LG G3: offizielles Präsentationsmaterial aus Korea enthüllt das Android-Smartphone

Fotos einer Präsentation enthüllen die technischen Daten des Android-Smartphones LG G3, das erst am 27. Mai offiziell vorgestellt wird. Der Nachfolger des LG G2 kommt mit einem 5,5-Zoll-QHD-Display, einer Snapdragon-801-CPU, 3 GByte RAM, 32 GByte Speicher, einer 13-Megapixel-Kamera, einem 3000-mAh-Akku, einem 1-Watt-Verstärker und Android 4.4.2 als OS. Mit dem QuickCircle-Cover hat LG zudem eine neue Schutzhülle im Angebot.

Nachdem bereits zahlreiche Pressebilder des Android-Smartphones LG G3 durchgesickert sind, sind nun auch alle technischen Daten vorab der offiziellen Vorstellung am 27. Mai ins Netz geraten. Was das neue Android-Gerät zu bieten hat, zeigen Fotos, die offenbar auf einer Präsentation in Korea aufgenommen wurden, auf der LG sein neues Android-Flaggschiff bereits einem ausgewählten Personenkreis vorgeführt hat. Das berichten unsere spanischen Kollegen von CNET.com Spanien. Die grundlegenden Daten der koreanischen Ausführung dürften mit der europäischen Version übereinstimmen.

LG G3: offizielles Präsentationsmaterial aus Korea enthüllt das Android-Smartphone

Fotos einer Präsentation enthüllen die technischen Daten des Android-Smartphones LG G3, das erst am 27. Mai offiziell vorgestellt wird. Der Nachfolger des LG G2 kommt mit einem 5,5-Zoll-QHD-Display, einer Snapdragon-801-CPU, 3 GByte RAM, 32 GByte Speicher, einer 13-Megapixel-Kamera, einem 3000-mAh-Akku, einem 1-Watt-Verstärker und Android 4.4.2 als OS (Screenshot Youtube: CNET.de).

Die Bilder bestätigen die bisher kursierenden Gerüchte. Dass das LG G3 wie das Oppo Find 7 mit einem 5,5 Zoll großen IPS-LC-Display mit einer QHD-Auflösung von 2.560 mal 1.440 Pixel und einer Pixeldichte von 538 ppi ausgestattet ist, war allerdings schon offiziell. Dies hatte LG im Prinzip schon Anfang Mai mit der Ankündigung des Panels bestätigt. Die Anzeige soll Full-HD-Bildschirmen in Sachen Helligkeit und Farbwiedergabe in nichts nachstehen, was aufgrund der höheren Pixelanzahl eine Herausforderung darstellt. Laut LG liefert das Panel aufgrund der höheren Anzahl an Pixel schärfere Farbe und Kontraste als herkömmliche Displays. Bilder und Videos mit hoher Auflösung sollen von einer lebendigeren und realistischeren Darstellung profitieren. Vorteile sieht der Hersteller auch bei der Lesbarkeit von Buchstaben oder der Betrachtung von Bildern, die während dem Arbeiten an Dokumenten oder Surfen im Netz ohne Verzerrungen vergrößert dargestellt werden können. In wie weit QHD-Displays bei Smartphones mit vergleichsweise kleinen Diagonalen tatsächlich merkliche Vorteile gegenüber Full-HD-Anzeigen bieten, bleibt aber noch abzuwarten. Zum Vergleich: HTC One (M8): 440, HTC One (M7): 468 ppi, Samsung Galaxy S5: 431 ppi, Samsung Galaxy Note III: 386.

Das neue QHD-Panel kommt weiterhin mit einem noch etwas dünneren Rahmen, wodurch LG den Abstand zwischen Display und Gehäuse beim neuen G3 nochmals reduziert hat, wie es auch auf den durchgesickerten Fotos zu sehen ist. Um wie viel es die 2,65 Millimeter des Vorgängers genau unterbieten kann, bleibt aber noch abzuwarten. Der Rahmen des Panels selbst ist laut LG Display jedenfalls nur 1,15 Millimetern dick.

