Microsoft Windows 8.1 Update 2 soll das Startmenü im September zurückbringen

Microsoft soll in Zukunft häufiger Updates für Windows herausgeben und schon im August oder September das Startmenü zurückbringen. Der Name der nächsten Version von Microsoft Windows 8 ist allerdings noch nicht final. Für Windows 9 erwägt Microsoft angeblich ein neues Geschäftsmodell.

Das Update 2 für Microsoft Windows 8.1 ist angeblich bereits in Arbeit und wird laut der russischen Gruppe WZOR, die sich schon in der Vergangenheit als zuverlässige Quelle erwiesen hat, im September samt dem auf der Build 2014 gezeigten Startmenü erscheinen. Als frühester Termin kursiert derzeit August, wie die ZDNet-Bloggerin Mary Jo Foley von ihren Quellen erfahren haben will. Damit würde Microsoft sein aktuelles Desktop-Betriebssystem nur rund fünf bis sechs Monate nach der letzten Aktualisierung auf Windows 8.1 (Update 1) erneut mit einem Update versorgen.

Microsoft Windows 8.1 Update 2 soll das Startmenü im September zurückbringen

Microsoft soll in Zukunft häufiger Updates für Windows herausgeben und schon im August oder September das Startmenü zurückbringen. Der Name der nächsten Version von Microsoft Windows 8 ist allerdings noch nicht final. Für Windows 9 erwägt Microsoft angeblich ein neues Geschäftsmodell (Screenshot: CNET.com)

Der Name des Updates sei laut WZOR aber noch nicht final und werde derzeit von Microsoft intern diskutiert. Womöglich wird es als Microsoft Windows 8.1 Update 2 oder direkt als Version 8.2 herauskommen. Feststehen soll allerdings schon, dass die neue Version beziehungsweise das Update das Startmenü enthält, das Microsoft auf der Build 2014 vorgeführt hatte. Bisherigen Gerüchten zufolge sollte es erst mit Windows 9 zurückkehren. Der auf der Entwicklerkonferenz gezeigte Entwurf ist an das Startmenü von Windows 7 angelehnt. In der linken Spalte befinden sich einem Screenshot zufolge weiterhin die zuletzt genutzten Programme, während die rechte Spalte die Möglichkeit bietet, Kacheln beziehungsweise Windows-Store-Apps anzuheften.

Die ZDNet-Bloggerin Mary Jo Foley will Neues zu Microsofts Update-Zyklus erfahren haben. Quellen sollen verraten haben, dass Microsoft in Zukunft häufiger Updates herausgeben und den zeitlichen Abstand zwischen neuen Windows-Versionen weiter verkürzen will. Seine Entwickler habe es ermutigt, mehr Änderungen und Neuerungen in einem kürzeren Zeitraum zu erledigen, und alles, was fertig geworden ist, in wenigen Monaten abzuliefern. Bei der Entwicklung von Windows 7 und Windows 8 sei Microsoft noch einem klar definierten Zeitplan gefolgt.

Ein Grund für die kürzeren Abstände zwischen den Updates könnte die Kritik von Anwendern an der mit Windows 8 eingeführten neuen Benutzeroberfläche sein, die Microsoft für die Bedienung per Touchscreen optimiert hat. Auch wenn das Update auf Windows 8.1 neue Features bietet, die eine Bedienung per Maus und Tastatur vereinfachen sollen, konnte das Betriebssystem vor allem viele Geschäftskunden bisher nicht überzeugen. Daher verwenden viele Desktop-Anwender das Open-Source-Programm Classic Shell, das das von Windows 7 bekannte Startmenü unter Windows 8.1 verfügbar macht.

In einem Interview mit Foley hatte Terry Myerson, Executive Vice President der Windows-Sparte, Anfang des Monats bestritten, er habe dem Windows-Team denselben Zeitplan für neue Updates verordnet wie dem Windows Phone Team. Letzteres hatte Redmonds Mobil-OS im Kalenderjahr 2013 dreimal aktualisiert. Gerüchten zufolge sollen in diesem Jahr zwei weitere Updates für Windows Phone 8.1 folgen.

Er wies zudem darauf hin, dass Unternehmen andere Anforderungen an Updates stellen als Verbraucher. Sie wollten sich nicht alle sechs Monate mit neuen Updates beschäftigen. Als Folge räumt Microsoft Geschäftskunden auch 120 Tage für die Installation von Windows 8.1 Update ein – statt der ursprünglich angekündigten 30 Tage.

Unklar ist allerdings noch, welche Pläne Microsoft für den Nachfolger von Windows 8.1 hat. Von ihren Quellen will Foley erfahren haben, dass Windows 9 schon im April 2015 zur Verfügung stehen könnte. Die WZOR-Gruppe behauptet zudem, der Start-Button werde in Windows 9 anders funktionieren als in Windows 8.1. Er soll sich vor allem auf touchfähigen Geräten anders verhalten als auf traditionellen PCs ohne Touchscreen. Eine Neuerung von Windows 9 könnten interaktive Live-Tiles sein, wie mittlerweile wieder gelöschte Videos und eine Webseite des Microsoft-Projekt “Interactive Tiles” andeuten. Die Clips zeigen unter anderem die Möglichkeit, innerhalb einer Live-Kachel zu scrollen, um beispielsweise eine E-Mail oder eine Wiedergabeliste anzuzeigen, ohne die zugehörige Anwendung öffnen zu müssen. Nähere Informationen können Interessierte hier nachlesen.

WZOR zufolge erwägt Microsoft zudem ein neues Geschäftsmodell für Windows. Eine Basisversion des Betriebssystems könnte demnach künftig kostenlos sein. Nutzer, die alle Funktionen verwenden wollen, müssten dann ein Abonnement abschließen. Einen ähnlichen Weg beschreitet Microsoft schon mit Office für iPad, das sich ohne Office-365-Abonnement nur eingeschränkt nutzen lässt. Foley hat nach eigenen Angaben von ihren Quellen noch nichts zu diesem Gerücht gehört.

[Mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de]

Autor: Christian Schartel
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