Apple: Mac OS X 10.10 Yosemite offiziell vorgestellt

Mac OS X 10.10 Yosemite erhält ein an iOS 7 angelehntes Design und kommt mit dem neuen Online-Speicher iCloud Drive, einem überarbeiteten Safari-Browser sowie aktualisierten Benachrichtigungscenter. Die finale Version wird im Herbst erscheinen und wie OS X 10.9 Mavericks kostenlos sein.

Bevor Apple sich auf seiner Keynote auf der World Wide Developers Conference (WWDC) iOS 8 zuwendete, stellte es die nächste Ausgabe seines Desktop-Betriebssystem Mac OS X vor. Wie erwartet trägt die Version 10.10 den Beinamen Yosemite und hat ein an iOS 7 angelehntes Design erhalten.

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Mac OS X 10.10 Yosemite erhält ein an iOS 7 angelehntes Design und kommt mit dem neuen Online-Speicher iCloud Drive, einem überarbeiteten Safari-Browser sowie aktualisierten Benachrichtigungscenter. Die finale Version wird im Herbst erscheinen und wie OS X 10.9 Mavericks kostenlos sein (Bild: Apple).

Mac OS X 10.10 Yosemite steht ab sofort als Betaversion für Entwickler zum Download bereit. Interessierte Nutzer haben zudem die Möglichkeit, sich für ein Beta-Programm anzumelden. Die finale Version des Betriebssystems soll dann im Herbst herauskommen und wie schon die Vorgänger-Version 10.9 kostenlos sein.

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Unter Mac OS X 10.10 Yosemite verfügen Apps über ein flacheres und moderneres Design (Bild. Apple).

Mit flacheren Icons und die Pastellfarben hat Apple die mit iOS 7 eingeschlagene Richtung konsequent auf die Bedienoberfläche von OS X übertragen. Überarbeitet hat Apple weiterhin die Toolbar, Menüs und Schaltflächen, die unter Mac OS X 10.10 Yosemite nun mehr vereinheitlicht sind, als es bei dem Vorgänger Mavericks der Fall war.

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iCloud Drive funktioniert ähnlich wie Google Drive oder Dropbox und dient zum Speichern sowie Synchronisieren beliebiger Dateien mit einem iOS-Gerät (Bild: Apple).

Apples neuer Online-Speicher iCloud Drive steht natürlich nicht nur unter iOS 8 zur Verfügung, sondern kann auch unter OS X 10.10 Yosemite genutzt werden. Er dient zum Ablegen beliebiger Dateien, die sich über die iCloud zwischen Mac und iOS-Geräten synchronisieren lassen – ganz ähnlich unter Android mit Google Drive oder dem Cloud-Dienst Dropbox.

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iMessages und SMS lassen sich mit OS X 10.10 Yosemite nun auch am Mac-Rechner empfangen (Bild: CNET.com).

Dank “Handoff” verbessert sich die Zusammenarbeit zwischen einem Mac-Rechner und einem iPhone oder iPad. Die Funktion erlaubt es beispielsweise, ein Dokument auf einem mobilen Gerät wie einem iPad zu erstellen, es mit dem Mac zu synchronisieren und am Rechner nahtlos weiterzuarbeiten. Handoff erlaubt es Anwendern unter OS X 10.10 weiterhin, Anrufe statt mit dem iPhone auch direkt auf dem iMac oder MacBook anzunehmen. Gleiches gilt auch für SMS. Voraussetzung ist, dass sich das iOS-Gerät und der Mac im selben WLAN-Netzwerk befinden.

Aktualisiert hat Apple unter OS X 10.10 auch das Benachrichtigungscenter. Es ist nun transparent und enthält eine neue “Heute”-Übersicht mit anstehenden Terminen und Geburtstagen. Über den Mac App Store können Nutzer weitere Widgets zur Erweiterung herunterladen – zum Beispiel eine Wettervorhersage oder ein Aktien-Ticker.

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Unter Mac OS X 10.10 Yosemite erhält der Safari-Browser eine neue Übersicht mit allen Tabs (Bild: CNET.com).

Darüber hinaus hat Apple auch seinen Browser Safari überarbeitet und ihm eine schlankere Werkzeugleiste verpasst. Neu ist eine Übersicht mit allen geöffneten Tabs. Ein einzelner Tab lässt sich zudem nun für Private Browsing isolieren.

Den E-Mail-Client hat der iPhone-Macher um die Unterstützung  von verschlüsselten Nachrichten erweitert. Mac-Anwender können zudem Dateianhänge mit einer Größe von bis zu 5 GByte verschicken – unabhängig von möglichen Größenbeschränkungen beim Empfänger. Dafür wird der Dateianhang in den neuen Online-Speicher iCloud Drive hochgeladen. Der Empfänger kann den Anhang dann über einen Link in der E-Mail herunterladen.

Apple hat auch noch einen Ausblick auf die neue Foto-App für den Mac geben, die 2015 erscheinen soll. Mit der Anwendungen werden Nutzer in der Lage, sein Bilder mit verschiedenen Geräten zu teilen und zu bearbeiten. Weitere versprochene Funktionen sind beispielsweise ein verbessertes Scrolling, eine Übersicht nach Alben und Jahren sowie zusätzliche Bearbeitungsfunktionen.

[Mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de]

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Autor: Christian Schartel
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