Whatsapp: Messaging-Dienst verzeichnet inzwischen über 500 Millionen aktive Nutzer pro Monat

Whatsapp wächst in aufstrebenden Märkten wie Brasilien, Indien, Mexiko und Russland am schnellsten. Die Nutzer des Messaging-Dienstes übermitteln jeden Tag mehr als 700 Millionen Fotos und 100 Millionen Videos. Unlängst wurden an einem Tag 64 Milliarden Nachrichten gesendet.

Weder die Übernahme durch Facebook, die von vielen kritisch gesehen wurde, noch die immer wieder auftretenden Sicherheitsprobleme scheinen der Beliebtheit von Whatsapp einen Abbruch getan zu haben, denn der Messaging-Dienst wächst munter weiter. Über eine halbe Milliarde Menschen pro Monat verwendet inzwischen Whatsapp, wie das Unternehmen in seinem Blog mitteilt.

„In den letzten Monaten sind wir am schnellsten in Ländern wie Brasilien, Indien, Mexiko und Russland gewachsen. Unsere Nutzer übermitteln jeden Tag mehr als 700 Millionen Fotos und 100 Millionen Videos“, heißt es in dem kurzen Eintrag. „Wir könnten so weitermachen, aber im Moment ist es wichtiger, dass wir zurück an die Arbeit gehen – denn hier bei WhatsApp haben wir gerade erst angefangen.“

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Erst Mitte Juni 2013 hatte WhatsApp den Meilenstein von 250 Millionen monatlich aktiven Nutzern erreicht. Schon damals spielte es in einer Liga mit Twitter, Skype und Facebook Messenger. Im Dezember meldete der Messaging-Dienst dann 400 Millionen aktive Nutzer pro Monat, im Februar waren es bereits 450 Millionen.

Angesichts dieser Entwicklung scheint Facebook-CEO Mark Zuckerberg mit seiner Aussage vom Februar Recht zu behalten, dass WhatsApp „innerhalb weniger Jahre über eine Milliarde Menschen weltweit“ erreichen wird. Mit der schnell wachsenden Zahl aktiver Nutzer und der starken Präsenz in aufstrebenden Märkten hatte er den hohen Kaufpreis von 19 Milliarden Dollar begründet.

Die US-Handelsbehörde Federal Trade Commission hatte die Übernahme Anfang des Monats genehmigt, erinnerte WhatsApp aber mit Nachdruck daran, seine Versprechen hinsichtlich des Datenschutzes einzuhalten. Jetzt fehlt Facebook noch die Zustimmung der internationalen Aufsichtsbehörden, um die Akquisition abschließen zu können.

In aufstrebenden Märkten wie Brasilien und Indien dürfte WhatsApp vor allem deshalb so erfolgreich sein, weil es mit einer Jahresgebühr von knapp einem Euro eine günstige Alternative zu SMS darstellt. Allein in Indien zähle es mittlerweile über 48 Millionen monatlich aktive Nutzer, sagte WhatsApp-Vizepräsident Neeraj Arora gegenüber BGR India. Seit Februar sind damit 4 Millionen neue Anwender pro Monat hinzugekommen.

Nachdem Facebook im Februar angekündigt hatte, WhatsApps zu übernehmen, waren viele Nutzer geteilter Meinung, ob das nun gut oder schlecht sei. Dem Marktforscher Advise zufolge ergab eine repräsentative Umfrage unter 1012 deutschen WhatsApp-Anwendern, dass rund die Hälfte die Übernahme durch Facebook zwar nicht als kritisch ansieht, aber knapp ein Drittel über einen Wechsel zu einem anderen Dienst wie Threema nachdenkt.

Mit zahlreichen Ankündigungen hat WhatsApp aber offenbar wirksam gegengesteuert und die möglichen Bedenken von Nutzern zerstreut. Gründer und CEO Jan Koum hatte kurz nach Bekanntwerden der Übernahme betont, dass auch künftig keine Werbung in der WhatsApp-Anwendung angezeigt werde. Später versicherte er erneut, dass der Verkauf an Facebook den Datenschutz des Messaging-Dienstes nicht gefährde. Stiftung Warentest hält den Instant-Messenger in Sachen Datenschutz allerdings schon jetzt für „sehr kritisch“.

Der nächste Schritt für WhatsApp wird die Einführung von Sprachdiensten sein, die noch im zweiten Quartal zur Verfügung stehen sollen. Sie werden zunächst auf Android-Geräten und dem iPhone Einzug halten. Windows Phone und Blackberry sollen folgen.

[mit Material von Björn Greif, ZDNet.de]

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Anja Schmoll-Trautmann
Autor: Anja Schmoll-Trautmann
Redakteurin
Anja Schmoll-Trautmann Anja Schmoll-Trautmann Anja Schmoll-Trautmann

Neueste Kommentare 

Eine Kommentar zu Whatsapp: Messaging-Dienst verzeichnet inzwischen über 500 Millionen aktive Nutzer pro Monat

  • Am 23. April 2014 um 19:32 von Günther

    Ach deswegen werden seit einiger Zeit Nachrichten verspätet oder manchmal gar nicht übermittelt. Weiter so. Toi.toi.

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