200 MHz auf 3,6 GHz erhöhten Basistakt gegenüber dem schon länger erhältlichen Core i7-4770. Der maximale Turbotakt steigt nur um 100 MHz auf 4 GHz. Die TDP von 84 Watt sowie der Preis von 303 Dollar sind identisch.

Bei den Haswell-CPUs mit dem Codenamen Devil's Canyon setzt Intel eine andere Wärmeleitpaste ein (Bild: Intel).

Bei den Haswell-CPUs mit dem Codenamen Devil’s Canyon setzt Intel eine andere Wärmeleitpaste ein (Bild: Intel).

Die übrigen neuen Desktop-CPUs der Reihen Core i5 und Core i3 sowie die Stromspar- und Mobilvarianten bieten im Vergleich zu ihren direkten Vorgängern keinen großen Leistungsschub. Denn Intel hat die Taktrate bei den meisten Modellen lediglich um 100 MHz angehoben, was letztlich in einer um wenige Prozentpunkte verbesserten Performance resultiert. Ähnliches gilt auch für die neuen Pentium- und Celeron-Prozessoren der Haswell-Generation. Die Xeon-CPUs für Server wurden nicht aktualisiert.

Nach einem BIOS- beziehungsweise UEFI-Update sollten sich die Neuvorstellungen auch in aktuellen Mainboards der Serie 8 mit dem Sockel LGA1150 einsetzen lassen. Alternativ gibt es neue Platinen der Serie 9. Ob Intel die schon verfügbaren Haswell-Prozessorn künftig günstiger verkaufen wird, geht aus der aktuellen Preisliste mit Stand vom 14. April nicht hervor.

[Mit Material von Björn Greif, ZDNet.de]

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Anja Schmoll-Trautmann
Autor: Anja Schmoll-Trautmann
Redakteurin
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