Intel zeigt auf Computex ersten PC mit Broadwell-Chip

Beim Referenzdesign namens Llama Mountain handelt es sich um ein 12,5 Zoll großes, lüfterloses Tablet mit abnehmbarer Tastatur und 7,2 Millimetern Bauhöhe. Das Gewicht liegt bei 670 Gramm – ohne Tastatur. Asus hatte kurz vorher mit dem Transformer Book T300 Chi einen kommerziellen Ableger gezeigt.

Intel hat die Computex in Taiwan mit dem ersten PC auf Broadwell-Chip-Basis eröffnet, dem – so Präsidentin Renée James – „weltweit ersten lüfterlosen Mobil-PC-Referenzdesign in 14 Nanometer“. Während aktuelle Haswell-Prozessoren in 22 Nanometern Strukturbreite gefertigt werden, fällt der Nachfolger Broadwell durch die Verwendung von 14-Nanometer-Technik erneut kleiner aus.

Lüfterloses Tablet mit Anstecktastatur: Intels Referenzdesign Llama Mountain (Bild: Intel)

Lüfterloses Tablet mit Anstecktastatur: Intels Referenzdesign Llama Mountain (Bild: Intel)

Intel hat dem Referenzdesign den Namen Llama Mountain verpasst. Der verwendete Prozessor entstammt der Reihe, die intern „Broadwell Y“ heißt – öffentlich wird von einem „Core M“-Prozessor die Rede sein. Laut Pressemeldung handelt es sich um den „energieeffizientesten Prozessor in Intels Geschichte“.

Bei Llama Mountain handelt es sich um ein 12,5 Zoll großes Tablet mit abnehmbarer Tastatur und 7,2 Millimetern Bauhöhe. Ohne Tastatur wiegt es 670 Gramm. Ganz überraschend kommt Intels Referenzdesign allerdings nicht mehr: Partner Asus war der Veröffentlichung mit der Präsentation des Transformer Book T300 Chi zuvorgekommen, das im Wesentlichen eine kommerzielle Umsetzung von Intels Design ist.

Intel betont auf der Computex vor allem das Fehlen eines Lüfters: „Die Mehrheit der auf diesem Chip basierenden Endgeräte wird voraussichtlich ohne Lüfter kommen und sowohl als blitzschnelles Tablet wie auch als extrem dünnes Notebook dienen.“ Die Absenz eines Lüfters erfordert hohe Effizienz und gilt als wichtiges Merkmal von Systemen mit ARM-basierten Prozessoren.

Llama Mountain enthält einen Core-M-Prozessor (Bild: Intel).

Llama Mountain enthält einen Core-M-Prozessor (Bild: Intel).

Eine Vielzahl an Angeboten versprach auf der Eröffnungsveranstaltung in Taipeh Young Liu vom Auftragsfertiger Foxconn. Ihm zufolge erscheinen demnächst über zehn Intel-basierte Tablets – allerdings überwiegend mit Bay-Trail-Prozessoren (Atom). „Viele“ hätten auch gleich ein Mobilfunkmodul für UMTS oder LTE an Bord, erklärte der Foxconn-Manager.

Intel selbst kündigte noch den LTE-Chip XMM 7260 „LTE-Advanced“ an, der LTE nach Category 6 unterstützt. Er wird derzeit von Partnern auf Interoperabilität getestet und soll in den nächsten Monaten den Markt erreichen. LTE ist zudem Teil einer neuen Version des System-on-a-Chip namens SoFIA, mit dem Intel ab der ersten Jahreshälfte 2015 preiswerte Smartphones und Tablets mit LTE möglich machen wird. Es handelt sich zugleich um die erste SoFIA-Version mit vier Kernen.

Für Spiele-PCs stellte Intel schließlich „K“-Prozessoren der vierten Generation für seine Reihen Core i5 und i7 vor, die mit bis zu 4 GHz takten. Intel dazu: „Erstmals macht Intel vier Kerne mit bis zu 4 GHz Basisfrequenz verfügbar. Dieser Desktop-Prozessor, der für Computerbegeisterte gebaut wird, liefert hohe Leistung und macht neue Overclocking-Möglichkeiten verfügbar. Die Auslieferung beginnt im Juni.“

[mit Material von Florian Kalenda, News.com]

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Anja Schmoll-Trautmann
Autor: Anja Schmoll-Trautmann
Redakteurin
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