Das Gehäuse wird mit 146,3 mal 74,6 mal 8,9 Millimeter aber etwas größer und breiter ausfallen als das des letztjährigen Modells (138,5 mal 70,9 mal 8,9 Millimeter). Die Bauhöhe ist identisch. Allerdings ist die koreanische Version aufgrund der Antenne vermutlich etwas größer als das europäische Modell. Die Rückseite des LG G3 wird aus Metall bestehen, wie der Hersteller bestätigt. „Das QuickCircle Case, welches das metallische Backcover ersetzt“, heißt es in einer Pressemitteilung zur neuen LG-Schutzhülle.

Die Fotos von der Präsentation räumen endgültig mit dem Gerücht auf, LG werde sein Smartphone womöglich mit einem eigenen 64-Bit-Prozessor antreiben. Den Folien zufolge werkelt unter der Haube des LG G3 Qualcomms Snapdragon-801-CPU. Beim im Juni erwarteten Samsung Galaxy S5 Prime sowie dem HTC One (M8) Prime soll bereits der neuere Snapdragon-805-Chip integriert sein. Der Snapdragon 801 kommt mit vier Krait-400-Kernen und erlaubt eine maximale Taktrate von 2,5 GHz. Der Snapdragon 805 ist für bis zu 2,7 GHz ausgelegt und bietet gegenüber der Adreno-330-GPU des 801 auch eine etwas leistungsfähigere Grafikeinheit. Die Unterschiede dürften aber nicht allzu sehr ins Gewicht fallen. Dem Prozessor stehen wie beim Sony Xperia Z2 3 GByte RAM (LPDDR3) zur Seite. Der interne Speicher ist 32 GByte groß.

Der Akku des LG G3 ist mit 3000 mAh genauso groß wie der des Vorgängers und vermutlich ebenfalls fest verbaut. Ob das G3 an die sehr gute Akkulaufzeit des G2 herankommt, bleibt aber abzuwarten, da es mit einem größeren und höher auflösenden Display kommt, das vermutlich mehr Strom verbraucht. Allerdings dürfte Qualcomm beim Snapdragon 801 im Vergleich zum im G2 verbauten Snapdragon 800 auch nochmals am Energiemanagement gefeilt haben.

Für Fotos und Videos bringt das LG G3 entgegen früherer Gerüchte keine 16-, sondern wie das G2 eine 13-Megapixel-Kamera mit. Die Kamera verfügt aber wie das Android-Smartphones LG G Pro 2  über einen optischen Bildstabilisator, den LG nochmals verbessert haben dürfte. Video-Aufnahmen in 4K/Ultra-HD-Auflösung wird die Kamera ebenfalls unterstützten. Links neben der Linse des G3 findet sich zudem ein neues Feature, dass das Fokussieren verbessern wird. Zumindest bestätigt dies der Schriftzug „Just Shoot“ auf der entsprechenden Präsentationsfolie. Gerüchten zufolge handelt es sich dabei um einen Laser. Die genaue Funktionsweise der Technologie ist aber noch nicht geklärt.  Für Selbstportraits und  Videotelefonie ist noch eine 2,1-Megapixel-Webcam auf der Vorderseite integriert. Für Selfie-Fans wird das G3 auch eine besondere Funktion mitbringen. Selbstportraits lassen sich voraussichtlich per Sprachbefehl oder Winken auflösen.

Ein bisher noch nicht durchgesickertes Ausstattungsmerkmal des G3 wird ein Lautsprecher mit einem 1-Watt-Verstärker sein. Auf Front-Stereo-Lautsprecher wird LG im Gegensatz zu HTC und jetzt auch Sony aber wohl nicht setzen.

Im Bereich der Kommunikation gibt es wie üblich UMTS samt Datenturbo HSPA+, NFC, Bluetooth 4.0 (ANT+), USB 2.0 sowie voraussichtlich auch aGPS und Glonass. WLAN 802.11ac und LTE Cat 4 sind ebenfalls mit an Bord.

Als OS kommt Android 4.4.2 zum Einsatz, dem LG eine überarbeitete Version seiner hauseigenen Oberfläche Optimus UI samt flacheren Icons überstülpt, wie schon früher durchgesickerte Screenshots vermuten lassen.

Hier geht’s zu den Fotos der Präsentation in Korea.

Mit dem QuickCircle-Cover hat LG zudem eine neue Schutzhülle im Angebot (Bild: LG).

Mit dem QuickCircle-Cover hat LG zudem eine neue Schutzhülle im Angebot (Bild: LG).

Damit dürfte LG für die Vorstellung des G3 unter dem Motto “To be simple is to be Great” wohl keine großen Überraschungen mehr auf Lager haben, denn auch das neue Case des Android-Smartphones ist bekannt. LG hat die QuickCircle genannte Schutzhülle bereits offiziell auf Youtube angekündigt. Ähnlich wie Samsungs S View Cover oder LGs älteres Flipcover mit Quick Window hat es ein kleines, rundes Sichtfenster, das beispielsweise über die Uhrzeit, das Datum und die Temperatur informiert, ohne dass Anwender die Hülle aufklappen müssen.

Daneben können Anwender auch gleich einige Apps über das Fenster bedienen und beispielsweise ein Foto schießen oder den laufenden Song wechseln. Auch das Annehmen von Anrufen ist dank der speziell für diese Funktion entwickelten Widgets möglich. Wenn es etwas Neues gibt, macht ein weißes Leuchten des Fensters darauf aufmerksam. LG stellt anderen App-Entwicklern auch ein SDK bereit, sodass sie Widgets ihrer Anwendungen für das Cover herausbringen können. Darüber hinaus unterstützt das Cover auch den Qi-Ladestandard und ermöglicht ein drahtloses Laden des Android-Smartphones. Das QuickCircle-Case ist in den Farben Schwarz, Weiß, Gold, Pink und Aqua Mint erhältlich.

[Mit Material von Juan Garzon, CNET.com Spanien]

Autor: Christian Schartel
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4 Kommentare zu LG G3: offizielles Präsentationsmaterial aus Korea enthüllt das Android-Smartphone

  • Am 23. Mai 2014 um 18:01 von RicMedio

    Uha wie langweilig…
    Foto per Sprachbefehl geht schon beim S3
    Es ist so groß wie ein Note 3! Das würde ich schon nicht mehr als Smartphone bezeichnen. Damit wird wohl LG nicht punkten… Bis auf die Metallrückseite und 3 GByte RAM… Wenn ich da an die vielen kleine Dinge bei Samsung denke.

    Beispielsweise kann man mit dem S5
    jetzt durch seine Wasserdichtigkeit die
    Wassertemperatur im Pool messen. (Temperatur-Sensor)

    Cu

    • Am 23. Mai 2014 um 19:59 von Thorsten

      Das ist ja auch total wichtig mit dem Handy die Temperatur im Pool zu messen.

    • Am 24. Mai 2014 um 00:16 von Andreas

      Nein, viel wichtiger sind die anderen 1000 kleinen Dinge, die das S5 kann aber niemand benötigt. :)

    • Am 24. Mai 2014 um 08:19 von seb

      Was die Dimensionen angeht, ist es wohl gerade mal 4mm länger und 2mm breiter als das S5, was ein 0,4″ kleineres Display hat. Zum Note 3 fehlt noch ein Stück.

      Und nur so als Tipp: das S5 ist IP67 zertifiziert, das heißt längere Tauchgänge (wie z.B. Temperatur messen…) sollte man vermeiden, könnte sonst ein teurer Spaß werden.

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