Facebook will mit Slingshot angeblich neue Alternative zu Snapchat herausbringen

Facebook-CEO Mark Zuckerberg überwacht die Entwicklung der neuen Snapchat-Alternative „Slingshot“ angeblich persönlich. Facebooks Foto- und Video-Sharing-App könnte noch in diesem Monat erscheinen.

Nachdem Facebook die Anwendung Poke, die es im Dezember 2012 als Pendant zu der beliebten App Snapchat einführte, kürzlich wieder eingestellt hat, soll das Soziale Netzwerk mit der Anwendung „Slingshot“ bereits an einer neue Alternative zu der Video- und Foto-Messaging-App arbeiten. Das bereichtet die Financial Times

Facebook will mit Slingshot angeblich neue Alternative zu Snapchat herausbringen

Facebook-CEO Mark Zuckerberg überwacht die Entwicklung der neuen Snapchat-Alternative „Slingshot“ angeblich persönlich. Facebooks Foto- und Video-Sharing-App könnte noch in diesem Monat erscheinen (Bild: James Martin / CNET.com).

Das Projekt hat offenbar höchste Priorität, da CEO Mark Zuckerberg die Entwicklung persönlich überwachen soll. Slingshot könnte noch in diesem Monat veröffentlicht werden, so der Bericht.

Snapchat ist eine App für Apple iOS und Android, die zum Versenden von Fotos und Videos dient, die nur bis zu zehn Sekunden lang sichtbar bleiben und dann automatisch gelöscht werden. Mittlerweile wurde sie auch um eine Chat-Funktion sowie Videotelefonie erweitert. Ende 2013 wollte Facebook Snapchat übernehmen, der Messaging-Dienste lehnte das Angebot von 3 Milliarden Dollar jedoch ab.

Über die seit zwei Jahren erhältliche Snapchat-App wurden bisher rund 400 Millionen Fotos und Videos verschickt. Die App ist besonders bei Jugendlichen beliebt, einer für Facebook wichtigen Zielgruppe. Einer Umfrage von Pew zufolge haben auch rund neun Prozent der erwachsenen Smartphone-Besitzer in den USA die App installiert.

Mit der App Poke, die aus einem früheren Facebook-Feature abgeleitet wurde, versuchte Facebook Snapchat bereits Konkurrenz zu machen. Wie bei Snapchat war der Clou von Poke, dass verschickte Nachrichten nach Ablauf einer Frist automatisch gelöscht wurden. Facebook hatte aber keinen großen Erfolg mit der Anwendung und löschte sie kürzlich aus dem App Store.

Neben Facebook interessiert sich auch Yahoo für das von Snapchat entwickelte Konzept. Mit Blink übernahm es in der vergangenen Woche einen Messaging-Dienst, der ebenfalls verschickte Texte, Bilder und Audiodateien nach kurzer Zeit wieder löscht. Die sieben Mitarbeiter des Unternehmens sind jetzt Teil der Yahoo-Sparte für “intelligente Kommunikationsprodukte”. Die iOS- und Android-Versionen der App wurden inzwischen eingestellt.

[Mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de]

Autor: Christian Schartel
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