Asus zeigt auf Computex gekrümmten 32-Zoll-Bildschirm

Das Display löst mit 2560 mal 1440 Pixel auf und kommt im 16:9-Format. Die Leuchtdichte gibt Asus mit 250 Candela pro Quadratmeter an. Weitere technische Details sind noch nicht bekannt.

Der Prototyp eines gekrümmten Monitors mit 32 Zoll Diagonale lässt sich in Taiwan auf der Computex bei Asus am Stand bestaunen. Nach Darstellung des Herstellers handelt es sich dabei um das bisher größte Display dieser Art. Das Format beträgt 16:9.

Asus-Prototyp im 32-Zoll-Format mit Krümmung (Bild: News.com)

Asus-Prototyp im 32-Zoll-Format mit Krümmung (Bild: News.com)

Die Auflösung von 2560 mal 1440 Pixeln wird auch als Widescreen Quad HD bezeichnet, weil sie dem Vierfachen einer HD-ready-Auflösung entspricht. Der Bildschirm wird über DisplayPort angebunden und bietet Asus zufolge eine Leuchtdichte von 250 Candela pro Quadratmeter.

Weitere Daten sind nicht bekannt, handelt es sich doch um einen Prototyp. Das ausgestellte Modell überzeugt aber mit einer metallverkleideten Displayumrandung und einem vierbeinigen Ständer auch ästhetisch.

Asus‘ Rekordmeldung scheint bei näherer Betrachtung nicht ganz korrekt, hatte NEC doch schon 2009 einen gekrümmten Bildschirm mit 43 Zoll Diagonale vorgestellt. Er trug den Namen CRV43 und sollte rund 8000 Dollar kosten. NEC lieferte damals eine Auflösung von 2880 mal 900 Pixeln, also ein 32:10-Format.

Gekrümmte Bildschirme – auch wenn die Krümmung nur leicht ist, wie im Fall des Asus-Modell lassen den Zuseher stärker in das Gezeigte eintauchen, wie die Hersteller zu betonen nicht müde werden. Das Erlebnis sei wie im Kino, heißt es. Das Konzept gilt auch als mögliche Zukunftstechnik für Smartphones, auch wenn Samsung für sein bereits erhältliches Modell Galaxy Round bisher keine Rekordverkäufe meldet.

Galaxy Round (Bild: Samsung)

Galaxy Round (Bild: Samsung)

Displaymate hat den 5,7-Zoll-Screen des Galaxy Round im eigenen Haus getestet. Die Kurvatur ist ihm zufolge vergleichsweise gering, der rechte und linke Rand stehen je 2,66 Millimeter höher als das Zentrum. „Der Effekt ist also subtil, aber sehr wichtig.“ Unter anderem falle es nebenstehenden Personen schwerer, auf den Bildschirm zu sehen. Das sei für die Privatsphäre vorteilhaft. Außerdem stellten die Tester fest, dass von hinten kommendes Licht weg vom Betrachter reflektiert wird. „Das ist von Bedeutung, weil man möglichst wenig Umgebungslicht auf dem Bildschirm reflektiert sehen möchte.“ Weiter vergrößere der Bildschirm Objekte, die er reflektiere, was „störende Lichtreflexe substanziell verringert“.

Und schließlich werden flexible OLED-Bildschirme aus einem Plastik-Substrat hergestellt. Sie haben daher „nicht diese glänzende Glasabdeckung fast aller anderen Mobildisplays“. Dies bewirke auch, dass die OLEDs quasi direkt auf der Oberfläche zu sitzen scheinen, was Displaymate „visuell beeindruckend“ nennt.

[mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de]

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Anja Schmoll-Trautmann
Autor: Anja Schmoll-Trautmann
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