Twitter: Kontakte lassen sich mit neuer „Mute“-Funktion stummschalten

Von stummgeschalteten Kontakten tauchen keine Inhalte mehr in der Timeline des Twitter-Nutzers auf. Push- oder SMS-Mitteilungen werden ebenfalls nicht mehr angezeigt. Entfolgt werden die Kontakte dadurch aber nicht. In Deutschland ist die Mute-Funktion aktuell noch nicht verfügbar.

Mit der neu eingeführten Mute-Funktion erhalten Twitter-Nutzer mehr Kontrolle über die Inhalte in ihrer Timeline. Über das Web, das Android-Smartphone oder Apples iPhone haben sie nun die Möglichkeit, einzelne Kontakte, von denen sie weniger Inhalte sehen möchten, stummzuschalten, ohne dass diese es mitbekommen. Das hat Twitter in einem Blogbeitrag angekündigt.

Twitter: Kontakte lassen sich per Mute-Funktion stummschalten

Von stummgeschalteten Kontakten tauchen keine Inhalte mehr in der Timeline des Twitter-Nutzers auf. Push- oder SMS-Mitteilungen werden ebenfalls nicht mehr angezeigt. Entfolgt werden die Kontakte dadurch aber nicht. In Deutschland ist die Mute-Funktion aktuell noch nicht verfügbar (Bild: CNET.com).

Wird ein Kontakt stummgestellt, zeigt Twitter ab diesem Zeitpunkt nicht nur seine Inhalte in der Timeline nicht mehr an, sondern stellt dem Twitter-Nutzer auch keine Push- oder SMS-Mitteilungen mehr von diesem Kontakt zu. Stummgeschaltete Nutzer werden dadurch aber nicht entfolgt und können weiterhin dem Anwender folgen und mit seinen Inhalten interagieren. Antworten und Erwähnungen werden auch wie bisher im Bereich „Mitteilungen“ angezeigt. Auch der Versand von Direktnachrichten ist möglich.

Über den Browser, das Android-Smartphone oder Apples iPhone lassen sich Nutzer entweder über deren Profilseite per Klick auf das Zahnrad-Symbol oder aus einem Tweet heraus über die gepunktete Schaltfläche beziehungsweise den Punkt „mehr“ stummschalten. Ein rotes Lautsprecher-Symbol zeigt dann an, dass die Mute-Funktion aktiviert ist.

Der Rollout des Stummschalten-Features läuft allerdings noch. In Deutschland ist die Funktion aktuell noch nicht verfügbar.

Mute unterscheidet sich wesentlich von Twitters Blockierfunktion, die beinhaltet, dass der Blockierte die eigenen Tweets nicht mehr sehen kann – und die Twitter daher als “äußerst konfrontativ” bezeichnet, weil der Blockierte ja von der Blockade erfahre. Zudem könne er – wenn nicht eingeloggt – weiter alle öffentlichen Tweets des Blockierenden sehen, sodass die Funktion ins Leere laufe. Im Dezember 2013 hatte Twitter Blockieren so umgebaut, dass es in etwa dem neuen Stummschalten entsprach. Nach Nutzerprotesten machte es die Änderung wieder rückgängig.

“Wir haben entschieden, die Änderung rückgängig zu machen, nachdem wir Rückmeldungen zahlreicher User erhalten haben”, schrieb Twitter im Dezember. “Wir wollen niemals Funktionen einführen, aufgrund derer sich unsere Nutzer weniger sicher fühlen. Alle von Ihnen eingerichteten Blockaden sind noch aktiv.”

Man halte es aber weiterhin “nicht für ideal”, dass der Blockierte wisse, dass er blockiert werde. “Manche Nutzer empfinden Reaktionen nach dem Blockieren als genauso beängstigend wie erlittene Schmähungen vor dem Blockieren. Für die Zukunft forschen wir daher weiter nach Möglichkeiten, um Anwender vor Beleidigungen zu schützen und Vergeltungsmaßnahmen zu verhindern.”

Twitter wollte auf Nachfrage durch CNET.com keinen Kommentar zum Verhältnis von Blockieren und Stummschalten abgeben. Es scheint aber offensichtlich, dass Stummschalten aus den damaligen Überlegungen hervorgegangen ist. Seinen Anwendern lässt Twitter nun die Wahl. Stummschalten dürfte auch eine gute kurzfristige Lösung sein, wenn ein ansonsten geschätzter Kontakt ausführlich von einer Veranstaltung tweetet, die einen selbst nicht interessiert.

[Mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de]

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Autor: Christian Schartel
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