Nintendo will neue Konsolen für aufstrebende Märkte entwickeln

Nintendo will künftig seine Strategie ändern und neue Geräte für Schwellenländer entwickeln, anstatt auf günstigere Versionen von aktuellen Konsolen zu setzen. Die Meldung folgt einem gestern veröffentlichten Geschäftsbericht, in dem Nintendo einen Verlust von 457 Millionen Dollar ausweist.

Nintendo plant, im nächsten Jahr neue Konsolen für aufstrebende Märkte herauszubringen. Das hat Nintendo-Präsident Satoru Iwata gegenüber Bloomberg mitgeteilt. Anstatt vorhandene Hardware zu überarbeiten, will der Konsolen- und Videospiele-Hersteller neue, speziell an die jeweiligen Märkte angepasste Geräte entwerfen.

Nintendo will neue Konsolen für aufstrebende Märkte entwickeln

Nintendo will künftig seine Strategie ändern und neue Geräte für Schwellenländer entwickeln, anstatt auf günstigere Versionen von aktuellen Konsolen zu setzen. Die Meldung folgt einem gestern veröffentlichten Geschäftsbericht, in dem Nintendo einen Verlust von 457 Millionen Dollar ausweist (Bild: CNET.com).

„Anstatt auf günstigere Versionen von aktuellen Konsolen zu setzen, wollen wir neue Dinge entwickeln“, erklärte Iwata gegenüber der Nachrichtenagentur. „Die Produkt-und Preisstrategie muss von Grund auf neu gestaltet werden.“

Die Entwicklung neuer Hardware für Schwellenländer stellt einen Strategiewechsel für Nintendo dar, das in der Vergangenheit stets die gleiche Hardware in allen Märkten verkauft hat. Nach den äußerst schlechten Umsätzen mit der Wii U versucht Nintendo neue Wege zu gehen.

Nachdem Nintendo seine Jahresumsatzschätzung für die Wii U von 9 auf 2,8 Millionen Exemplare revidieren musste, gab es kürzlich bekannt, im letzten Geschäftsjahr, das am 31. März endete, nur 2,72 Millionen Einheiten verkauft zu haben. Seit dem Erscheinen der Wii U Ende 2012 hat Nintendo nur 6,17 Millionen Geräte an den Mann gebracht. Die Sony PlayStation 4 hat sich zum Vergleich bereits rüber 7 Millionen Mal in nur sechs Monaten verkauft.

Laut einem gestern veröffentlichten Geschäftsbericht musste Nintendo einen Verlust von 457 Millionen US-Dollar beziehungsweise 46,4 Milliarden Yen für das vergangene Geschäftsjahr verbuchen. Dies ist das dritte Jahr in Folge, in dem Nintendo Verlust macht.

Mario Kart 8

Mario Kart 8 erscheint am 30. Mai für die Nintendo Wii U (Bild: Nintendo).

Mit dem achten Teil des Nintendo-Klassikers Mario Kart, der am 30. Mai exklusiv für die Wii U erscheint, könnte das Unternehmen die Verkäufe womöglich nochmals ankurbeln. Das Spiel kostet in der Standard-Ausführung rund 60 Euro und kommt mit acht verschiedenen Cups mit jeweils vier Strecken, den Spielmodi Grand Prix, Time Trial, VS Race sowie Battle, neuen Charakteren, Waffen und Gegenständen wie Rosagold-Peach (schwer), der Bumerangblume oder der Superhupe, Mario Kart TV und einem für bis zu zwölf Spieler ausgelegten Online-Multiplayer-Modus. Zudem wird es eine Companion-App für Smartphones geben, mit der Spieler aufgenommene Spielszenen oder Statistiken abrufen können.

Vollwertige Spiele will Nintendo aber nicht für den mobilen Markt herausbringen. „Wir sind seit 30 Jahren im Konsolengeschäft und ich glaube nicht, dass wir einfach auf ein Smartphone-Modell umsteigen können“, so Iwata gegenüber Bloomberg.

[Mit Material von Steven Musil, CNET.com]

Autor: Christian Schartel
Christian Schartel Christian Schartel Christian Schartel

Neueste Kommentare 

Eine Kommentar zu Nintendo will neue Konsolen für aufstrebende Märkte entwickeln

  • Am 9. Mai 2014 um 12:34 von John

    Die Smartphones dringen in den Konsolenmarkt ein mit den Smartphone spielen, warum dringt Nintendo nicht in den Smartphone Markt ein?

    Bald hat jedes Smartphone einen Duo Prozessor mit 1 GB Ram. Damit kann es mit dem Nintendo DS mithalten, die Knöpfe kann man auf das Smartphone visualisieren. Das Smartphone ist vielfältig einsetzbar.
    Es ist ein All-In-One Gerät: telefonieren, spielen, Navi, chatten, informieren usw.
    Das Nintendo DS nur ein Spielgerät. Nintendo wird untergehen mit dem ständig rückwärtsgerichteten Blick an die Vergangenheit des neuen Nintendo-Chefs. Der alte Chef ist 2013 verstorben, war mutiger und experimentierfreudiger!

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *