Google: 440.000 Nest-Rauchmelder zurückgerufen

Die US-Behörde für Produktsicherheit hat Rauchmelder der Google-Tochter Nest zurückgerufen. Der Verkaufsstopp selbst gilt schon länger.

Die amerikanische Behörde CPSV (Consumer Product Safety Commission) für Produktsicherheit gab vergagenenen Mittwoch bekannt, dass circa 440.000 Nest-Rauchmelder zurückgegeben werden können.

Nest Protect: Smoke + CO Alarm
Die CO- und Rauchmelder „Nest Protect“ von Google müssen aufgrund einer fehlerhaften Abschaltfunktion zurückgerufen werden. Die Rauchmelder können über die sogenannte „Nest Wave“-Funktion über Gesten abgeschaltet werden. Das Problem dabei ist, dass nicht nur die vorgesehenen Gesten den Rauchmelder deaktivieren, sondern auch zufällige Bewegungen das Gerät abschalten können. Die Deaktivierungsmöglichkeit bezieht sich damit auf beide Alarmstufen des Nest Protect. Die erste informiert den Bewohner mit Licht und Sprachausgabe über einen möglichen Brand. Durch den Fehler ist eine zuverlässige Erkennung von Bränden nicht mehr gewährleistet.

Der CPSV liegen keine Informationen über Vorfälle im Zusammenhang mit dieser Fehlfunktion vor. Ein automatisches Update, das die Nest Protext Geräte über das WLAN erhalten, deaktiviert die Nest Wave Funktion. Kunden sollen über Nest Sense sicherstellen, dass Nest Wave tatsächlich deaktiviert und ausgegraut ist. Wer dieser Lösung nicht folgen möchte, ist berechtigt, die Geräte bei voller Kostenerstattung zurückzusenden.

Nest wurde im Januar 2014 für 3,2 Milliarden Dollar von Google übernommen. Damit sicherte sich Google ein solides Standbein im wachsenden Markt für Smarthomes. Die Integration von Technik, die sich über Tablets und Smartphones steuern lässt, in Wohn- und Bürogebäude gewinnt zunehmend an Bedeutung. Smartphones spielen aber auch ohne direkt ansprechbare Technik eine große Rolle bei der Gebäudeverwaltung. Mit Apps wie dem Seton FacilityInspector lassen sich anstehende Reparaturen oder bauliche Veränderungen leicht dokumentieren. Eine direkte Verbindung zu Mitarbeitern der Firma bietet die Möglichkeit, schnell und unkompliziert mit Lösungsvorschlägen versorgt zu werden. So ließen sich für die fehlerhaften Nest-Rauchmelder in kürzester Zeit Ersatzmodelle finden.

Anja Schmoll-Trautmann
Autor: Anja Schmoll-Trautmann
Redakteurin
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